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Die Deutsche Krebshilfe gibt Tipps zum Darmkrebsmonat März

Viele Menschen zieht es im März wieder ins Freie – sich bei wärmenden Sonnenstrahlen zu bewegen ist angesagt. Das tut nicht nur der Seele, sondern auch der Gesundheit gut. „Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sein Leben bewegungsreich zu gestalten, beispielsweise Wandern oder Radfahren. Aber auch Gartenarbeit ist gesund, hält fit und reduziert das Darmkrebsrisiko“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt alle „Bewegungswilligen“ bei ihrem Vorhaben: Mit dem kostenlosen Präventionsratgeber „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – Weniger Krebsrisiko.“ motiviert die Deutsche Krebshilfe alle Interessierten hin zu einem bewegungsreichen Leben.

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Aktionsbündnis gegen Darmkrebs rettet vielen Menschen das Leben

Das von den Betriebskrankenkassen im Jahr 2012 gestartete Aktionsbündnis gegen Darmkrebs hat nach genau drei Jahren mehr als 120.000 Menschen zur Darmkrebsvorsorge bewegen können und dabei wahrscheinlich 600 Menschen vor Darmkrebs bewahrt. Die nach positivem Testausgang durchgeführte Darmspiegelung hat zur rechtzeitigen Entdeckung von Darmkrebs geführt in einem Stadium, in dem Darmkrebs heilbar ist.

Besonders erfreulich sind die entdeckten Vorstufen zum Darmkrebs. Hier konnte durch Entfernung der Polypen während der Spiegelung Darmkrebs vermieden werden, bevor er auftreten konnte. Dabei versenden die Betriebskrankenkassen an ihre 55-jährigen Versicherten ein persönliches Einladungsschreiben mit der Bitte, zur Darmspiegelung zu gehen; alternativ wird ein kostenloser immunologischer Stuhltest angeboten.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe(CDU) wollen die Betriebskrankenkassen mit dieser bisher einzigartigen Darmkrebs-Prophylaxe die Zahl der Darmkrebserkrankungen und Darmkrebstoten in Deutschland deutlich reduzieren.

Bei allen Fällen gilt: Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Dies erspart viel Leid bei den positiv Getesteten und minimiert die Behandlungskosten.

Dass sich das Engagement der Betriebskrankenkassen auszahlt, beweist die Tatsache, dass der Gemeinsame Bundesausschuss zurzeit darüber berät, im kommenden Jahr ein Einladungsverfahren in die Regelversorgung gesetzlich Versicherter zu etablieren. Auch soll der immunologische Stuhltest den bisher noch üblichen Papierstreifentest ablösen.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland: 70.000 Menschen erkranken jährlich allein in Deutschland daran, 27.000 Betroffene sterben sogar an den Folgen der Erkrankung.

Neues Angebot für Darmkrebspatienten

Wenn Darmkrebspatienten an einer wissenschaftlichen Studie teilnehmen möchten, können sie im Internet laufende und geplante Untersuchungen finden. Die „Apotheken Umschau“ weist auf das neue Portal www.studybox.de der Deutschen Krebsgesellschaft hin. Es soll eine Anlaufstelle für zertifizierte Zentren, niedergelassene Ärzte und Patienten sein. In der derzeitigen Pilotphase des Projekts werden Studien zu Darmkrebs erfasst, in Zukunft sollen auch Untersuchungen zu anderen Tumorarten gelistet werden.

Früh erkannt, ist Darmkrebs besser heilbar

darmkrebs_vorsorgeWas für viele Krebsarten gilt, trifft besonders auf Darmkrebs zu: Früh erkannt, ist er besser heilbar. Anlässlich des Darmkrebsmonats März ruft die Deutsche Krebshilfe dazu auf, sich über die Möglichkeiten zur frühen Erkennung von Darmkrebs zu informieren: Welche Untersuchungen bieten die gesetzlichen Krankenkassen an? Welche Vor- und Nachteile bringen die Untersuchungen mit sich?

Etwa 64.000 Menschen in Deutschland erhalten jedes Jahr die Diagnose Darmkrebs, 26.000 sterben daran. „Das wichtigste Ziel der Darmkrebs-Früherkennung ist es, die Zahl der tumorbedingten Todesfälle zu senken“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Insbesondere beim Darmkrebs, dessen gutartige Vorstufen durch die Untersuchung entdeckt werden können, spielt die frühe Erkennung eine entscheidende Rolle.“

Eine gute Möglichkeit, Darmkrebs vorzubeugen, ist jedoch eine gesunde Lebensweise. Wichtig dabei sind insbesondere eine gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Bewegung, das Vermeiden von Übergewicht, Nichtrauchen und wenig Alkohol.

Dennoch ist auch eine gesunde Lebensweise keine Garantie, nicht an Darmkrebs zu erkranken. Früh erkannt, ist Darmkrebs jedoch gut heilbar. Darum geht es bei der Darmkrebs-Früherkennung: Tumore und deren Vorstufen in frühen Stadien ihrer Entwicklung aufspüren, denn dann lassen sie sich nicht nur erfolgreicher, sondern oft auch schonender behandeln. Zwei verschiedene Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung werden angeboten: Ab einem Alter von 50 Jahren kann der Test auf verstecktes Blut im Stuhl und ab 55 Jahren die Darmspiegelung in Anspruch genommen werden.

Früherkennungsuntersuchungen werden jedoch auch kritisch betrachtet. Der Grund: Sie können Nachteile mit sich bringen. Daher ist es sinnvoll, für jedes Verfahren Nutzen und Risiken genau abzuwägen. Die Vor- und Nachteile eines Verfahrens kennen und einschätzen können, das ist die wichtigste Voraussetzung dafür. Dabei hilft es, die richtigen Fragen im Vorfeld zu stellen: Wie oft wird eine bestehende Darmkrebserkrankung erkannt beziehungsweise übersehen? Wie häufig ergibt der Test einen falschen Krebsverdacht und führt dann zu einer unnötigen Diagnose? Wie groß ist mein persönliches Risiko, an Darmkrebs zu erkranken? Bin ich erblich vorbelastet?

Hintergrundinformation: Darmkrebsrisiko und Prävention

Darmkrebs (Kolonkarzinom) ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. 36.000 Männer und 29.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu daran (Robert Koch Institut 2013). Er umfasst Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolon), des Enddarms (Mastdarm/Rektum) und des Darmausgangs (Anus).

Zu den Risikofaktoren gehören schwere chronisch-entzündliche Darmkrankheiten und bestimmte Darmpolypen, die als Vorläufer von bösartigen Darmtumoren zu sehen sind. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: Eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkohol- sowie Tabakkonsum und wenig Bewegung erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Damit Darmkrebs erst gar nicht entsteht – Vorsorge lautet das Gebot der Stunde

Prävention – Darmkrebs lässt sich sehr gut heilen, wenn er früh genug erkannt wird oder sogar durch die Erkennung von Vorstufen ganz vermeiden. Anlässlich des Darmkrebsmonats März rief KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann die Versicherten auf, die Vorsorgeangebote stärker wahrzunehmen.

„Nach wie vor nutzen zu wenige die angebotenen Maßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs“, sagte Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). „Für die Entscheidung des Patienten für oder gegen eine Untersuchung ist es wichtig, dass er gut informiert ist. Hier fällt gerade auch den Hausärzten eine wichtige Rolle bei der Beratung und Motivation der Patienten zu“, sagte Feldmann.

Die präventive Koloskopie gibt es seit dem Jahr 2002. Laut einer aktuellen Analyse des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) haben bis zum Jahr 2013 nur etwa 5,4 Millionen anspruchsberechtigte Versicherte das Angebot genutzt. Dies entspricht einer über alle Jahre seit Einführung des Angebotes kumulierten Teilnahmerate von 20,8 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen. „Das ist deutlich zu wenig“, betonte Feldmann, „schließlich ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Männern und Frauen. Etwa 26.000 Menschen sterben jährlich daran. Dabei lässt sich Darmkrebs früh erkannt sehr gut heilen und durch die frühzeitige Erkennung und Entfernung von Vorstufen vielfach sogar vermeiden“, betonte Feldmann.

Das Früherkennungsprogramm Darmkrebs richtet sich aktuell an Männer und Frauen ab 50 Jahren. Es umfasst neben der Beratung den Okkultbluttest und die präventive Darmspiegelung. Bis zum Jahr 2016 sieht das 2013 in Kraft getretene Krebsfrüherkennungs- und Krebsregistergesetz eine Neugestaltung der Darmkrebsfrüherkennung vor. Zukünftig soll es unter anderem ein schriftliches Einladungsverfahren zum Screening geben. Die Altersgrenzen sollen künftig an den aktuellen Stand des medizinischen Wissens angepasst werden.

Patienten-Studie: Darmkrebs ist oft Tabuthema

41 Prozent der Deutschen sprechen nicht über das Thema Darmkrebs. Und fast die Hälfte der Bundesbürger schätzt ihr Wissen um die in Deutschland zweithäufigste Krebserkrankung als schlecht ein. Bei denjenigen, die das Thema von sich aus angehen, ist der Arzt der bevorzugte Ansprechpartner. Das zeigt die Umfrage „Darmkrebsvorsorge 2015“ von PENTAX Medical, für die 1.000 Bundesbürger online befragt wurden. Mit dem Darmkrebsmonat März soll durch zahlreiche Informationen zu diesem Tabuthema die Wissenslücke geschlossen werden.

Jährlich sterben etwa 26.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Dabei lassen sich bei einer Früherkennung, beispielsweise durch eine Darmspiegelung, die meisten Darmkrebserkrankungen verhindern oder heilen. Doch fehlendes Wissen und die Angst vor der Untersuchung hält viele Deutsche von der Vorsorge ab. Außerdem genieren sich vier von zehn Bundesbürgern, über das Thema auch nur zu reden. Gerade einmal jeder Vierte spricht mit eng vertrauten Menschen über die Krankheit bzw. deren Vorsorge. 43 Prozent reden immerhin mit ihrem Arzt darüber, weitere 28 Prozent tun dies allerdings nur, wenn es sein muss, sie also der Mediziner direkt darauf anspricht. Der Arzt ist somit der wichtigste Ratgeber zum Thema.

48 Prozent der Befragten geben an, sich schlecht mit dem Thema auszukennen. Die meisten von ihnen, weil sie nach eigenen Angaben keine Zeit oder Lust haben, sich darum zu kümmern. Neun Prozent fühlen sich zu jung dafür. Fünf Prozent wollen über Darmkrebs oder Darmkrebsvorsorge gar nichts wissen. „Nur wer gut informiert ist weiß, dass eine Darmspiegelung selten Schmerzen bereitet und nur 15 bis 30 Minuten dauert. Moderne Koloskopie-Schläuche sind dünn und weich und die eingebaute Kamera winzig“, sagt Johannes Stäbler, Marketing Manager von PENTAX Medical. „Während der Darmspiegelung können Polypen direkt erkannt und entfernt werden, bevor daraus überhaupt Krebs entsteht“, so Stäbler.

Darmkrebsmonat März: Gemeinsam stark gegen Darmkrebs

63.900 Menschen erkranken einer Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert-Koch-Instituts[1] zufolge jährlich an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs auch weiterhin die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. So erschreckend hoch diese Zahl auch ist – wenn er rechtzeitig erkannt wird, ist Darmkrebs fast immer heilbar. Deshalb kommt der Früherkennung ein so hoher Stellenwert zu. Um diese Tatsache in das Bewusstsein zu rücken und die Früherkennung von Darmkrebs zu fördern, unterstützt Bayer HealthCare Deutschland die Felix Burda Stiftung in der Darmkrebsvorsorge und ist offizieller Partner des Felix Burda Awards 2014. Darüber hinaus engagiert sich Bayer HealthCare in der Entwicklung von innovativen Therapien, um das Leben von Menschen mit dieser Erkrankung zu verbessern.

Das Tückische an Darmkrebs, der in der medizinischen Fachsprache als Kolorektalkarzinom bezeichnet wird, ist, dass es im Frühstadium kaum Beschwerden und keine typischen Anzeichen gibt, die auf diese Erkrankung hinweisen. Durch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung kann Darmkrebs aber früh erkannt und behandelt werden. Zur jährlichen Darmkrebsvorsorge gehört ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkultbluttest), der bei Patienten ab 50 Jahren von den Krankenkassen erstattet wird. Dabei können selbst geringe, für das Auge unsichtbare Spuren versteckten Blutes nachgewiesen werden, die Hinweise auf Tumore sein können. Die effektivste Methode der Früherkennung ist nach wie vor die Darmspiegelung (Koloskopie), die ab dem 55. Lebensjahr zum Vorsorgeprogramm der Krankenkassen gehört und daher von jedem in Anspruch genommen werden sollte. Dank der Früherkennung wird Darmkrebs heute bereits bei Dreiviertel der Patienten im Frühstadium diagnostiziert.

Die intensive Nutzung der Vorsorgeprogramme und Förderung der Früherkennung sind auch zentrale Anliegen von Bayer HealthCare Deutschland. Das Unternehmen unterstützt daher die Felix Burda Stiftung und fördert im Rahmen des betrieblichen Gesundheits-managements bereits seit 2007 die Darmkrebsprävention. Neben Informationen erhalten die Mitarbeiter einen für sie kostenfreien Blutstuhltest. Der jährliche Aufruf zur Teilnahme ist verbunden mit einem Aktionstag, bei dem es medizinische Beratung durch den Betriebsarzt, die Krankenkasse und Experten aus dem eigenen Haus gibt.

Perspektiven für Patienten mit Darmkrebs

Auch wenn Darmkrebs in vielen Fällen dank der Vorsorgeuntersuchungen rechtzeitig aufgespürt und behandelt werden kann, ist die Krankheit bei etwa 25 Prozent der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten. Das bedeutet, dass sich die Krebszellen in weitere Organe, wie beispielsweise Leber oder Lunge, verteilt und dort so genannte Metastasen gebildet haben. Man spricht dann vom metastasierten Kolorektalkarzinom.

Heute stehen Medikamente zur Verfügung, mit denen auch in diesem Stadium der Erkrankung eine Verlängerung der Überlebenszeit erreicht werden kann. Patienten mit Darmkrebs und Metastasen erhalten sehr oft Kombinationen von Chemotherapien mit zielgerichteten Medikamenten. Bei der Behandlung geht es vor allem um Krankheits-stabilisierung bei bestmöglichem Erhalt der Lebensqualität für die betroffenen Patienten.

Bayer HealthCare investiert jährlich rund zehn Prozent des Unternehmensumsatzes in Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel, wovon zunehmend auch die Entwicklung neuer Krebstherapien profitiert. Darüber hinaus geht das Unternehmen Forschungskooperationen mit renommierten Einrichtungen wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ein.

Magnesiumhaltige Lebensmittel scheinen vor Darmkrebs zu schützen

Bohnen, Vollkornnudeln oder Cashewkerne: Diese Lebensmittel enthalten viel Magnesium und könnten vor Darmkrebs schützen. Das berichtet die „Apotheken-Umschau“ unter Berufung auf Forscher vom Imperial College London. In einer Analyse von neun Studien mit übergewichtigen Menschen über 55 Jahren zeigte sich, dass pro 100 Milligramm Magnesium, die sie zusätzlich mit der Nahrung einnahmen, das Darmkrebsrisiko um zwölf Prozent abnahm.

Der Mineralstoff ist wichtig für die Zellvermehrung und die Reparatur von DNA-Schäden.

Darmkrebs: Fünf Regeln für ein geringeres Risiko

Jeder vierte Darmkrebsfall wäre durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar, berichtet die „Apotheken Umschau“. Laut einer dänischen Studie mit 57000 Teilnehmern zwischen 50 und 64 Jahren ist das Krebsrisiko umso geringer, je mehr man sich an fünf Regeln hält:

Rauchverzicht,
eingeschränkter Alkoholkonsum,
viel Bewegung,
gesunde Ernährung
und Abbau von Übergewicht.

Darmkrebsinzidenz und -sterberaten in Europa weiterhin alarmierend

Das weltweite Problem des Darmkrebses nimmt weiterhin stark zu. Grund hierfür ist neben der Alterung und dem Wachstum der Weltbevölkerung die Zunahme krebsverursachenden Verhaltens, insbesondere des Rauchens, in Entwicklungsländern. Darmkrebs tritt in Entwicklungsländern selten auf, ist in Wohlstandsgesellschaften jedoch das zweithäufigste Malignom. In Europa wird jährlich bei über 450.000 Menschen Darmkrebs diagnostiziert und etwa 230.000 werden daran sterben.

Die Inzidenzraten steigen in mehreren Gebieten mit traditionell niedrigem Risiko rapide an, darunter Spanien und eine Reihe von Ländern in Osteuropa. So haben die Raten bei Männern in der Tschechischen Republik die in den Vereinigten Staaten gemessenen Inzidenz-Spitzenwerte bereits überschritten, wo die Raten mittlerweile rückläufig sind oder sich stabilisieren. Man nimmt an, dass solche ungünstigen Entwicklungen eine Kombination von Faktoren wie veränderte Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht und eine zunehmende Verbreitung des Rauchens widerspiegeln.

Während die Anzahl der durch Darmkrebs verursachten Todesfälle in mehreren westlichen Ländern zurückgeht, was weitgehend durch verbesserte Behandlung sowie verstärkte Sensibilisierung und Früherkennung bedingt ist, steigen die Sterberaten in vielen Ländern mit begrenzten Ressourcen und einer weniger gut entwickelten Infrastruktur im Gesundheitswesen weiterhin an, insbesondere in Mittel- und Osteuropa.

Diese Zahlen sind alarmierend, wenn man bedenkt, dass Darmkrebs eine Erkrankung ist, der man durch zunehmend verbesserte Diagnosen sehr gut vorbeugen kann, und die bei frühzeitiger Erkennung in über 90 % der Fälle heilbar ist.

Deshalb ist es zwingend notwendig, die Bevölkerung für die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung und -Behandlung zu sensibilisieren, insbesondere in den Ländern, in denen die Raten weiterhin ansteigen. Der ECCAM, der 2008 von EuropaColon ins Leben gerufen wurde, hilft dabei, dieses Ziel zu erreichen. Die 21 Partnergruppen von EuropaColon in ganz Europa, darunter Spanien, die Tschechische Republik und Polen, veranstalten im März zahlreiche öffentliche Initiativen, um die Aufmerksamkeit der Medien sowie der Politik und Öffentlichkeit stärker auf die Prävention und Behandlung von Darmkrebs zu lenken.

„Es ist erschreckend, wie rasant die Inzidenzen und Todesfälle im Zusammenhang mit Darmkrebs in vielen europäischen Ländern zunehmen, während sie in anderen rückläufig sind. Das ist ein dramatischer Beweis für die europaweiten Unterschiede im Bereich der Vorsorgeuntersuchungen und der Behandlung?, so Jola Gore-Booth, Gründerin und CEO von EuropaColon. „Die Initiativen unserer lokalen Organisationen im Rahmen des ECCAM helfen dabei, in ganz Europa mehr Menschen über Prophylaxe, Vorsorgeuntersuchungen und den Zugang zu besten Behandlungs- und Pflegemaßnahmen zu informieren. Wir appellieren an Politiker, Ärzte sowie die Industrie und Medien, diese Initiativen zu unterstützen, um die Menschen vor dieser bedrohlichen Erkrankung zu bewahren und Leben zu retten.