Deutschland auf Diät

Mehr als jeder zweite Deutsche fühlt sich zu dick. Wer abnehmen möchte, setzt überwiegend auf Ernährungsumstellung, Sport und den Verzicht auf Süßigkeiten. Das ist ein Resultat der Studie „We are what we eat“ des Medienunternehmens Nielsen zum Thema Gesundheit, Wellness und Ernährung. 30.000 Menschen in 60 Ländern wurden online interviewt.

Rund 58 Prozent der Deutschen stöhnen über ihre Pfunde und sind damit unzufriedener mit ihrem Körpergewicht als der europäische Durchschnitt (52 %). Bei den Spaniern sind 35 Prozent, in Irland und Estland 28 Prozent und in Schweden 27 Prozent dieser Ansicht. Lediglich ein Drittel der Deutschen fühlt sich wohl mit dem Gewicht und 5 Prozent halten sich für untergewichtig. 16 Prozent halten sich sogar für extrem übergewichtig.

Mehr als die Hälfte der Deutschen machte zum Zeitpunkt der Befragung eine Diät. Erfreulicherweise versuchen die meisten Bürger (72 %) mit einer Ernährungsumstellung an Körpergewicht zu verlieren. Mehr als jeder Zweite setzt auf ausreichend Bewegung und Sport. Nur 7 Prozent der Abnehmwilligen nutzen Diätpräparate wie Pulver, Shakes und Tabletten, während 4 Prozent vom Arzt Medikamente verordnet bekommen. Rund 4 Prozent der Befragten nehmen an organisierten Abnehmprogrammen teil.

80 Prozent der Deutschen konsumieren weniger Schokolade sowie andere Süßigkeiten und 66 Prozent weniger Fett, um das Ziel einer Gewichtsabnahme zu erreichen. Im europäischen Durchschnitt sind es 66 bzw. 60 Prozent.

Immer mehr Verbraucher bevorzugen auch frische, natürliche und möglichst wenig verarbeitete Produkte ohne künstliche Farbstoffe und Aromen. „Back-to-basics“ ist nach Nielsen ein weltweiter Ernährungstrend. Die Befragten planen nach eigenen Angaben, in den nächsten sechs Monaten mehr Obst (41 %) und Gemüse (39 %), Fisch und Meeresfrüchte (25 %), Joghurt (24 %) und Wasser (23 %) einzukaufen. Auch Nüsse und Samen (22 %), Getreideflocken und Saft (je 20 %) sollen häufiger auf dem Speiseplan stehen. Für 75 Prozent bedeuten Lebensmittel nach dem Motto „Wir sind, was wir essen“ mehr als reine Nahrungsaufnahme.

Heike Kreutz, www.aid.de

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