Elastische Tapes für Schwangere und Kinder – Versuch ohne wissenschaftliche Belege

Die bunten Pflasterstreifen fielen zuerst bei Leistungssportlern auf. Jetzt setzen zahlreiche Physiotherapeuten, Hebammen und Ärzte die bunten Bänder zur Therapie, etwa bei Lendenwirbelbeschwerden in der Schwangerschaft, bei Milchstau oder zur Rückbildung ein. Durch das Tape soll die oberste Hautschicht angehoben werden, sodass Schmerzrezeptoren beeinflusst, Gelenke stabilisiert werden und Blut und Lymphe besser fließen können.

Tapes scheinen auch über ihre Wirkung auf die Muskelhäute (Faszien) zu wirken. Ob sie aber überhaupt eine Wirkung haben, ist wissenschaftlich nicht belegt, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Für Schwangere hat ein Versuch mit Tapes den Vorteil, dass keine Wirkstoffe eingesetzt werden. „Gerade in der Schwangerschaft ist es eine Option, weil man nicht invasiv arbeitet“, sagt Ute Steinhoff, Physio- und Manualtherapeutin mit Praxis in Köln. Sie weist aber auch darauf hin, dass es kaum wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit gebe.

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