Halloween oder der Tag der Angstlust

Nun wird es wieder zum Gruseln schön, wenn an Halloween kleine Geister, Hexen und Monster durch die Straßen ziehen. Kinder aber auch Erwachsene genießen diesen Grusel-Kick. Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen hat unser Kollege Max Zimmermann herausgefunden:

Kinder lieben es, sich an Halloween zu verkleiden oder immer wieder die gleiche schaurige Stelle in der Vorlese-Geschichte zu hören, sagt Chefredakteurin Stefanie Becker vom Apothekenmagazin Baby und Familie und erklärt, warum der Gruselspaß so gut tut:

Ja, beim Gruseln erlebt man zwei sich widersprechende Gefühle: Angst und Schrecken auf der einen Seite und die Lust auf der anderen Seite. Und auch Kinder lieben diesen Nervenkitzel und quietschen vor Begeisterung, wenn sie das gute Gefühl der Gewissheit haben, dass eben nichts passieren kann. Psychologen sprechen in dem Zusammenhang auch von Angstlust.

Und wie hilft diese Angstlust, Kinder mutiger zu machen?

Ganz wichtig dabei ist, dass beim Gruseln die Lust überwiegt, denn dann kann aus Angst Mut werden, und das Kind wächst an der Situation. Nimmt die Angst aber überhand, wirkt dies schnell bedrohlich, und darum sollten Eltern immer auf altersgerechte Gruseleien achten, auch an Halloween.

Gibt es ein Halloween-Spiel, bei dem man sich schön gruseln kann?

Ja, das Spiel nennt sich Grusel-Greifen. Man schneidet in verschiedene Schuhkartons Löcher, die gerade so groß sind, dass eine Hand durchpasst. Auf den jeweiligen Karton schreibt man dann, was angeblich drin ist und füllt sie mit Dingen, die sich so ähnlich anfühlen. Zum Beispiel für rausgefallene Augen legt man abgeschälte Weintrauben hinein oder für Drachen-Gedärm eingeweichte Weingummischlangen.

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