Wenn Vater oder Mutter Typ-1-Diabetes haben und ihr Kind ebenfalls erkrankt, muss sich niemand etwas vorwerfen

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Wenn Menschen mit Typ-1-Diabetes ihre Erkrankung an ihre Kinder vererben, besteht kein Grund für Schuldgefühle. „Eltern fragen sich immer, was sie falsch gemacht haben, wenn ein Kind eine chronische Krankheit wie Diabetes bekommt“, schildert Professor Andreas Neu, Kinderdiabetologe an der Universitätsklinik Tübingen, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. „Aber ob ihr Kind an Typ 1 erkrankt oder nicht, können sie nicht beeinflussen.“ Es ist einfach Schicksal.

„Deshalb sollten sich Eltern keine Vorwürfe machen“, betont Neu. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eines Elternteils mit Typ-1-Diabetes ebenfalls Typ 1 entwickelt, ist gering. „Sie liegt bei höchstens fünf Prozent“, so Professor Klaus Badenhoop, Diabetologe am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, der zur Erblichkeit des Diabetes forscht.

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