Studie: Bereits jeder zweite junge Deutsche fühlt sich zu dick

Junge Menschen hadern mit ihrer Lebensweise: zu viel Fastfood, zu wenig Bewegung. Drei Viertel der 14- bis 34-Jährigen würden gerne mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren. 48 Prozent klagen bereits über zu viele Kilos auf der Waage. Nur 40 Prozent fühlen sich rundum gesund. Dies ergibt eine bevölkerungsrepräsentative Studie der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“ unter 1.000 Bundesbürgern zwischen 14 und 34 Jahren.

„Übergewicht ist ein Risikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten und stellt für immer mehr Menschen ein handfestes Gesundheitsproblem dar“, sagt Thorsten Bröske, Vorstand der Schwenninger. „Diesem Problem, mit dem zunehmend vor allem auch junge Menschen zu kämpfen haben, müssen wir Kassen aktiver als bisher begegnen.“

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Das neue Programm „Active Body Control“ (ABC) der Schwenninger spricht Jugendliche und Erwachsene an. Es setzt auf eine nachhaltige Umstellung des Bewegungs- und Essverhaltens. Über ein halbes Jahr erfasst ein intelligenter Aktivitätssensor alle Bewegungen und speichert die Informationen zum Essverhalten. Basis für die Ernährungsumstellung ist dabei die sogenannte Magdeburger Duale Diät. Sie ist durch eine kalorienreduzierte Mischkost sowie die Zufuhr der richtigen Kohlenhydrate gekennzeichnet.

„Ganz wichtig für den Erfolg eines solchen Programms ist die engmaschige Begleitung“, sagt Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger. „Nach einer Erstschulung erhalten alle Teilnehmer wöchentlich ein persönliches Feedback, bei dem die gespeicherten Ergebnisse analysiert werden. Abnehmwillige sollen immer genau wissen, wo sie stehen und welche Ziele sie bereits erreicht haben. Das motiviert ungemein.“ Im Fokus steht die langfristige Wirkung – der sogenannte Jo-Jo-Effekt soll vermieden werden. Den Erfolg des Programms belegen die Zahlen: Durchschnittlich sieben Kilo haben die Teilnehmer aktuell in den ersten 100 Tagen abgenommen.

„Fachleute bezeichnen Übergewicht bereits als Epidemie. Programme dieser Art sind daher unverzichtbar und müssen ausgebaut werden“, so Schwenninger-Vorstand Bröske. „Noch besser wäre es jedoch, wenn es erst gar nicht zu Übergewicht und Adipositas käme. Hier sind die gesamte Gesellschaft und besonders die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen für einen gesunden Lebensstil zu verbessern. Durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung kann schon viel erreicht werden, gerade im Kindes- und Jugendalter, wenn die Weichen für das spätere Leben gestellt werden.“ Laut Schwenninger-Studie ist die Bereitschaft bei jungen Leuten dazu grundsätzlich da: So würden zwei Drittel der 18- bis 34-Jährigen gerne mehr für ihre Gesundheit tun, allerdings bleibe im Alltag keine Zeit dazu.

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