Jetzt ist Birnenzeit

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Die Birne steht völlig zu Unrecht im Schatten des Apfels. Die Frucht hat geschmacklich viel zu bieten und ist aufgrund des geringen Säuregehalts für die meisten Menschen gut verträglich. In der Küche lässt sie sich süß und pikant zubereiten. Sie schmeckt im Mus und Kompott, aber auch auf einem Käseteller und als Beilage zu Wild. Für die bekannte „Birne Helene“ werden die Früchte in Zuckerwasser gedünstet und anschließend mit Vanilleeis und Schokoladensoße angerichtet.


Birnen enthalten viele positive Inhaltsstoffe, die unter der Schale besonders konzentriert sind. Dazu zählen Provitamin A, die Vitamine B1, B2, C, Folsäure und die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Der wasserlösliche Ballaststoff Pektin regt die Darmtätigkeit an und unterstützt die Ausscheidung des Cholesterins.

Die Birne (/Pyrus communis/) ist wie der Apfel ein Kernobst und gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie stammt in erster Linie von der Holzbirne und einigen Wildformen ab, die ihr Hauptverbreitungsgebiet in Mittel- und Südeuropa bis hin nach Kleinasien haben. Inzwischen gibt es rund 2.500 Birnensorten.

Die in Deutschland wichtigste Anbausorte ist „Alexander Lucas“. Diese Birne hat eine eher plumpe Form. Das Fruchtfleisch ist saftig und etwas körnig mit einem süß-säuerlichen Geschmack. „Abate Fetel“ ist die wichtigste Importbirne aus Italien und hält sich auch einige Tage in der Obstschale. Die Sorte „Gute Luise“ stammt ursprünglich aus Frankreich und überzeugt durch ihr saftiges Fruchtfleisch mit melonenartigem Aroma. Sehr bekannt ist die „Williams Christ“-Birne, die bereits im 18.Jahrhundert in England bekannt war. Die Schale verändert sich im Laufe der Reifung von grün bis goldgelb mit einem roten Hauch auf der Sonnenseite. Die Frucht schmeckt säuerlich-süß mit leichter Muskatnote und verströmt typischerweise einen starken Duft. „Williams Christ“ eignet sich besonders gut zur Konservierung und für alkoholische Getränke.

Um ihre volle Genussreife zu erreichen, werden die meisten Birnen in speziellen Lagern aufbewahrt. Erst dann kommen sie in den Handel.

Kaufen Sie mit allen Sinnen ein. Die Früchte sollten auf Fingerdruck leicht nachgeben, einen angenehmen Duft verströmen und eine glatte Schale ohne Druckstellen aufweisen. Weiche Früchte mit braunen Flecken sind überreif und daher keine gute Wahl.

Heike Kreutz, /aid.de

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