Blutzuckersenkende Behandlung kann sich vorübergehend auf Augen auswirken

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Nach Beginn einer blutzuckersenkenden Therapie – zum Beispiel mit Insulin – sind vorübergehend Sehstörungen möglich. „Der Grund: Bei einem unbehandelten oder schlecht eingestellten Diabetes mit hohen Blutzuckerwerten kommt es zu Stoffwechselstörungen in der Augenlinse, die zur Quellung der Linse führen“, sagt Prof. Susanne Trauzettel-Klosinski vom Department für Augenheilkunde der Universität Tübingen im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

Dadurch verändere sich ihre Brechkraft. „Wenn sich die Blutzuckerwerte infolge einer Änderung der Diabetestherapie auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert haben, normalisiert sich der Stoffwechsel in der Augenlinse und die Brechkraft ändert sich erneut.“ Dies dauert der Expertin zufolge unter Umständen mehrere Wochen. „Während dieser Phase sollten Sie sich keine neuen Gläser anpassen lassen.“

Grundsätzlich sollten sich Diabetespatienten bei neu auftretenden Sehstörungen immer sofort an einen Augenarzt wenden.

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