Warnsignale der Vergesslichkeit – Das müssen Sie wissen

In einer immer älterwerdenden Gesellschaft, haben mehr Deutsche Angst vor einer Demenz als vor Krebs oder Schlaganfall, belegen Umfragen. Wir wollen helfen, diese Angst vor dem Vergessen abzubauen. Mehr dazu von Max Zimmermann:

Sprecher: Habe ich den Herd abgestellt, wie war noch der Name des neuen Kollegen, und wo habe ich bloß die Brille liegen gelassen? Und schon ist die Sorge da, ob das der Beginn einer Demenz ist oder nur Vergesslichkeit. Chefredakteurin Claudia Röttger, vom Apothekenmagazin Senioren Ratgeber, erklärt, was Warnsignale sein können:

Ein möglicher Hinweis kann die nachlassende Merkfähigkeit von kürzlich Erlebtem sein. Oder dass man im Alltag nicht mehr die richtigen Worte findet, während eines Gesprächs den Faden verliert und zunehmend unkonzentrierter wird. Selbst Alltägliches, wie das Zuknöpfen der Bluse oder das binden der Krawatte, kann man vielleicht nicht mehr allein bewältigen und braucht Hilfe.

Sprecher: Weisen diese Signale immer auf eine Demenz hin?

Nein. Was ganz wichtig ist: Vergesslichkeit kann sehr viele Ursachen haben, und das sollte man grundsätzlich von einem Arzt abklären lassen. Hinter nachlassender Gedächtnisleistung können z.B. Medikamente stecken oder eine Krankheit wie Diabetes. Aber auch chronische Schlafstörungen können das Gedächtnis stören, haben Forscher herausgefunden.

Sprecher: Am besten wäre es, wenn man sein Hirn, egal in welchem Alter, fit hält. Wie kann man sein Gedächtnis im Alltag fordern?

Da gibt es viele gute Möglichkeiten. Bewegung und gesunde Ernährung zum Beispiel. Sie helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge, d.h. viel Gemüse, öfter Fisch statt Fleisch und mehr pflanzliches als tierisches Fett. Und natürlich hilft auch Training fürs Gehirn, zum Beispiel kann man eine neue Sprache lernen oder ein neues Instrument und häufig unter Menschen gehen und sich unterhalten.

Bei älteren Menschen kann Vergesslichkeit auch durch zu wenig Flüssigkeit ausgelöst werden, berichtet der Senioren Ratgeber und rät, täglich etwa eineinhalb Liter zu trinken, an heißen Tagen auch noch mehr.

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