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Behandlung von Krebserkrankungen muss finanzierbar bleiben

Am 4. Februar wird mit dem Weltkrebstag die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen in das öffentliche Bewusstsein gerückt. „Wir haben in den vergangenen Jahren riesige Fortschritte gemacht, was die Behandlung von Krebskrankheiten betrifft. In den kommenden Jahren werden weitere innovative Therapien folgen. Um die bestmögliche Behandlung der betroffenen Patienten auch in Zukunft finanzierbar zu halten, können Biosimilars – also die Nachfolgepräparate biotechnologisch hergestellter Arzneimittel – einen ganz wesentlichen Beitrag leisten“, sagte Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars und Vorstand Hexal. „Um diese Einsparpotenziale zu nutzen, müssen mit Hilfe von regionalen Zielvereinbarungen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Diese sollten jetzt im Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz verankert werden“, so Eberhorn.

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Wie Sie Bisswunden richtig behandeln

zähne

Ein Streit unter kleinen Kindern um Bauklötze oder ein Puppenkleid kann schon mal mit einer Beißattacke enden. Ist die Haut trotz des Bisses unverletzt geblieben, reicht es dem Apothekenmagazin „Baby und Familie“ zufolge, die Stelle abzuwaschen. Ist die Haut verletzt, sollte sie unter fließendem Wasser gesäubert, anschließend desinfiziert und mit einer Kompresse abgedeckt werden.

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Wie sich chronische Beschwerden am besten bekämpfen lassen

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Der Schmerz dauert an, obwohl der Rücken wieder geheilt ist – für Experten nichts Ungewöhnliches. Denn Schmerz entsteht im Grunde erst auf dem Weg zum Gehirn, an mehreren Stationen kann er gedämpft, ausgeblendet oder aber verstärkt werden. Verändert sich diese Schmerzbahn, kann auch ein Schmerz entstehen, der gar keinen Auslöser im Gewebe hat. „Das bedeutet keineswegs, dass die Beschwerden eingebildet sind“, sagt Professorin Heike Rittner, Leiterin der Schmerztagesklinik an der Uniklinik Würzburg, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Vielmehr hat sich die körperliche Ursache verlagert.“

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Andauernde Schmerzen unbedingt bekämpfen

kopfschmerzen

Häufig wiederkehrende Schmerzen sind nicht nur eine Qual, sondern sie können auch schwerwiegende Folgen haben. „Feuern Muskeln, Sehnen, Nerven oder auch Narben über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten ständig Schmerzimpulse ins Gehirn und Rückenmark, verändert das unser gesamtes Nervensystem“, erläutert der Chefarzt der Ameos-Klinik für Anästhesiologie, Schmerz- und Palliativmedizin in Staßfurt, Dr. Ralf Rehwinkel, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

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Warum nicht jedes Wehwehchen bei Kindern behandelt werden muss

Schmerzen, die sich Kinder etwa bei Stürzen oder Stößen auf dem Spiel- oder Bolzplatz zuziehen, sollten nur so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie sie verdienen. Dazu rät Prof. Dr. med. Boris Zernikow, Leiter des Deutschen Kinderschmerzzentrums in Datteln, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Er hält nichts davon, kleine Wehwehchen mit Globuli, Salben oder kühlenden Stiften zu behandeln.

Das lenke die Aufmerksamkeit der Kinder erst recht darauf. Demgegenüber rät er, bei Krankheiten oder nach Operationen Schmerzen konsequenter zu behandeln und kritisiert, dass viele Eltern, aber auch Ärzte aus Angst vor Nebenwirkungen selbst bei schmerzhaften Erkrankungen wie einer Mittelohrentzündung Medikamente nur zögerlich geben. Die Folge könnten bei den Kindern eine auf Dauer niedrige Schmerzschwelle und auch chronische Schmerzen ohne nachweisbaren Auslöser sein.

Krebspatienten häufig in finanzieller Not

Bis zu 35 Prozent der Patienten mit Lymphdrüsenkrebs, die nach intensiver Behandlung geheilt sind, klagen in den nachfolgenden Jahren über finanzielle Probleme. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Studie der German Hodkin Study Group hervor, die dem ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ vorliegt. Die Studie stammt aus dem Jahr 2014. Befragt wurden über 1.000 Patienten. Eine weitere Langzeitstudie der Universität Heidelberg und der Medical Association of Saarland mit Brustkrebspatienten stellt fest, dass bei älteren Patienten (65 Jahre und älter) in rund 25 Prozent der Fälle finanzielle Probleme besonders häufig auftreten. Allerdings leiden auch die jüngeren Patienten (18-49 Jahre) unter finanziellen Engpässen: verglichen mit ihrer Altersgruppe rund dreimal häufiger (Acta Onkologica, 2013, 52).

Der führende Onkologe Prof. Bernhard Wörmann von der Charité nennt diese Entwicklung alarmierend. Kaum jemand spreche darüber, es sei ein Tabuthema: „Wenn wir Zahlen sehen, dass ein Viertel bis ein Drittel der Patienten Jahre nach einer Krebserkrankung unter finanziellen Problemen leiden, dann ist das ein riesiges Problem. Das wird so nicht wahrgenommen“, sagte er im Interview mit „Report Mainz“. Das sei eine sehr eigene belastende Dimension für Patienten: „Wir sehen, dass Patienten manchmal sogar durch die finanziellen Probleme stärker belastet sind kurzzeitig als durch die Krankheit selbst. Die Sorge, wie es der Familie weitergeht, wie man selbst über die Runden kommt, überlagert dann das Problem, was wir für wichtiger halten, nämlich des Gesundwerdens.“

„Report Mainz“ hat mehrere krebskranke Patienten nach ihren Einkommensverlusten befragt: Ein 48-jähriger Diplomingenieur, erkrankt am Schwarzen Hautkrebs, erhält jetzt 1.500 Euro weniger. Das ist minus 25 Prozent. Wenn jetzt unmittelbar sein Krankengeld ausläuft, droht ihm unter Umständen Erwerbsminderungsrente. Die beträgt im Durchschnitt 719 Euro. Ein 63-jähriger ehemaliger Betriebsleiter einer Matratzenmanufaktur, erkrankt am Bauchspeicheldrüsenkrebs, schon nach vier Monaten berentet, hat jetzt 500 Euro weniger, minus 33 Prozent. Besonders betroffen von solchen finanziellen Einschnitten sind Selbstständige. Ein 60 Jahre alter Tischler mit kleiner Firma, erkrankt am chronischen Blutkrebs, hat jetzt 700 Euro weniger, minus 70 Prozent.

Das Problem der Verarmung von Krebspatienten ist relativ neu und entsteht aus einer eigentlich sehr „erfreulichen Entwicklung“, sagt der Chefarzt Dr. Ulf Seifart von der Reha-Klinik Sonnenblick in Marburg: „Patienten können in einem zunehmenden Maße ihre Krebserkrankung ganz überleben und dadurch Probleme entwickeln, die wir viele Jahre gar nicht gesehen haben und auf die wir uns vom Gesundheitssystem her auch erst einmal einstellen müssen.“

Verarmten Krebspatienten könnte mit relativ einfachen Maßnahmen sehr wirkungsvoll geholfen werden, meinen Onkologen und Reha-Mediziner. Bis zu 78 Wochen können Patienten Krankengeld erhalten. Der tatsächliche Bezug ist meist sehr viel kürzer, weil auf diese Dauer Reha- und/oder Wiedereingliederungszeiten in den Arbeitsmarkt mit angerechnet werden. Hinzu kommt, dass diese Regelung von 78 Wochen völlig starr gehandhabt wird. Eine längere Bezugsdauer von Krankengeld würde schon vielen helfen: „Das wäre ein – wie ich finde – sehr guter Ansatz. Und gerade bei so langwierigen Therapieverläufen würde es den Patienten helfen, wenn das Krankengeld dann etwas länger gezahlt würde“, sagte der Reha-Arzt Ulf Seifart „Report Mainz“. Eine weitere Lösungsmöglichkeit bestünde im Ausbau einer unabhängigen Beratung für die Patienten. Gegenwärtig werden sie beraten von Krankenkassen, Rentenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit. Alle diese sozialen Sicherungssysteme haben ihre eigenen finanziellen Interessen, die oftmals konträr sein können zu denen der Patienten. Deshalb muss es für sie einen unabhängigen Berater geben – einen Lotsen: „Ein unabhängiger Lotse ist genau das, aber es muss ein qualifizierter Lotse sein und es muss dafür auch ein bestimmtes Curriculum da sein, was so ein Lotse leisten muss, wissen muss und dem Patienten auch liefern muss. Wichtig ist, dass es eine objektive und hochqualifizierte sozialmedizinische Beratung gibt“, meint Prof. Wörmann von der Charité.

Schwangere mit Übergewicht werden häufig falsch versorgt

Wenn adipöse Frauen schwanger werden, versuchen sie meist, ihr Gewichtsproblem auszublenden. Auch die betreuenden Hebammen und GynäkologInnen klammern das Thema häufig aus, stellte Dr. Katja Makowsky in einer qualitativen Studie fest und kommentiert: „Das Ausblenden der Adipositas aus dem geburtshilflichen Kontext ist als unzureichende Versorgung anzusehen, da betroffene Frauen auf diese Weise keine adäquate Unterstützung erfahren.“

Die Vorstellungen von Hebammen und GynäkologInnen „lassen meist eine fehlende Auseinandersetzung mit Adipositas als chronischer Erkrankung erkennen. Kritiklos wurden einseitige und teilweise veraltete Vorstellungen und Vorurteile zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Adipositas übernommen, die psychologischen Faktoren einen hohen Stellenwert beimessen. Neuere Erkenntnisse der Adipositasforschung scheinen der Professionellen in der geburtshilflichen Versorgung bislang weitgehend unbekannt. …

In Abhängigkeit von subjektiven Vorstellungen betreuender Professioneller zeigt sich eine Überversorgung adipöser Frauen mittels diagnostischer Maßnahmen und technischer Interventionen bei gleichzeitiger Vernachlässigung psychischer Aspekte.“ Die Autorin schließt aus ihrer Studie, „dass sich die Versorgung adipöser Frauen in der Geburtshilfe einseitig an der Vermeidung von Komplikationen, nicht aber an den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerungsgruppe orientiert.“

Der Pragmatismus der meisten HelferInnen wird am Statement eines Arztes deutlich: Ihm sei die „Dicke, die zwar Risiken mitbringt, sich aber an die Anweisungen hält, lieber als die schlanke Rechtsanwältin, die alles hinterfragt und den ärztlichen Rat nicht befolgt.“

Buchtipps:

Kleine Wunden richtig behandeln

Sommer ist toll. Das ist die Zeit, um zu grillen, zu schwimmen, zu wandern. Es ist aber auch die Zeit der kleinen Verletzungen. Da verbrennt man sich am Grill oder schürft sich am Schwimmbeckenrand den Arm auf. Damit kleine Wunden ohne Komplikationen und Narben verheilen, sollte man einige einfache Regeln beachten, sagt Chefredakteur Dr. Andreas Baum vom Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber:

Kleine Wunden, die desinfizieren am besten mit einem Desinfektionsmittel zum Aufsprühen, das brennt übrigens heute auch nicht mehr. Verunreinigungen, die tupfen Sie am besten mit einer sterilen Kompresse ab. Wenn Sie kein Desinfektionsmittel zur Hand haben, spülen Sie die Wunde einfach mit ein bisschen Leitungswasser ab. Dann kommt ein Pflaster drauf, bei etwas größeren, offenen Stellen eine sterile Auflage, die können Sie mit einer elastischen Binde befestigen.

Damit sich die Wunde gar nicht erst entzündet, sollten Sie nicht in die Wunde fassen und am besten Einmalhandschuhe anziehen. Außerdem sollte man sich um den Tetanus-Schutz kümmern:

Bei kleinen Wunden ist es wichtig, dass man an den Tetanus-Schutz denkt. Eine Auffrischimpfung, gegen die doch sehr gefährliche Infektion, ist in jedem Fall fällig, wenn die letzte Impfung schon mehr als 10 Jahre zurückliegt.

Dann gibt es Wunden, die man selber nicht mehr verarzten sollte:

Bei größeren Verbrennungen oder Verletzungen sollten Sie auf alle Fälle zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn Sie Anzeichen einer Infektion bemerken oder wenn sich das betroffene Körperteil taub anfühlt. Das könnte ein Hinweis auf eine Nervenverletzung sein. Und, man sollte immer einen Arzt bei Bisswunden aufsuchen, weil Krankheitserreger aus dem Speichel schwere Infektionen hervorrufen können.

Damit Sie bei kleinen Blessuren auch alles vorrätig haben, sollten Sie einen Blick in Ihre Hausapotheke werfen. Trennen Sie sich von alten Pflastern, die nicht mehr richtig kleben und von sterilen Wundauflagen, deren Verfalldatum abgelaufen ist und füllen alles zeitnah auf, rät der Diabetes Ratgeber.

Diabeteserkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln

Deutschland zählt zu den am höchsten entwickelten Staaten weltweit. Ein Umstand, der sich zunehmend auch am Gesundheitszustand der Bevölkerung ablesen lässt – allerdings nicht nur in positiver Hinsicht. Zwar steigt die Lebenserwartung hierzulande seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Doch nehmen auch die so genannten „Zivilisations- und Wohlstandskrankheiten“ in gleichem Maße bedrohlich zu.

Ein Beispiel: Über neun Prozent aller Frauen und knappe acht Prozent der deutschen Männer leiden mittlerweile an einer Diabeteserkrankung. Die meisten davon (über 90 Prozent) erkranken an dem früher als „Altersdiabetes“ bezeichneten Diabetes mellitus Typ II. Dabei ist „Zucker haben“ schon längst keine reine Alterserscheinung mehr: Immer jüngere, oft übergewichtige Menschen müssen heute lernen, mit einem krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel zurechtzukommen. Ein Los, das sich meist nur mit eiserner Disziplin und großer Opferbereitschaft tragen lässt. Dr. Stephan de la Motte von Harrison Clinical Research Deutschland erklärt, wie es zu einer Diabetes mellitus Erkrankung kommen kann, wie man sie rechtzeitig erkennt und was man dagegen unternehmen kann.

Was ist Diabetes und wie kommt es dazu?

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, die entweder in einem Insulinmangel oder einer verminderten Insulinwirkung begründet liegt. Seinen Namen hat der Diabetes mellitus dem Forscherdrang antiker Mediziner zu verdanken: Ist Insulin nämlich nicht ausreichend vorhanden, wird es nicht richtig verarbeitet oder fehlt es gar komplett im Blut, kann unser Körper den mit der Nahrung aufgenommen Zucker nur schlecht verarbeiten. Eine der Folgen: Der Urin eines Diabetikers wird „süß“ – und Schmecken war schon im Altertum ein probates Mittel medizinischer Diagnostik. Diabetes mellitus bedeutet demnach nichts anderes als „honigsüßer Durchfluss“.

Wie kann ich eine Zuckererkrankung frühzeitig erkennen?

Gerade beim weit verbreiteten Typ II merken viele Betroffene oft jahrelang überhaupt nichts von ihrer Erkrankung – oder können die allgemeinen Beschwerden wie Müdigkeitszustände, Schwächegefühl, Sehstörungen, häufige Blasenentzündungen oder gesteigerte Infektionsneigung nicht richtig zuordnen. Im fortgeschrittenen Zustand kommt es zu Schädigungen von Herz, Nieren, Augen, Blutgefäßen oder Nervensystem – oder sogar dem so genannten „diabetischen Fuß“, der bis zur Amputation führen kann. Zudem tritt die Zuckerkrankheit häufig im Rahmen des metabolischen Syndroms auf. Dieses „Wohlstandssyndrom“ geht in der Regel mit Warnzeichen wie Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck einher. Die Betroffenen sind eher älter – doch auch die Zahl an übergewichtigen Kindern mit Diabetes mellitus Typ II nimmt immer weiter zu.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Während bei einem Diabetes mellitus Typ I das fehlende Insulin im Blut mit Hilfe von Medikamenten ersetzt werden muss, können Diabetiker Typ II schon mit einem veränderten Lebensstil viel bewirken. So sollten sie unbedingt auf eine gesunde Ernährung achten und sich ausreichend bewegen. Auch eine Gewichtsabnahme ist gerade bei übergewichtigen Patienten sehr zu empfehlen. Reichen diese Maßnahmen allerdings nicht aus, kann auch hier nicht auf Medikamente verzichtet werden.

Was kann ich tun, um die Diabetes-Forschung zu unterstützen?

Forschungsinstitute wie Harrison Clinical Research Deutschland bemühen sich, Therapien bei und Medikamente gegen zu hohen Blutzucker weiter zu verbessern – aktuell zum Beispiel im Rahmen einer klinischen Studie mit Diabetikern Typ II (http://www.harrison.de/diabetes-2-studie).

Über den Harrison Experten

Dr. Stephan de la Motte, Jahrgang 1957, ist seit über 20 Jahren in der medizinischen Forschung tätig. Als Chief Medical Officer bei Harrison Clinical Research in München betreut und verantwortet er bereits in der zweiten Dekade erfolgreich eine Vielzahl klinischer Studien zu Themen wie Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Sein Erfahrungsschatz aus über 160 Einzel-Studien der Phasen I, II, III macht den Autor zahlreicher Fachbeiträge damit zu einem Ansprechpartner für viele medizinische Alltagsfragen.

Quelle:  „Harrison Clinical Research Deutschland“

Kopfschmerzen – Wie man den Schmerz im Kopf wirksam bekämpfen kann

Wohl jeder kennt Kopfschmerzen, wenn es hinter der Stirn pocht, dumpf drückt oder der Schmerz sich wie ein Schraubstock um den Kopf legt. Kopfschmerzen können viele Ursachen haben, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Wir wollen uns heute aber nicht mit den Ursachen beschäftigen, sondern wollen wissen, welche Wirkstoffe bei Kopfschmerzen helfen, dazu Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum:

Gerade wenn Sie mittelschwere bis starke Kopfschmerzen haben, dann helfen Ihnen Medikamente mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure kurz ASS, Paracetamol oder z.B. Ibuprofen. Und Sie sollten auch bedenken, dass auch rezeptfreie Schmerzmittel ernsthafte Nebenwirkungen haben können. Deswegen bitte vorher immer unbedingt vom Apotheker oder vom Arzt beraten lassen.

Wichtig ist, dass man das Medikament sofort einnimmt und nicht wartet bis der Schmerz heftig bis unerträglich geworden ist. Man sollte Schmerzmittel aber nicht zu oft einnehmen, denn sie können Kopfschmerzen hervorrufen, die sie eigentlich bekämpfen sollten:

Das klingt paradox, aber wenn Sie Schmerzmittel zu häufig einnehmen, dann können die tatsächlich selbst Kopfschmerzen auslösen. Man schätzt, dass ungefähr 800.000 Menschen in Deutschland davon betroffen sind. Wenn man also mehrere Tage in Folge Kopfschmerzen hat oder an mehr als zehn Tagen im Monat, sollte man unbedingt zum Arzt gehen und die Ursache abklären lassen und nicht einfach immer mehr neue Schmerztabletten schlucken.

Einfach eine Tablette einwerfen, ist also nicht immer eine gute Lösung. Man kann Kopfschmerzen nämlich oft auch ohne Medikamente wirksam bekämpfen:

Da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten. Zum Beispiel bei leichteren Beschwerden, da hilft oft ein erwärmtes Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche, die Sie in den Nacken legen, oder Sie massieren Ihre Schläfen mit verdünntem Minzöl ein. Bei Migräneattacken, da kann auch eine mit Gel gefüllte Kühlbrille aus der Apotheke die Schmerzen lindern.

Auch Schlaf, Bewegung und Entspannungsübungen, wie Autogenes Training, können den Schmerz im Kopf wirksam bekämpfen, berichtet der „Diabetes Ratgeber“.