Erste Hilfe: Kleine Wunden selbst versorgen

Beim Gemüseschnippeln in den Finger geschnitten, vom Fahrrad gefallen und das Knie aufgeschürft oder bei der Gartenarbeit die Haut zerkratzt: Kleine Verletzungen gehören zum Alltag und lassen sich gut selbst versorgen. Man muss nur wissen wie, dazu Max Zimmermann:

Stellt sich die Frage, was sind kleine Verletzungen oder in welchen Fällen sollte man einen Arzt aufsuchen oder kommen lassen? Die Antwort hat Peter Kanzler, Chefredakteur der Apotheken Umschau:

Bei größeren Verbrennungen und Verletzungen, etwa einer offene Wunde, sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen. Das Gleiche gilt für Bisswunden, weil Krankheitserreger aus dem Speichel schwere Infektionen auslösen können. Wenn die Tetanus-Impfung mehr als 10 Jahre zurückliegt, sollten Sie diese, auch bei kleinen Wunden, auf alle Fälle auch noch einmal auffrischen lassen.

Sprecher: Was soll man bei kleineren Verletzungen wie Schürfwunden tun?

Damit sich eine Wunde nicht entzündet, ist es ratsam bei der Versorgung Einmalhandschuhe anzuziehen. Sie befinden sich unter anderem im Auto- Verbandskasten. Säubern Sie die Wunde unter fließendem Leitungswasser, entfernen Sie mögliche Fremdkörper, wie Splitter, Dornen oder kleine Steine, mit einer Pinzette. Und im Anschluss sollte die Wunde sehr sorgfältig mit einem Pflaster verschlossen werden.

Sprecher: Wie kann man sich bei Schnittwunden selbst versorgen?

Lassen Sie kleine Schnittverletzung kurz bluten, so werden Schmutz und Krankheitserreger aus der Wunde gespült. Anschließend die Wunde desinfizieren und mit einem Pflaster Wundränder zusammenführen. Größere Schnitte sollten auf alle Fälle von einem Arzt versorgt werden.

Und auch bei kleineren Brandwunden kann man sich selberhelfen, berichtet die Apotheken Umschau. Zuerst die Wunde unter nicht zu kaltem Wasser kühlen und dann ein Brandwundentuch auflegen.

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