In kleinen Städten helfen viermal so viele Passanten einem verletzten Kind

In größeren Städten zeigen die Bewohner anscheinend weniger Zivilcourage als in kleinen Orten. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ auf Basis einer Feldstudie der SRH Hochschule in Heidelberg. Darin wurde untersucht, wie Fußgänger auf ein weinendes Mädchen am Straßenrand reagieren, das eine Schürfwunde am Knie hat.

In einer Großstadt mit rund 300 000 Einwohnern leisteten von 460 Passanten nur 7 Prozent Hilfe. In einer Kleinstadt (rund 6000 Einwohner) kümmerten sich fast 30 Prozent um das Kind. Eine Erklärung könnte die „pluralistische Ignoranz“ sein, sagen die Forscher: Passanten stufen die Situation als harmlos ein, weil andere auch nichts unternehmen.

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