Eine schwere Krankheit stellt das eigene Leben auf den Kopf, und setzt auch Partner, Familie, Freunde und Kollegen unter Stress und Druck. Wie sollen sie mit der Situation am besten umgehen? Im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ rät Dr. Susanne Weg-Remers, die den Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg leitet, zu einer offenen Kommunikation. „Einstiegssätze könnten zum Beispiel sein: ‚Ich habe gehört, was passiert ist. Wie wäre es dir am liebsten wie wir damit umgehen?‘ Dann kann der Patient frei entscheiden, mit wem er wie über seine Krankheit reden will.“

Wenn aus Hilflosigkeit oder falscher Rücksicht das Gespräch ganz gemieden wird, ist das für Betroffene sehr belastend. Auch als Nachbar oder als Arbeitskollege kann man den Patienten immer ansprechen. Signalisiert der Erkrankte, dass er nicht über das Thema sprechen will, sollte man das respektieren. Und wenn derjenige aggressiv reagiert, dann darf man Grenzen setzen. Eine mögliche Reaktion wäre: „Ich kann dich verstehen, kann aber ja nichts dafür. Was können wir tun“?

Laut Weg-Remers suchen Frauen in einer Krankheitssituation mehr nach sozialer Unterstützung, während Männer sich eher zurückziehen und weniger über das reden, was sie belastet. Dieser Rückzug kann als Selbstschutz notwendig sein. Kommen zum Rückzug aber eine stark gedrückte Stimmung und Schlafstörungen dazu, kann sich eventuell eine Depression entwickeln. Dann sollte man versuchen, den Betroffenen davon zu überzeugen, sich ärztliche Hilfe zu holen.

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