Tag: brand

Kein Eis auf verbrannte Haut

Ob am Adventskranz oder beim gemeinsamen Plätzchenbacken: In der Vorweihnachtszeit ist für Kinder die Gefahr von Verbrennungen besonders groß. Eltern sollten für die Kühlung der verletzten Haut auf keinen Fall Eis verwenden, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

(mehr …)

Damit der Baum nicht brennt – die besten Tipps für ein sicheres Weihnachten

Was brennt bei Ihnen zu Hause am Baum, elektrische Kerzen oder echte? Und was kann man tun, damit die Weihnachtszeit nicht nur schön, sondern auch sicher ist und vor allem kein Brand entsteht? Laut einer Umfrage ist für drei Viertel der Befragten Weihnachten nur dann ein richtiges Weihnachten, wenn ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer steht.

Wer dabei echte Kerzen benutzt, ist sich der Brandgefahr bewusst: Mehr als die Hälfte der Befragten verlässt den Raum nicht, wenn echte Kerzen brennen. Welche Vorsichtsmaßnahmen man noch zur Adventszeit beachten sollte, dazu Tipps von Hans Haltmeier, dem Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

„Am besten kann man dadurch vorbeugen, dass man das Grün für den Adventskranz möglichst frisch einkauft. Bei der Deko – wenn die brennbar ist – zum Beispiel Strohsterne oder Figuren, dann sollte sie ausreichend Abstand zu den Kerzen haben. Und ganz wichtig: Der Adventskranz sollte immer auf einer feuerfesten Unterlage stehen, zum Beispiel auf einem Tortenboden aus Metall.“

Dass am Weihnachtsbaum die Lichter brennen, ist selbstverständlich. Aber was ist die bessere Wahl – echte Kerzen oder elektrische Lichterkette?

„Vielleicht nicht ganz so romantisch, aber deutlich sicherer als brennende Kerzen ist eine elektrische Lichterkette. Für die Liebhaber von echten Kerzen am Baum, da gibt es selbstverlöschende Modelle, die man wählen sollte. Für den Notfall sollte natürlich immer eine Brandschutzdecke oder ein Feuerlöscher bereitstehen.“

Brennende Kerzen ziehen Kinder und Jugendliche magisch an. Deswegen sollte man ihnen den vorsichtigen Umgang mit Feuer beibringen:

„Man sollte mit Kindern üben, wie man mit Streichhölzern und Kerzen umzugehen hat, am besten in Ruhe vor den Feiertagen. Und wenn die Kerzen dann brennen: Nie unbeaufsichtigt lassen! Ganz wichtiger Tipp, wenn man Haustiere hat: Die reagieren ja manchmal unberechenbar, die sollte man am besten von den Räumen fernhalten, wo Kerzen brennen.“

Wer noch keinen Rauchmelder zu Hause hat, sollte sich spätestens zur Weihnachtszeit einen besorgen, empfiehlt „Apotheken Umschau“. Falls es wirklich mal brennt, bemerkt man das Feuer mit einem Rauchmelder wenigstens schnell.

Wie Kinder lernen, mit Feuer umzugehen

Weihnachtszeit, brenzlige Zeit: Immer wieder gehen Adventskränze und Weihnachtsbäume in Flammen auf. Um Brandunfälle zu vermeiden, sollten bereits Kinder lernen, mit Feuer umzugehen. Eltern können schon mit Drei- bis Vierjährigen üben, wie sie eine Kerze anzünden und wieder löschen, sagt Adelheid Gottwald, Leiterin des Vereins „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e. V.“, im Apothekenmagazin „BABY und Familie“.

„Feuer sollte für Kinder nichts Geheimnisvolles haben, damit sie nicht heimlich zündeln“, fährt sie fort. Aber: Kinder dürfen nie mit brennenden Kerzen allein gelassen werden, und Feuerzeug und Streichhölzer gehören außerhalb ihrer Reichweite. Kinder sollten auch wissen, wie sie sich im Brandfall verhalten müssen – auch wenn sie selbst gezündelt haben. Oberstes Gebot: hinauslaufen und sich in Sicherheit bringen. „Viele Kinder verstecken sich dann nämlich aus Angst. Andere wollen ihr Lieblingsspielzeug retten“, weiß Adelheid Gottwald. „Paulinchen“ rät auch zu Rauchmeldern in jeder Wohnung.

Die unterschätzte Gefahr: Mehr Tote im Haushalt als auf der Straße

Öfen und Kochfelder gehören in Deutschland zu den häufigsten Brandursachen in den eigenen vier Wänden. Knapp jedes dritte Feuer ist darauf zurückzuführen. Das ergeben Untersuchungen des Statistischen Bundesamts. Nicht selten enden Brände und andere Unfälle in den eigenen vier Wänden tödlich. Mehr als 6.000 Menschen kommen jährlich bei Haushaltsunfällen ums Leben. Das übersteigt die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle (5.011) deutlich. Dabei gilt die Küche vor Bad oder Wohnzimmer als gefährlichster Ort im Haushalt.

Vorsicht geboten beim Kochen mit Öl und Fett

Fett- und Ölbrände zählen zu den häufigsten Küchenbränden. Speisefett kann sich schnell entzünden, wenn es beim Kochen überhitzt wird. Was den wenigsten bewusst ist oder im Ernstfall vergessen wird: Bei solch einem Brand darf auf keinen Fall versucht werden, mit Wasser zu löschen. Die Folgen können katastrophal sein: „Fett-Wasser-Gemische können sich entzünden und explosionsartig um das tausendfache Volumen ausbreiten. So kann in Sekundenbruchteilen die gesamte Küche in Brand gesetzt werden    mit gefährlichsten Brandverletzungen für die beteiligten Personen“, erklärt Jens Christian Berggreen, Sicherheitsexperte vom Deutschen Ring. Nicht immer können kleinere Fettbrände in ihrer Entstehungsphase noch mit dem Topfdeckel erstickt werden. Wirkungsvoller und sicherer lassen sich kleinere Brände im Haushalt mit einer speziellen Löschdecke bekämpfen. „Es empfiehlt sich, die Löschdecke griffbereit in der Küche aufzuhängen, denn bei der Brandbekämpfung geht es meist um Sekunden“, betont Berggreen. Einmal jährlich sollte die Löschdecke aus ihrer Verpackung genommen, auseinander- und ordnungsgemäß wieder zusammengefaltet werden, um ihre Funktionsweise zu überprüfen.

Rauchmelder können Leben retten

Ein weiterer Lebensretter wird in Deutschland noch immer viel zu häufig verschmäht: der Rauchmelder. Gerade nachts, wenn der Geruchssinn schläft, können Unachtsamkeiten wie das nicht vom Strom getrennte Bügeleisen zum tödlichen Verhängnis werden. Allgemein bekannt ist zwar, dass brennende Kerzen oder Kaminöfen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden sollten, trotzdem verursachen sie noch immer ein Fünftel aller Brände. Insgesamt verunglücken im Brandfall sieben von zehn Opfern im Schlaf, weil sie den entstehenden gefährlichen Giftqualm zu spät bemerken. Nur drei Mal eingeatmet führen die hochgiftigen Gase in der Regel zur Bewusstlosigkeit und in dessen Folge im schlimmsten Fall zum Tod. Das können Rauchmelder verhindern: Schon während der Entstehungsphase eines Brandes warnen sie rechtzeitig mit lautem Signal. Doch nur neun Prozent der deutschen Haushalte sind mit einem Rauchmelder ausgestattet. Dabei zeigen Beispiele aus dem Ausland, dass sich bei einer 70-prozentigen Verbreitung von Rauchmeldern die Zahl der Brandopfer halbiert hat. Der Deutsche Ring stellt deshalb auf seiner Internetseite www.DeutscherRing.de/RingSicherheitsWelt.de Tipps zum Brandschutz bereit.