Ärzte erhalten weiter geheime Millionenzahlungen für Anwendungsbeobachtungen

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Im vergangenen Jahr haben Pharma-Unternehmen Ärzten für die Teilnahme an sogenannten Anwendungsbeobachtungen (AWB) Dutzende Millionen Euro gezahlt. Das zeigen Recherchen von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung und dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv. Insgesamt liefen 2015 mehr als 600 Anwendungsbeobachtungen. Über 150 neue AWB wurden gestartet – mehr als in den vorherigen zwei Jahren. Die Studien haben eine Laufzeit von teils mehreren Jahren, bei manchen sogar mehr als zehn oder 20 Jahre. Die vereinbarten Honorare liegen in der Regel bei mehreren Hundert, manchmal sogar bei mehreren Tausend Euro pro Patient. Etwa jeder zehnte niedergelassene Arzt nahm 2015 nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an solchen Studien teil: insgesamt knapp 13.000 Mediziner, außerdem rund 4000 Klinikärzte.

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Schlechtes Praxismanagement – Lange Wartezeiten beim Hausarzt sollten die Ausnahme sein

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Lange Wartezeiten beim Hausarzt sind nicht immer vermeidbar, zur Regel werden sollten sie nicht. Das spricht dann eher für ein schlechtes Praxismanagement oder gar für Rücksichtslosigkeit des Arztes. Die Leiterin der Abteilung Patienteninformation beim Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin in Berlin, Corinna Schaefer, betont im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“: „Wer regelmäßig mehr als eine Stunde warten muss, sollte sich schon überlegen, ob der Arzt so gut ist, dass man das in Kauf nimmt.“

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Bei einer Knieprothesen-OP sollten Patienten auf Ärzte mit Routine setzen

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Vor einer Knieprothesen-Operation sollten Patienten sich über die Erfahrung des Operateurs gut informieren. Der Generalsekretär der AE – Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik, Prof. Karl-Dieter Heller, rät Patienten im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ dazu, ihren Arzt konkret danach zu fragen, wie viele Prothesen er pro Jahr einsetzt. „50 ist eine Richtzahl, welche eher für Erfahrung spricht.“ Als Orientierung kann auch ein Qualitätssiegel dienen, das sich Kliniken freiwillig ausstellen lassen können.

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Hüfte unter Kontrolle – Warum eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte bei der U3 so wichtig ist

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Ein Ultraschall im Rahmen der U3 kann bei Babys eine Hüftreifungsstörung frühzeitig aufdecken – doch bundesweit 50.000 bis 70.000 Kinder pro Jahr erhalten diese wichtige Untersuchung nicht, so Zahlen der Deutschen Gesellschaften für Orthopädie und Unfallchirurgie. Um Spätschäden zu vermeiden, sollten Eltern auf jeden Fall alle U-Termine wahrnehmen und bei der U3 darauf achten, dass die Hüftsonografie gemacht wird. Darauf weist das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ hin. Will der Kinderarzt die Untersuchung nicht selbst vornehmen, können Eltern demnach eine Überweisung zum Kinderorthopäden einfordern.

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Immer alle Medikamente angeben

Vom Hausarzt gut eingestellte Bluthochdruckpatienten, die von einem Facharzt weitere Medikamente verschrieben bekommen, sollten unbedingt auf ihre Hochdruck-Tabletten hinweisen, denn bestimmte Wirkstoffe können den Blutdruck in die Höhe treiben. Die „Apotheken Umschau“ nennt als Beispiele Entzündungshemmer, Östrogene, Antidepressiva und Neuroleptika.

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In solchen Fällen kann dann nach einer geeigneten Kombination gesucht werden. Grundsätzlich muss jeder Arzt die gesamte Medikation eines Patienten kennen.

Skrupellose Geschäfte mit dem Krebs

Es geht um den Vorwurf des Abrechnungsbetrugs, um die fehlende Unabhängigkeit von Ärzten und um zweifelhafte Methoden, unter denen Chemotherapien hergestellt wurden: Das Hamburger Magazin stern veröffentlicht in seiner neuen Print-Ausgabe, die bereits an diesem Mittwoch erscheint, Recherchen zum Treiben des Hamburger Millionärs Günter Zeifang. Sie zeigen, dass das Geschäft mit dem Krebs mit großer Gier betrieben wird – und mit zuweilen dubiosen Methoden. Nach stern-Informationen ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft.

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Zweitmeinung: Das sollten Patienten beachten

Das Zweitmeinungsverfahren kommt. Das sogenannte Versorgungsstärkungsgesetz, das das Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung beinhaltet, soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Vor einer geplanten Operation haben damit Versicherte künftig das Recht, den Eingriff mit einem anderen Arzt in einer Praxis, einem Krankenhaus oder einem medizinischen Versorgungszentrum zu besprechen. Wie sollten Patienten sich nun verhalten?

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Dem Gesetz zufolge soll vor allem vor einer Operation die Zweitmeinung die Regel sein. So können sich die Versicherten darauf verlassen, dass nur solche Eingriffe durchgeführt werden, die auch tatsächlich medizinisch notwendig sind. Der behandelnde Arzt muss den Patienten auf dieses neue Recht hinweisen. Die Asklepios Kliniken Hamburg geben die fünf wichtigsten Tipps und Informationen:

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Ärztestatistik 2014: Etwas mehr und doch zu wenig

„Etwas mehr und doch zu wenig“, so fasste Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ergebnisse der Ärztestatistik für das Jahr 2014 zusammen. Wie aus den Daten der BÄK hervorgeht, erhöhte sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 365.247. „Dieses leichte Plus reicht bei Weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben“, sagte Montgomery.

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Jeder Zweite hat schon einmal das Urteil einen zweiten Arzt eingeholt

Bei manchen Diagnosen ist das Urteil eines weiteren Arztes sinnvoll. Die „Apotheken Umschau“ berichtet über eine Befragung der Asklepios-Kliniken Hamburg und des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung unter 1000 Teilnehmern, laut der jeder Zweite schon mal eine solche Zweitmeinung eingeholt hat.

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Studie: Zwei Drittel der Deutschen googlen nach dem Arztbesuch

Deutschlands Patienten werden immer selbstbewusster. Diagnosen und Behandlungsempfehlungen ihrer behandelnden Ärzte nehmen viele nicht mehr einfach so hin, sondern konsultieren gleich im Anschluss „Dr. Google“ oder ihr persönliches Netzwerk. 65 Prozent der Bundesbürger recherchieren nach einem Arztbesuch regelmäßig in Foren und Gesundheitsportalen zu ihrer Erkrankung und den möglichen Behandlungsmethoden. Weitere 17 Prozent haben das schon einmal gemacht. Dies sind Ergebnisse der Studie „Zweitmeinungsverfahren aus Patientensicht“ der Asklepios Kliniken, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

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