Kreativität bereichert und heilt – Schöpferische Aktivitäten stärken die Seele und lindern Schmerzen

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Malerei oder Handarbeit, Musik oder Fotografie – kreative Beschäftigungen sind Forschern zufolge ein Schlüssel zu einem gesunden Alter und lindern Krankheiten. „Die Erfahrung, schöpferisch zu sein, wirkt ebenso anregend wie beglückend“, erläutert Professor Andreas Kruse, Alternsforscher an der Universität Heidelberg, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Denn kreative Aktivitäten schlagen eine Brücke von der linken Hirnhälfte – der Heimat des nüchternen Verstands – zur gegenüberliegenden Seite, die als Quelle von Gefühlen und Ideen gilt.

Daher sind sie laut Dr. Franz Pfitzer, dem Chef der Psychosomatik an der Simssee Klinik in Bad Endorf, auch eine höchst wirksame Therapie. Beispiel Depression: „Der Patient sieht, da ist doch noch was an Farbe und Lebendigkeit in mir. Da entsteht nicht nur Schwarz auf dem Bild!“ Auch Menschen mit chronischen Schmerzen kommt schöpferisches Tun zugute: „Statt eines Gefühls nehmen die Betroffenen oft nur noch den Schmerz wahr“, schildert Pfitzer.

Kreative Therapien seien ideal, um die Fehlschaltung zu korrigieren. Besonders dankbar für kreative Impulse sind demenzkranke Menschen, wie der Frankfurter Psychiatrie-Professor Johannes Pantel sagt. „Während die Sprache früh schwindet, bleiben Gefühle, Intuition und handwerkliches Können lange erhalten.“

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