Schmerzen in der Brust sind ernste Alarmzeichen

Manche spüren einen dumpfen Schmerz in der Brust, andere empfinden eine beklemmende Enge im Oberkörper und Atemnot: Allein in Deutschland sind knapp zweieinhalb Millionen Frauen und etwas mehr als drei Millionen Männer von der koronaren Herzkrankheit betroffen. Das Magazin Reader’s Digest informiert in seiner Oktober-Ausgabe über Anzeichen, zeigt Risikofaktoren auf und gibt Ratschläge zur Vorbeugung.

„Häufig zeigt sich die koronare Herzkrankheit zum ersten Mal, wenn der Betroffene sich körperlich anstrengt, zum Beispiel eine Treppe hochsteigt, Rad fährt oder sich über etwas aufregt, und das Herz mehr Sauerstoff benötigt“, erklärt Professor Heribert Schunkert, Direktor der Klinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen am Deutschen Herzzentrum in München. Die Betroffenen hätten dann Schmerzen, die vom Brustbereich ausgehend oftmals bis in die linke Schulter und den Arm ausstrahlen. Sie können aber auch im Hals, Unterkiefer, Oberbauch oder rechten Arm auftreten.

Zu den Hauptrisikofaktoren zählen hoher Blutdruck, Übergewicht und Diabetes; auch Raucher und Menschen, die sich wenig bewegen, gelten als gefährdet. Bei der koronaren Herzkrankheit lagern sich Fettkristalle in der Innenhaut der Herzkranzgefäße ein. In der Folge kann sich die Gefäßwand entzünden, im Lauf der Zeit bilden sich Ablagerungen, die das Gefäß verengen. Es gelangt zu wenig Blut ins Herz, das Gewebe bekommt nicht genügend Sauerstoff, häufig ist ein Herzinfarkt die Folge.

In der Oktober-Ausgabe gibt Reader’s Digest zahlreiche Tipps, wie man vorbeugen kann. An oberster Stelle steht ein gesunder Lebensstil – ohne Rauchen, dafür mit gesunden Lebensmitteln. Dazu zählen Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte. Wer kocht, sollte Oliven- und Rapsöl verwenden. Beide sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die sich günstig auf Herz- und Gefäße auswirken. Rotes Fleisch von Lamm, Rind und Schwein sollte man nur sparsam zu verzehren und stattdessen mindestens zweimal pro Woche Fisch essen. Auch Tiefkühlprodukte eignen sich, wobei man Fertiggerichte meiden sollte. Diese enthalten häufig viel Salz und gesättigte Fette.

Neben der gesunden Ernährung raten Experten zu ausreichender Bewegung. So sollte man drei- bis viermal pro Woche mindestens eine halbe Stunde leichten Ausdauersport betreiben – zum Beispiel Walken, Fahrrad fahren, Joggen oder Schwimmen. „Wichtig ist, dass Sie regelmäßig dabei ins Schwitzen kommen. Vor allem aber, dass es Ihnen Freude macht“, sagt Professor Schunkert. Wer trotz vorbeugender Maßnahmen an der koronaren Herzkrankheit leidet, dem kann in vielen Fällen mit Medikamenten geholfen werden – etwa mit der täglichen Einnahme von Acetylsalicylsäure. Oder mit dem Einsetzen von sogenannten Stents in die verengten Gefäße, damit das Herz besser durchblutet wird.

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