Faserart spielt für Textil-Allergien kaum eine Rolle

Wer auf hautfreundliche Mode Wert legt, sollte beim Einkauf nicht nur auf das Material achten. „Ob die Haut auf Textilien allergisch reagiert, hat mit der Faserart meist nichts zu tun“, sagt die Chemikerin Dr. Silvia Pleschka vom Deutschen Allergie- und Asthmabund im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Allergene können in Stoffen aus Naturfasern genauso vorhanden sein wie in Chemiefasern.“

Problematisch werden Textilien eher durch die Veredelung, also durch Farben und Ausrüstungsmittel. Diese lösen möglicherweise allergische Reaktionen aus, eine sogenannte Textildermatitis. Steht auf dem Etikett etwa „knitterfrei“, „hochveredelt“ oder „geruchshemmend“, kann das auf den Einsatz spezieller Ausrüstungschemikalien hinweisen.

Farben lösen häufig Textilien-Kontaktallergien aus. Helle Kleidung ist eher unbedenklich als dunkle, Textilien mit Hinweisen wie „separat waschen“ und „kann abfärben“ besser meiden. Sie setzen viel Farbe frei. Vor dem ersten Tragen sollten Textilien immer gewaschen werden – wenn möglich mehrmals. Das reduziert Rückstände aus der Produktion.

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