Harnwegsinfekte mit den richtigen Antibiotika behandeln

Vor allem Frauen sind von Harnwegsinfekten betroffen, die sich unter anderem durch erhöhten Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen äußern. Die Infekte lassen sich mit Medikamenten gut behandeln. „Nicht immer ist ein Antibiotikum nötig – aber wenn, dann bitte das richtige“, sagte Edith Bennack beim pharmacon, einem internationalen Kongress der Bundesapothekerkammer. Die Apothekerin leitet die Apotheke des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Köln und hat sich zur Antibiotic-Stewardship-Expertin spezialisiert.

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Blasenentzündung: Oft geht es auch ohne Antibiotika

klo

Ein Harnweginfekt lässt sich in vielen Fällen auch ohne Antibiotika überstehen. Ist die Blasenentzündung unkompliziert, können pflanzliche Alternativen helfen, zum Beispiel Senföl-Glykoside aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Die Apothekerin Helge-Kristine Gross aus Kempten empfiehlt im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ Tees, die die Keime aus der Blase spülen und die Harnwege desinfizieren. Die Tees enthalten zum Beispiel Teile von Goldrute, Orthosiphon, Birke oder Brennnessel, die wassertreibend wirken.

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Giftgefahr in gesundem Essen: Die perfiden Tricks der Lebensmittelindustrie

Pestizide, Antibiotika, Farbstoffe und mehr: Fast alle Lebensmittel sind inzwischen mit Giftstoffen belastet. Auch in scheinbar gesundem Essen lauern viele Gefahren. Doch was genau steckt wo drin? Welche Auswirkungen haben die Substanzen auf den menschlichen Körper? Und wie können sich Verbraucher schützen? Das Wissensmagazin welt der wunder hat in seiner aktuellen Ausgabe (Heft 5/2015) namhafte Experten befragt und in einer großen Food-Reportage die wichtigsten Daten und Fakten zu belasteten Nahrungsmitteln zusammengefasst.

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60. Todestag von Sir Alexander Fleming: Entdeckung der Antibiotika war ein pharmazeutischer Durchbruch

Antibiotika sind aus dem heutigen Arzneimittelschatz nicht mehr wegzudenken und sehr segensreich. „Früher kam eine Infektion oft einem Todesurteil gleich. Erst durch die Antibiotika hat sich das geändert“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, anlässlich des morgigen 60. Todestags von Sir Alexander Fleming.

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Apotheker klären über richtige Antibiotika-Einnahme auf

Antibiotika könnten langfristig ihre Wirksamkeit verlieren. Immer häufiger kommt es zu Infektionen durch resistente Bakterien, bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken. „Durch eine verantwortungsvolle Anwendung von Antibiotika können Resistenzen vermieden werden. Jeder Patient ist mit dafür verantwortlich, dass Antibiotika wirksam bleiben“, sagt Karin Graf, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

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Antibiotika – richtig anwenden ist wichtig

Am 18. November findet zum fünften Mal der Europäische Antibiotikaresistenztag statt. Ziel des Tages ist es, über die umsichtige Anwendung von Antibiotika zu informieren und die Risiken des unangemessenen Einsatzes aufzuzeigen. Nach wie vor werden Antibiotika in vielen Fällen angewendet, in denen es nicht oder nicht in dem Umfang erforderlich wäre.

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Pädiater verordnen bei Ohrenschmerzen nur halb so oft Antibiotika wie Hausärzte

33 Prozent der Hausärzte verordnen Kindern bei nicht eitrigen Mittelohrentzündungen Antibiotika, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ unter Berufung auf Zahlen der Bertelsmann-Stiftung. Kinderärzte sind weitaus zurückhaltender: Nur 17 Prozent wählen diese Therapie. Unnötige Verordnung von Antibiotika ist ein Grund für das vermehrte Auftreten von resistenten Krankheitskeimen, gegen die diese Medikamente nicht mehr helfen.

Mittelohrentzündung: Kinder bekommen 26 Prozent häufiger Antibiotika verordnet

Kinder bekommen bei einer Mittelohrentzündung immer häufiger Antibiotika verordnet. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) für den Zeitraum 2008 bis 2010. Die Anzahl der Fälle, bei denen Kinder zwischen drei und zwölf Jahren mit der Diagnose „Mittelohrentzündung“ ein Antibiotikum verschrieben bekommen haben, ist innerhalb von nur zwei Jahren um 26 Prozent gestiegen. Die Ergebnisse sind um das Versichertenwachstum der TK bereinigt.

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Massiver Antibiotika-Einsatz bei Masthähnchen nachgewiesen

In der Hähnchenmast werden nach einer bundesweit bisher einmaligen Studie des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz deutlich mehr Antibiotika eingesetzt als bislang angenommen. Danach sind in 83 Prozent der untersuchten Mastdurchgänge – die Zeit vom Schlüpfen der Küken bis zur Schlachtung – antimikrobiell wirksame Mittel verabreicht worden. Dabei haben Mäster zum Teil bis zu acht verschiedene Antibiotika ins Futter gemischt. Das geht aus einer vom nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministerium in Auftrag gegebenen Studie hervor, die dem Radioprogramm NDR Info in Auszügen vorliegt. Die Überwachungsbehörden haben die Daten von 962 Hähnchenmastdurchgängen aus 182 Betrieben im ersten Halbjahr 2011 systematisch ausgewertet. Es ist die erste Studie bundesweit mit belastbaren Daten zum Antibiotika-Einsatz. Die Studie legt den Schluss nahe, dass Mäster Antibiotika trotz Verbots als Wachstumsdoping einsetzen. Das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen wollte die Studie nicht kommentieren, da die Auswertung andauert.

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Länderminister und Tierärzte halten Erfassung von Antibiotika-Einsatz für mangelhaft

Die Landwirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, Johannes Remmel (Grüne) und Gert Lindemann (CDU), halten die Kontrolle des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung nach Informationen des Nachrichtensenders NDR Info für unzureichend. Besonders kritisch sehen beide, dass für den Einsatz von Medikamenten bei Geflügel keine nach Regionen aufgeschlüsselten Daten erhoben werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte diese Ausnahme mit Verweis auf datenschutzrechtliche Bedenken zugelassen. „Hier wird unter dem Deckmantel des Datenschutzes versucht, die Wege der Antibiotika-Ströme zu verschleiern“, sagte Landwirtschaftsminister Remmel. Er kündigte gegenüber NDR Info an, eine Bundesratsinitiative anzustreben. Gleiches behält sich sein Amtskollege aus Niedersachsen, Gert Lindemann, vor. Auch die bayerische Landestierärztekammer bewertet die Verordnung kritisch und fordert Nachbesserungen. Die Bundestagsfraktion der Grünen bringt Donnerstag, 7. Juni, einen Antrag für eine entsprechende Änderung ins Parlament ein. Experten halten den regelmäßigen Einsatz von Antibiotika für gefährlich, weil dadurch multiresistente Keime (MRSA) entstehen, die im schlimmsten Falle zum Tode führen können.

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