Einnahmefehler sind bei Medikamenten eher die Regel

Mehr als die Hälfte der Patienten nimmt ihre Medizin falsch, lückenhaft oder gar nicht ein. Gerade bei chronischen Leiden hat das fatale Folgen: Der Behandlungserfolg ist gering oder bleibt ganz aus, und die Lebensqualität sinkt. „Es ist nicht das seltene Problem einiger schwieriger Patienten, sondern eher die Regel“, urteilt Prof. Winfried Rief von der Universität Marburg, im Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“.

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Er schlägt vor, mangelnde Therapietreue wie eine Diagnose mit in den Behandlungsplan aufzunehmen. Bei vielen Medikamenten sind Probleme, die zu Einnahmeproblemen führen, bekannt. Arzt und Apotheker müssen deshalb schon vorbeugend aufklären, aber auch nach begonnener Therapie wachsam bleiben. Ganz wichtig für Patienten: nicht zögern, zu berichten, wenn sie Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen vermuten, statt die Therapie einfach abzubrechen.

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