60. Todestag von Sir Alexander Fleming: Entdeckung der Antibiotika war ein pharmazeutischer Durchbruch

Antibiotika sind aus dem heutigen Arzneimittelschatz nicht mehr wegzudenken und sehr segensreich. „Früher kam eine Infektion oft einem Todesurteil gleich. Erst durch die Antibiotika hat sich das geändert“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, anlässlich des morgigen 60. Todestags von Sir Alexander Fleming.

Der Entdecker des Penicillins wurde schon zu Lebzeiten mehrfach geehrt, unter anderem erhielt er 1945 den Nobelpreis für Medizin. Arnold: „Antibiotika und andere Arzneimittel haben einen enormen Nutzen für die Menschen. Aber leider konzentriert sich die Aufmerksamkeit heute mehr auf negative Aspekte wie Nebenwirkungen oder Kosten.“

Antibiotika sind nach wie vor lebenswichtig. Sie werden aber oft zu sorglos eingesetzt oder als selbstverständlich angesehen. Derzeit gibt es rund 80 verschiedene Antibiotika, neue Wirkstoffe sind in der Entwicklung. Antibiotika und andere Arzneimittel sind, neben anderen Faktoren wie verbesserter Wasserqualität, Hygiene und Ernährung, ein Grund dafür, dass die Lebenserwartung in Deutschland deutlich gestiegen ist. 2010 lag die sie für Männer bei 78 und bei Frauen bei 83 Jahren. Hundert Jahre zuvor lebte ein Mann durchschnittlich nur 47, eine Frau 51 Jahre.

Problematisch ist die zunehmende Entwicklung von Resistenzen gegen Antibiotika, also der Verlust ihrer Wirksamkeit gegenüber Bakterien. „Jeder kann durch sein eigenes Verhalten dazu beitragen, dass Antibiotika auch in Zukunft wirksam bleiben“, sagt Arnold.

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