Wissenschaftliche Studie zeigt die Gefahr Energy Drinks mit Alkohol zu mischen

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Der Trend immer öfter, sowie auch immer mehr Energy Drinks zu konsumieren, scheint besonders bei jungen Menschen kein Ende zu nehmen. Es ist heutzutage nicht mehr ungewöhnlich Kinder und Teenager schon vor Schulbeginn, wie Junkies zu den bunten Dosen greifen zu sehen. Unter Wissenschaftlern und Ärzten ist parallel dazu schon seit Längerem eine hitzige Diskussion über die möglichen, negativen Auswirkungen auf die Gesundheit bei langfristigem Konsum dieser koffeinhaltigen Muntermacher ausgebrochen. In diesem Zusammenhang wird auch ernsthaft die Einführung eines generellen Verkaufsverbots für Kinder und Jugendliche überlegt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in dieser Debatte bereits klar Stellung bezogen und sich für ein derartiges Verkaufsverbot für unter 18-Jährige ausgesprochen.

Obwohl bislang noch eindeutige Ergebnisse über die vom langfristigen Konsum von Energy Getränken ausgehenden Gefahren fehlen, scheint sich aber die Erkenntnis immer mehr durchzusetzen, dass insbesondere die Kombination mit Alkohol gesundheitlich durchaus problematisch sein kann.
Eine jüngst veröffentlichte Studie an Mäusen brachte beispielsweise besorgniserregende Ergebnisse bezüglich dieser Gefahren zutage. Der Mix hat nämlich bei den Versuchstieren ähnliche körperliche wie auch neurochemische Auswirkungen wie der Konsum von Kokain gezeigt und sowohl das Verhalten als auch die Neurochemie in den Hirnen der Tiere verändert. Ähnlich wie nach der Einnahme von Kokain, wurden die Mäuse beispielsweise nach dem gemeinsamen Konsum von hochprozentigem Alkohol mit den Wachmachern wesentlich aktiver. Es blieb aber nicht nur dabei. Auf biochemischer Ebene waren höhere Konzentrationen gewisser gefährlicher Proteine bei den Versuchstieren festzustellen, die den bekannten Effekten bei Drogenkonsum von Kokain oder Morphin sehr ähnelten.

Neben vieler Jugendlicher konsumieren aber inzwischen auch Erwachsene regelmäßig diese Energie verleihenden Getränke. Wenig überraschend sind sie auch bei Spitzensportlern extrem beliebt, da von ihnen aufgrund des hohen Gehalts an Zucker und Koffein kurzfristig natürlich stimulierende sowie leistungssteigernde Wirkungen ausgehen. Neben diesen zwei bekannten Inhaltsstoffen enthalten aber die meisten Energy Drinks auch noch Carnitin, Ginseng, Taurin oder Kreatin, welche bei Muskelverspannungen und auch bei der Fettverbrennung helfen können.

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Bild Quelle: bwin

Negativ sind hingegen die Auswirkungen auf das Gehirn zu sehen. Ist nämlich der Energieschub für den Körper, speziell bei Sportlern, positiv zu werten, kommt es durch das Koffein zu einer Freisetzung von Neuronen im Hirn, was wiederum eine Reaktion wie bei einem körperlichen Angriff auslöst. Dieser „Alarm-Zustand“ kann dann langfristig auch bei hoher Regelmäßigkeit, zu Rastlosigkeit und Schlafstörungen führen.

Unter dem Strich ist also, trotz des bisherigen Fehlens endgültiger Ergebnisse, davon auszugehen, dass die koffeinhaltigen Muntermacher erst im Zusammenspiel mit Alkohol bzw. bei regelmäßigem und überhöhtem Konsum, als gefährlich für die Gesundheit eingestuft werden sollten. Bleibt der Konsum hingegen in einem natürlichen Rahmen und wird zudem von einem gesunden Lebenswandel begleitet, kann er sich sogar durchwegs positiv auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden auswirken.

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