Am 31. Mai ist Welt-MS-Tag: Kinderwunsch bei Multipler Sklerose

Etwa 30 Prozent der mehr als 200.000 MS-Erkrankten in Deutschland sind zwischen 20 und 40 Jahre alt. Vor dem Hintergrund ihrer lebenslangen Erkrankung, deren Verlauf nicht absehbar ist, spielen Themen wie Kinderwunsch und Schwangerschaft eine große Rolle. Um Betroffene unabhängig und professionell zu beraten, hat die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft das Projekt „Plan Baby bei MS“ ins Leben gerufen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit einem Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Neurowissenschaften unterstützt die Telefonberatung mit einer Kampagne zum Welt-MS-Tag.

MS-Patientinnen und -Patienten sind beim Thema Kinderwunsch häufig sehr verunsichert und haben viele Fragen. Doch die ersten Ansprechpartner wie. z.B. Gynäkologen, können zu MS-spezifischen Fragen oft nicht direkt weiterhelfen. Betroffenen steht nun unter 0211/933 040 ein Beratungstelefon der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zur Verfügung. Speziell fortgebildete Mitarbeiterinnen in den Sozialdiensten der DMSG-Landesverbände beraten unabhängig und individuell zu psychosozialen Themen und klären Unterstützungsbedarf. Bei medizinischen Fragen vermittelt der jeweilige Landesverband den Kontakt zu regionalen Netzwerkpartnern (z.B. MS-Zentren, MS-Schwerpunktpraxen etc.), darunter auch zur Initiatorin des Deutschen Multiple Sklerose und Kinderwunschregisters in Bochum, PD Dr. med. Kerstin Hellwig. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ist Schirmherrin vom Projekt „Plan Baby bei MS“. Die Hertie-Stiftung förderte es im Rahmen ihres Projekts mitMiSsion.

Die Hertie-Stiftung nimmt den Welt-MS-Tag (www.ghst.de/welt-ms-tag) als Anlass, um auf das Thema Familienplanung bei MS aufmerksam zu machen. Sie unterstützt daher den Start des Beratungstelefons mit einer ansprechend gestalteten Postkarte, die in mehreren deutschen Städten verteilt wird und von Ärzten kostenfrei zur Auslage in Praxen bestellt werden kann (per Mail an kommunikation@ghst.de). „Familienplanung ist für junge Menschen ein so wichtiges Thema, das nicht an falscher oder fehlender Beratung scheitern darf – wir sind ganz froh, die Betroffenen hier unterstützen zu können“, so Dr. Eva Koch, Leiterin der MS-Projekte bei der Hertie-Stiftung.

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