Telemedizin: Viele Deutsche hätten Angst vor Fehldiagnosen und Datenmissbrauch

Für die große Mehrheit der Bundesbürger ist eine Online-Sprechstunde von Ärzten mit Ängsten und Sorgen verbunden. Eine repräsentative GfK-Umfrage für das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ ergab, dass 81,9 Prozent der Frauen und Männer bei einer Fernbehandlung Angst hätten, dass es zu Fehldiagnosen kommen oder eine Krankheit übersehen werden könnte. 73,9 Prozent befürchten (zudem), dass man bei der Telemedizin keinen Einfluss mehr darauf hätte, welcher Arzt einen behandelt.

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Behandlungsfehler? So gehen Sie vor

Es ist der Alptraum vor jedem medizinischen Eingriff: Was ist, wenn etwas schiefgeht? Zum Glück kommt das selten vor, aber wer glaubt, dass er durch eine Operation oder eine Behandlung einen Schaden davongetragen hat, kann etwas unternehmen. Ob man Ansprüche auf Schadensersatz hat, muss geprüft werden. Vor allen weiteren Schritten empfiehlt Konstanze Faßbinder von der „Apotheken Umschau“ ein Gespräch:

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So unzufrieden sind Patienten mit dem Arztbesuch / Jeder Zweite hat sich beim Arzt schon einmal nicht gut aufgehoben gefühlt

Patienten wollen ernst genommen und gut behandelt werden – egal, welchen Anlass es für einen Arztbesuch gibt. Eine Umfrage von Europas größter Online-Arztpraxis Zava (zavamed.com) zeigt jedoch, dass dies „in der Praxis“ längst nicht immer der Fall ist. Jeder Zweite (49,3 Prozent) der über 1.000 Befragten hat sich schon einmal bei seinem Arzt nicht gut aufgehoben gefühlt.

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Männer sollten regelmäßig zur Prostatakontrolle

Ein Großteil der Männer in Deutschland nutzt das Früherkennungsangebot beim Urologen nicht – dabei wäre spätestens ab dem 45. Lebensjahr eine regelmäßige Kontrolle der Prostata sinnvoll. Denn früher oder später verursacht diese bei jedem Mann Probleme.

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Manche Patienten haben ein Recht auf Hausbesuche des Arztes

Haben Patienten Schwierigkeiten, bei Bedarf vom Arzt einen Hausbesuch zu erhalten, sollten sie nach Expertenmeinung hartnäckig bleiben. „Manche Patienten finden sich damit ab, dass sie keinen Hausbesuch bekommen, obwohl sie das nicht müssten“, sagt der Geschäftsführer der unabhängigen Patientenberatung „Gesundheitsladen München“, Peter Friemelt, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Um einen Hausbesuch zu bekommen, muss grundsätzlich lediglich ein sogenannter Behandlungsvertrag zwischen Patient und Arzt bestehen.

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Früherkennung: Chancen und Risiken in Ruhe abwägen

Manche Ärzte bieten ihren Patienten neben kassenbezahlten Leistungen weitere Untersuchungen zur Früherkennung an, deren Kosten diese selbst übernehmen müssen. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ rät, diesen sogenannten IGeL (Individuellen Gesundheits-Leistungen) nicht voreilig zuzustimmen. Bei Früherkennungsuntersuchungen besteht kein Zeitdruck.

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Ärzte erhalten weiter geheime Millionenzahlungen für Anwendungsbeobachtungen

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Im vergangenen Jahr haben Pharma-Unternehmen Ärzten für die Teilnahme an sogenannten Anwendungsbeobachtungen (AWB) Dutzende Millionen Euro gezahlt. Das zeigen Recherchen von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung und dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv. Insgesamt liefen 2015 mehr als 600 Anwendungsbeobachtungen. Über 150 neue AWB wurden gestartet – mehr als in den vorherigen zwei Jahren. Die Studien haben eine Laufzeit von teils mehreren Jahren, bei manchen sogar mehr als zehn oder 20 Jahre. Die vereinbarten Honorare liegen in der Regel bei mehreren Hundert, manchmal sogar bei mehreren Tausend Euro pro Patient. Etwa jeder zehnte niedergelassene Arzt nahm 2015 nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an solchen Studien teil: insgesamt knapp 13.000 Mediziner, außerdem rund 4000 Klinikärzte.

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Schlechtes Praxismanagement – Lange Wartezeiten beim Hausarzt sollten die Ausnahme sein

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Lange Wartezeiten beim Hausarzt sind nicht immer vermeidbar, zur Regel werden sollten sie nicht. Das spricht dann eher für ein schlechtes Praxismanagement oder gar für Rücksichtslosigkeit des Arztes. Die Leiterin der Abteilung Patienteninformation beim Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin in Berlin, Corinna Schaefer, betont im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“: „Wer regelmäßig mehr als eine Stunde warten muss, sollte sich schon überlegen, ob der Arzt so gut ist, dass man das in Kauf nimmt.“

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Bei einer Knieprothesen-OP sollten Patienten auf Ärzte mit Routine setzen

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Vor einer Knieprothesen-Operation sollten Patienten sich über die Erfahrung des Operateurs gut informieren. Der Generalsekretär der AE – Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik, Prof. Karl-Dieter Heller, rät Patienten im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ dazu, ihren Arzt konkret danach zu fragen, wie viele Prothesen er pro Jahr einsetzt. „50 ist eine Richtzahl, welche eher für Erfahrung spricht.“ Als Orientierung kann auch ein Qualitätssiegel dienen, das sich Kliniken freiwillig ausstellen lassen können.

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Hüfte unter Kontrolle – Warum eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte bei der U3 so wichtig ist

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Ein Ultraschall im Rahmen der U3 kann bei Babys eine Hüftreifungsstörung frühzeitig aufdecken – doch bundesweit 50.000 bis 70.000 Kinder pro Jahr erhalten diese wichtige Untersuchung nicht, so Zahlen der Deutschen Gesellschaften für Orthopädie und Unfallchirurgie. Um Spätschäden zu vermeiden, sollten Eltern auf jeden Fall alle U-Termine wahrnehmen und bei der U3 darauf achten, dass die Hüftsonografie gemacht wird. Darauf weist das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ hin. Will der Kinderarzt die Untersuchung nicht selbst vornehmen, können Eltern demnach eine Überweisung zum Kinderorthopäden einfordern.

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