Bei Arzneimitteln zur Inhalation ist pharmazeutischer Sachverstand besonders gefragt

Bei Arzneimitteln zur Inhalation kommt es nicht nur auf den Wirkstoff an. Das Applikationssystem spielt eine große Rolle, unterscheidet sich aber zwischen Präparaten verschiedener pharmazeutischer Hersteller. Wenn Arzneimittel zur Inhalation verordnet werden, können Apotheker bei der Rezeptbelieferung die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Patienten über die Anforderungen eines Rabattvertrags stellen. Apotheker können dann im begründeten Einzelfall auf einen Austausch laut Rabattvertrag verzichten und genau das Präparat abgeben, das der Arzt auf dem Rezept verordnet hat. „Der Begriff ‚Pharmazeutische Bedenken‘ ist eingeführt, aber aus meiner Sicht falsch. Denn er vermittelt den Eindruck, dass Apotheker Bedenkenträger seien. Richtig ist vielmehr, dass sie für einzelne Patienten pharmazeutische Probleme lösen“, sagte Prof. Dr. Rolf Daniels beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Der Apotheker lehrt Pharmazeutische Technologie an der Universität Tübingen.

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Einnahmefehler sind bei Medikamenten eher die Regel

Mehr als die Hälfte der Patienten nimmt ihre Medizin falsch, lückenhaft oder gar nicht ein. Gerade bei chronischen Leiden hat das fatale Folgen: Der Behandlungserfolg ist gering oder bleibt ganz aus, und die Lebensqualität sinkt. „Es ist nicht das seltene Problem einiger schwieriger Patienten, sondern eher die Regel“, urteilt Prof. Winfried Rief von der Universität Marburg, im Apothekenmagazin „Senioren-Ratgeber“.

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Was in eine Hausapotheke für Familien mit Kindern gehört

Ob Schnupfen oder Fieber – gut, wenn die Hausapotheke dann aufgefüllt ist. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ hat die Apothekerin Sophie Kelm aus Ellerau bei Hamburg gebeten, eine Hausapotheke für Familien mit Kindern zusammenzustellen.

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Grünes Rezept: Viele Krankenkassen erstatten auch rezeptfreie Arzneimittel

Auf das Grüne Rezept wird ab sofort ein Hinweis aufgedruckt, dass viele gesetzliche Krankenkassen ihren Versicherten die Kosten für bestimmte rezeptfreie Arzneimittel freiwillig zurückerstatten. Das Grüne Rezept ist eine Empfehlung des Arztes, der die Anwendung eines nicht verschreibungspflichtigen Medikaments aus medizinischer Sicht für notwendig erachtet. Gleichzeitig dient es dem Patienten als Merkhilfe bezüglich Name, Wirkstoff und Darreichungsform.

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Nebenwirkungen im Beipackzettel: Nicht verunsichern lassen

Die Auflistungen der Nebenwirkungen im Beipackzettel verunsichern viele Patienten, vor allem wegen der Angaben zu ihrer Häufigkeit. „Wenn eine Nebenwirkung laut Packungsbeilage ‚häufig‘ auftritt, entspricht das nicht dem, was man landläufig darunter versteht“, sagt Gabriele Overwiening aus dem Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer. Wenn eine Nebenwirkung laut Beipackzettel ‚häufig‘ auftritt, leidet darunter weniger als einer von zehn Anwendern. ‚Gelegentliche‘ Nebenwirkungen betreffen weniger als einen von 100 Anwendern. Overwiening: „Bevor man aus Angst vor Nebenwirkungen ein Medikament nicht einnimmt, sollte man mit dem Apotheker über Risiken sprechen. Durch sachliche Information und das persönliche Gespräch kann er die Einnahmetreue in vielen Fällen verbessern.“

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Zu viele neu auf den Markt gebrachte Medikamente bringen keinen Fortschritt

Nur jedes zweite neu zugelassene Medikament hat im Vergleich zu einem Vorgängerpräparat einen Zusatznutzen. Zu diesem Ergebnis kommt laut „Apotheken Umschau“ eine Untersuchung der DAK-Gesundheit. Seit 2011 müssen neue Medikamente auf ihren Zusatznutzen überprüft werden. So soll die Rate an Arzneien, die keinen therapeutischen Fortschritt bringen, gesenkt werden. Die Auswertung ergab, dass Ärzte nach wie vor auch diese Wirkstoffe in großer Menge verschreiben.

Arzneimittel bei Kindern: Nur der Arzt sollte die Dosis ändern

Arzneimittel muss man nicht nur regelmäßig, sondern auch unbedingt in der Dosis einnehmen, die der Arzt verschrieben hat. Das gilt ausdrücklich auch für Kinder. „Manche Eltern geben ihren Sprösslingen eigenmächtig nur die Hälfte einer Tablette, weil sie meinen, dadurch mögliche Nebenwirkungen verhindern oder abschwächen zu können“, sagt Dr. Nicole Armbrüster, Arzneimittelexpertin beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI).

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Riskante Tablettencocktails

Patienten, die sich gut über ihre Krankheit informieren, sind manchmal irritiert, wenn ihr Arzt ihnen nicht all das verordnet, was sie als Standard in einer Leitlinie gelesen haben. Der Grund: Der Arzt muss Risiken abwägen, die in der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten gegen mehrere Krankheiten liegen, berichtet das Patientenmagazin „HausArzt“.

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Stammapotheke erhöht Arzneisicherheit

Patienten, die sich eine Stammapotheke suchen und ihre Rezepte nur dort einlösen, halten sich besser an ihre Therapie als jene, die wechselnde Apotheken nutzen. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Wissenschaftler der Universität Pittsburgh (USA). Auch das Risiko für Wechselwirkungen sei geringer.

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Multiple Sklerose: Hoffnung auf Fortschritte bei der Arzneimitteltherapie

Arzneimittel sind bei der Behandlung von Multipler Sklerose unverzichtbar. Sie können maßgeblich dazu beitragen, dass Patienten ihren Alltag bewältigen und sogar ihren Beruf weiter ausüben können. Das beweist auch die internationale Studie „Survey on employment and MS“ der Multiple Sklerosis International Federation (MSIF) von 2010. Die Forscher hatten weltweit 8.000 MS-Patienten zu den Gründen befragt, warum sie weiter berufstätig bleiben konnten. Der Grund „Medikation bzw. Behandlung von Symptomen“ kam dabei nach „stabiler Krankheitsverlauf“ auf den zweiten Platz, über 40 Prozent der Befragten gaben ihn an. Professor Dr. Lutz Harms, Neurologe an der Charité in Berlin weist im Gespräch mit dem BPI Pressedienst Arzneimittel noch auf einen anderen wichtigen Aspekt der MS-Therapie hin:

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