30 Fakten zum Thema Herz

Für die einen ist es einfach nur ein Muskel, der das Blut durch den Körper pumpt, für die anderen ist das Herz zentrales Organ und Motor. Manche schreiben ihm sogar den Sitz der Seele zu. Im November finden auf Initiative der Deutschen Herzstiftung e.V. bundesweit viele Veranstaltungen rund um das Herz statt. Anlässlich der Herzwochen, hier 30 Fakten zum Thema Herz:

herzgesundheit

  1. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr sterben rund 350.000 Menschen an Herzinfarkt, Herzinsuffizienz etc.
  2. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt sterben am meisten Menschen an einem Herzinfarkt, in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland am wenigsten. Das geht aus dem aktuellen Herzbericht der Herzstiftung hervor.
  3. Überlebenschancen steigen: Laut Herzbericht sind die Überlebenschancen beim akuten Herzinfarkt in den letzten 20 Jahren um 40 Prozent gestiegen.
  4. Beim akuten Herzinfarkt haben Frauen die besseren Überlebenschancen. Die Sterberate der Männer liegt gut ein Fünftel höher. Frauen sterben allerdings häufiger an allen anderen Herzerkrankungen wie Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Klappenerkrankungen.
  5. Die Hauptrisikofaktoren für Herzerkrankungen sind lebensstilbedingt: Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress. Wie der aktuelle TK-Meinungspuls zeigt, sind sechs von zehn Menschen in Deutschland der Meinung, dass die Verantwortung für die eigene Gesundheit bei jedem selbst liegt. 41 Prozent sehen eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und auch Arbeitgeber, Staat und Krankenversicherung in der Pflicht.
  6. Gesunde Ernährung beugt Herzerkrankungen vor. Besonders herzgesunde Lebensmittel sind Seefische wie Makrele, Lachs und Hering sowie Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.
  7. Bewegung ist gesund – warum eigentlich? Ein untrainiertes Herz arbeitet weniger effizient und muss sich mehr anstrengen. Es benötigt pro Minute 20 Schläge mehr, um dieselbe Menge Blut zu pumpen, wird also mehr beansprucht und altert schneller.
  8. Laut der TK-Studie „Beweg Dich, Deutschland“ haben drei von zehn Sportmuffeln Herz-Kreislauf-Beschwerden, aber nur 18 Prozent der Freizeitsportler.
  9. Sport als (Herz-)Therapie – ein Modellvorhaben der TK zeigt: nach sechs Monaten Training hatten die durchschnittlich 65-jährigen Patienten Gewicht und Bauchumfang reduziert, Cholesterin- und Blutzuckerwerte verbessert.
  10. Organspende: Alle zwei Jahre verschicken die Krankenversicherungen Organspendeausweise an ihre Versicherten, auf denen sie ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende dokumentieren können. Sie können auch einzelne Organe freigeben oder von der Spende ausnehmen. Manche Spender nehmen ihr Herz von der Spende aus, da sie dort ihre Seele vermuten. 2014 gab es 304 Herztransplantationen – gleichzeitig kamen 512 Patienten, die auf ein Spenderherz warten, zur Warteliste hinzu.
  11. Pillen für die Pumpe 1/3: Laut TK-Gesundheitsreport erhielt statistisch gesehen jede Erwerbsperson 2014 Herz-Kreislauf-Medikamente für fast drei Monate (88 Tagesdosen). Das sind fast 40 Prozent mehr als 2005.
  12. Pillen für die Pumpe 2/3: Nach Angaben des TK-Gesundheitsreports bekommen Männer 86 Prozent mehr Herzmedikamente als Frauen.
  13. Pillen für die Pumpe 3/3: 45 Prozent aller Medikamente, die Männer verschrieben bekommen, sind Herz-Kreislauf-Präparate. Bei den Frauen entfällt nur ein Viertel der Pillen auf die Pumpe.
  14. Sieben von zehn Männern in Deutschland geben zu, dass sie präventiv mehr für ihre Gesundheit tun könnten. Nur knapp 30 Prozent finden, sie leisten bereits genug. Bei den Frauen meinen 65 Prozent, dass sie mehr tun könnten.
  15. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergab, dass auch bei den Studierenden bereits vier Prozent Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bluthochdruck haben. Überdurchschnittlich häufig betroffen sind Studierende der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, sowie angehende Mediziner und Psychologen mit jeweils sieben Prozent.
  16. Selbstver-Stent-lich? Die nationale Leitlinie zur Behandlung koronarer Herzkrankheiten macht klare Vorgaben: Patienten mit mehr als zwei erkrankten Herzgefäßen oder einer signifikanten Hauptstammstenose sollten eine Bypass-Operation erhalten. TK-Daten zeigen allerdings: vier von zehn Patienten bekommen trotz schwerer Herzprobleme von ihrem Arzt nur sogenannte Stents.
  17. Fast 170.000 mal im Jahr wird hierzulande am Herz operiert. Männer bringen die Herzprobleme fast doppelt so häufig in den OP wie Frauen.
  18. Herzinfarkt: Bei Frauen und Männern können sich die Symptome deutlich unterscheiden. Frauen klagen häufiger als Männer über Todesangst und Übelkeit mit Erbrechen, Schmerzen im linken Arm, im Rücken und linken Schulterblatt sowie im Bereich von Kiefer und Halswinkel.
  19. Die richtige Fette halten das Herz funktionsfähig und die Gefäße elastisch. Gesund sind hochwertige pflanzliche Öle wie Oliven-, Raps-, Distel-, Maiskeim- oder Sonnenblumenöl. Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen, Herz und Gefäße schützen. Tierische Fette aus Fleisch und Milchprodukte sollten nur reduziert aufgenommen werden.
  20. Salz geht aufs Herz: Salz ist lebensnotwendig, bei einer erhöhten Zufuhr steigt aber das Blutvolumen der Körperzellen, so dass das Herz Mehrarbeit leisten muss. Besser: Salz reduzieren und stattdessen Gewürze, Knoblauch und Kräuter einsetzen.
  21. Trinken auf Herz und Nieren: Mit 1,5 bis 2 Litern alkoholfreier Flüssigkeit am Tag bleiben die Nieren funktionsfähig, die maßgeblich für den Blutdruck mitverantwortlich sind.
  22. Die TK-Ernährungsstudie zeigt, dass mehr als jeder vierte Geringverdiener, aber nur 14 Prozent der Spitzenverdiener Herz-Kreislauf-Beschwerden haben.
  23. Ein dickes Problem: Laut TK-Ernährungsstudie klagt mehr als jeder dritte stark Übergewichtige über Herz-Kreislauf-Beschwerden. Bei den Normalgewichtigen „nur“ jeder Fünfte.
  24. Herzschmerz: Der Brite Garth Sundem entwickelte eine Formel, wie lange ein gebrochenes Herz heilen muss: √M x (L x Nw x Kj +25) / (E + S +25)
    M= Beziehungsdauer in Monaten, L= Liebe auf einer Skala von 1-10, Nw= gemeinsame Nächte je Woche, Kj= Kommunikation jetzt (Treffen, Netzwerke, Telefonate, Emails – alles zählt), E= Entscheidung (10 für „selbst Schluss gemacht“, 1 für „verlassen worden“), S= Selbstwertgefühl auf einer Skala von 1-10. Ergebnis ist die Anzahl der Liebeskummermonate.
  25. Deutschland vor dem (Herz-) Stillstand: Laut TK-Bewegungsstudie sind die Unbewegten in der Republik inzwischen in der Überzahl. 52 Prozent gaben an, sich selten oder gar nicht zu bewegen.
  26. Etwa jeder zehnte Euro, der für Medikamente ausgegeben wird, entfällt auf Herz-Kreislauf-Medikamente.
  27. Herz im Stress: Stress ist gesund – er sorgt dafür, dass der Körper Höchstleistung bringen kann. Aber nur, wenn er zwischendurch auch regenerieren kann. Wenn das Herz dauerhaft unter Stress kommt und permanent schneller schlagen muss, wird es überbeansprucht und altert schneller.
  28. Gut fürs Herz: Das beste Anti-Stress-Programm sind Freunde und Familie. Laut TK-CampusKompass geben 93 Prozent der Studierenden an, dass sie am besten bei Treffen mit ihren Lieben entspannen.
  29. Gebrochene Herzen: Acht von zehn Herzen brechen das erste Mal bevor sie 17 sind. Laut einer Studie der Universität Bielefeld hatten 82 Prozent der 16-Jährigen bereits Liebeskummer.
  30. Laut Gesellschaft für Kinderkardiologie kommt jedes 100. Kind in Deutschland mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Das sind etwa 6500 Babys im Jahr.

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