Weniger Schadstoffe in Lebensmitteln

Immer wieder sorgen Schlagzeilen wie „Pferdefleisch in der Lasagne“, „Gentechnik im Schokoriegel“ oder „Pestizide am Obst“ für große Verunsicherung bei den Verbrauchern. Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner August-Ausgabe der Frage nach, wie sicher Lebensmittel heute sind. Außerdem geben Ernährungsexperten Tipps, worauf man beim Einkauf und bei der Zubereitung achten sollte.

Sind etwa Biowaren gesünder als konventionelle Produkte? Beim Nährstoffgehalt wurden in Studien keine großen Unterschiede festgestellt. Viel wichtiger: Gönnen Sie sich eine große Portion Obst und Gemüse pro Tag! Was bewirken Zusatzstoffe wie der Geschmacksverstärker Glutamat im Körper? Sind genmanipulierte Lebensmittel gefährlich? Und vor allem: Kann man noch unbesorgt Fleisch essen? Experten geben Entwarnung: „Im Jahr 2012 wurden im Bereich Fleisch und Fleischprodukte mehr als 65.000 Proben genommen, das ist etwa ein Drittel mehr als in anderen ebenfalls häufig untersuchten Produktgruppen, etwa Milchprodukten oder Obst und Gemüse“, erklärt Andreas Tief vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Reader’s Digest.

Nur bei 4 Prozent der Proben seien mikrobielle Verunreinigungen gefunden worden. Der Tipp für die Verbraucher: Beim Einkauf auf das blaue Siegel QS Ihr Prüfsystem für Lebensmittel auf der Verpackung achten, das gilt als Garant dafür, dass Qualitäts- und Hygieneanforderungen streng kontrolliert und dokumentiert wurden. Auch bei der Frage, wie stark Obst und Gemüse mit Pestizidrückständen belastet sind, warnen die Fachleute in der neuen Ausgabe von Reader’s Digest vor Hysterie. „Die Zahl der Höchstmengenüberschreitungen ist in den letzten Jahren deutlich gesunken“, sagt Frank Waskow, Ernährungsexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Dennoch kann es nicht schaden, Obst und Gemüse mit glatter Schale wie Äpfel und Paprika gründlich zu waschen und dann mit einem Mikrofasertuch abzureiben. Ähnlich wie bei Pflanzenschutzmitteln sorgen auch Meldungen über Keime immer wieder für Schlagzeilen, da Infektionen mit Salmonellen oder EHEC-Bakterien für Kleinkinder und ältere Menschen lebensbedrohlich werden können. Deshalb empfiehlt Dr. Heidi Wichmann-Schauer von der Abteilung Biologische Sicherheit beim Bundesinstitut für Risikobewertung: „Alles, was roh ist und vom Tier stammt – also auch Eier -, sollte vor dem Verzehr gut erhitzt werden.“ Zudem ist es besonders wichtig, sich die Hände häufig zu waschen und das Arbeitsgerät stets gründlich zu reinigen.

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