Wann Gallensteine ein Fall für den Chirurgen sind

Gallensteine sind nicht selten ein Zufallsbefund, etwa bei einer Ultraschall-Untersuchung. Haben sie keine Beschwerden gemacht, müssen sie auch nicht behandelt werden – das gilt in etwa 80 Prozent aller Fälle. Wenn sie aber als „Gallenkoliken“ Schmerzen bereiten, können diese äußerst quälend sein. „Spätestens nach der dritten Kolik sollte die Gallenblase wegen der belastenden Umstände raus“, sagt der Hausarzt und Chirurg Wolfgang Schlemmer aus Aachen im Patientenmagazin „HausArzt“.

Die Gallenblase ist nur ein „Zwischenspeicher“ für Gallenflüssigkeit. Steine entstehen durch ein Ungleichgewicht der Inhaltstoffe. An das Fehlen der Gallenblase gewöhne sich der Körper schnell, so Schlemmer. Heute geschieht die Entfernung in aller Regel durch einen minimal invasiven Eingriff mit nur kleinen Hautschnitten. Die Stein-Zertrümmerung durch Stoßwellen ist in der Galle nicht so effektiv wie bei Nierensteinen und wieder verlassen worden, ebenso die medikamentöse Auflösung, die lange dauert, Nebenwirkungen hat und der oft neue Steine folgen.

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