Worauf Internetnutzer bei der Suche nach Medizin-Informationen achten sollen

Rund zwei Drittel der deutschen Internetnutzer suchen im Netz nach Antworten zu Gesundheitsfragen. Die seien oft gar nicht schlecht, sagt der Arzt Kai Sostmann, Internet-Experte der Berliner Charité, in der „Apotheken Umschau“. Besonders chronisch Kranke würden davon profitieren. Er warnt aber davor, das Internet zur Selbstdiagnose zu nutzen, besonders bei akuten Erkrankungen, wenn schnelle Hilfe nötig ist. Kritisch sollen Patienten Internetforen gegenüber sein, in der jeder seine Meinung ohne entsprechende Qualifikation kundtun kann.

„Schauen Sie nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Quelle. Dann sollten Sie sich überlegen, welches Interesse der Informationsanbieter haben könnte“, rät Professor Rainer Bromme, der sich am Institut für Psychologie an der Universität in Münster mit Fragen zur Nutzung des Internets als Quelle für Gesundheitsinformationen beschäftigt. Wer Therapieleistungen anbietet, ist oft kein unvoreingenommener Informant. Im Impressum oder auf der Seite „Wir über uns“ gibt es Hinweise auf die Quelle. Nicht verlassen sollte man sich auf angeblich hohe Zugriffzahlen. Diese sind leicht zu manipulieren.

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