Wie man die Macht der Worte hervorragend für seine Gesundheit nutzen kann

Worte können in uns große Gefühle auslösen wie Leidenschaft, Hoffnung oder Lebensfreude, aber auch Angst, Misstrauen oder Verzweiflung. Und die Macht der Worte können wir auch für unsere Gesundheit nutzen. Ob und wie das geht, hat Max Zimmermann für uns in Erfahrung gebracht: Wie Menschen mit einer Krankheit über sie reden, beeinflusst ihr Wohlbefinden ganz erheblich, sagt uns Chefredakteurin Anne-Bärbel Köhle vom Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber. Und erklärt uns, warum Worte für uns eine so große Bedeutung haben:

„Das ist ganz einfach: Mit Worten transportieren wir versteckte und offene Botschaften ganz oft, ohne dass uns das selbst bewusst ist. Nehmen wir mal ein ganz einfaches Beispiel. Ihnen ist was schiefgegangen. Da können Sie zu sich selbst sagen: ‚Ich hab‘ versagt‘, was schon sehr selbstbestrafend ist, oder Sie können sagen: ‚Ich hab‘ einen Fehler gemacht‘. Und damit sagen Sie im Grunde: ‚Ich kann es auch wieder besser machen‘.“

Warum spielt neben der Wortwahl auch die Körpersprache so eine zentrale Rolle?

„Wir wissen ja aus vielen Studien und vielen Erkenntnissen, dass Körper und Seele ganz eng miteinander verbunden sind. Wenn man zum Beispiel seine Mimik, seine Gestik und seine Haltung ändert, ändert man automatisch auch seine Gefühle. Wenn man aufrecht dasteht, mit einem Lächeln fühlt man sich einfach anders, nämlich selbstbewusster, und das wirkt auch auf andere und strahlt nach innen ab.“

Sprecher: Nun hört man immer wieder, dass die richtigen Begriffe in allen Bereichen des Lebens helfen sollen. Wie wichtig ist die Wortwahl zum Beispiel bei Krankheiten?

„Ich finde, die ist sogar ganz besonders wichtig, denn sie legt fest, wie wir uns mit unserer Krankheit fühlen. Nehmen Sie zum Beispiel Diabetes. Sie können unter Diabetes leiden oder Sie können mit Diabetes leben. Wenn Sie mit Diabetes ‚leben‘, sind Sie natürlich viel stärker, als wenn Sie darunter ‚leiden‘.“

Man sollte also häufiger ganz bewusst innehalten und sich klarmachen, was für Begriffe man wählt und sich dann fragen, welches Gefühl dieses Wort in einem und bei anderen auslöst, rät der Diabetes Ratgeber.

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