Schlechtes Praxismanagement – Lange Wartezeiten beim Hausarzt sollten die Ausnahme sein

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Lange Wartezeiten beim Hausarzt sind nicht immer vermeidbar, zur Regel werden sollten sie nicht. Das spricht dann eher für ein schlechtes Praxismanagement oder gar für Rücksichtslosigkeit des Arztes. Die Leiterin der Abteilung Patienteninformation beim Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin in Berlin, Corinna Schaefer, betont im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“: „Wer regelmäßig mehr als eine Stunde warten muss, sollte sich schon überlegen, ob der Arzt so gut ist, dass man das in Kauf nimmt.“

Auch brauchen Kassenpatienten nicht hinzunehmen, dass sie länger warten müssen oder weniger sorgfältig untersucht werden als Privatpatienten. Wartezeiten sind natürlich nur eines von diversen Qualitätskriterien, die bei der Suche nach dem passenden Hausarzt eine Rolle spielen können – beispielsweise Spezialisierung, Sprechzeiten, Barrierefreiheit oder Verkehrsanbindung.

Patienten sollten sich darüber klar werden, worauf es ihnen bei der medizinischen Betreuung besonders ankommt. Den Arzt, der alle Wunschvorstellungen erfüllt, gibt es wohl nur in der Fantasie. Der Mediziner ihrer Wahl sollte dem Ideal aber möglichst nahekommen. Denn ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis bestimmt mit über den Behandlungserfolg.

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