Stress und Diabetes hängen wechselseitig zusammen

Für Menschen mit Diabetes ist Dauerstress besonders ungesund. Er treibt den Blutzucker in die Höhe, weil die Stresshormone Adrenalin und Cortisol im Körper laufend Zucker freisetzen, um Energie bereitzustellen. Umgekehrt sei im ohnehin schon schwierigen Alltag Diabetes eine zusätzliche Stressquelle, sagt Professor Dr. Bernhard Kulzer, leitender Psychologe am Diabetes Zentrum Mergentheim, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. „Man muss sich um die Erkrankung Tag für Tag aufs Neue kümmern, und dabei läuft nicht immer alles glatt.“ Auch Ängste vor Folgekrankheiten seien für viele Diabetes-Patienten ein Stressfaktor. Um damit besser klarzukommen, empfiehlt Kulzer Schulungen. „Wer gut geschult ist, fühlt sich der Erkrankung nicht ausgeliefert, sondern weiß, dass und wie er sie beeinflussen kann.“

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Diabetes-Gesellschaft: In Deutschland wird zu früh mit Insulin therapiert

Bei Typ-2-Diabetikern wird in Deutschland zu früh mit Insulin therapiert. Das sagt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) dem MDR-Magazin „Hauptsache Gesund“. Der verfrühte Einsatz des Hormons könne negative Folgen für die Patienten haben: „Bei vielen Patienten wird durch die Insulintherapie die Gefahr durch Unterzuckerungen erhöht und die Patienten nehmen an Gewicht zu“, warnt Prof. Baptist Gallwitz, Sprecher der DDG. 90-95 Prozent aller Diabetiker haben Typ-2.

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Für Diabetiker ist Bier nicht gleich Bier

Menschen mit Diabetes, die hin und wieder gerne ein Bier trinken, sollten mehrere Aspekte beachten. Zunächst spielt der Alkohol eine große Rolle. Vor allem wenn sie Insulin spritzen oder zuckersenkende Tabletten mit Sulfonylharnstoffen einnehmen: Alkohol bringt den Blutzucker durcheinander. Durch die Kohlenhydrate im Bier steigt der Zuckerwert erst einmal an, bevor ihn der Alkohol sinken lässt. „Oft kommt es dann nachts im Schlaf zur Unterzuckerung oder sogar noch am nächsten Vormittag“, sagt Diabetesberater Helmut Nussbaumer aus Burghausen im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Für die Kohlenhydrate im Bier sollte man deshalb kein Insulin spritzen, häufiger den Zucker messen – und am besten vorab beim Arzt den Umgang mit Bier & Co. klären.

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Bei Diabetes besteht höheres Risiko für Lungenerkrankungen

Bei Menschen mit Diabetes treten manche Lungenerkrankungen häufiger auf – zum Beispiel Asthma und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD. Der Ulmer Lungenfacharzt Dr. Michael Barczok empfiehlt im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“, unbedingt rechtzeitig zum Arzt zu gehen, sobald man das Gefühl hat, dass die Luft knapp wird. „Viele Patienten kommen leider erst sehr spät“, sagt er. Der Arzt kann unter anderem mit einer einfachen Lungenfunktionsprüfung erkennen, ob die Atemprobleme an der Lunge liegen. Hausärzte nehmen den Test entweder selbst vor oder überweisen ihre Patienten zu einem Lungenspezialisten. Je nach Ergebnis der Untersuchung kann dann eine gezielte Behandlung beginnen.

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Lebensmittelindustrie muss mehr Verantwortung für gesunde Ernährung übernehmen

Der AOK-Bundesverband und die Deutsche Diabetes Gesellschaft verlangen von der Lebensmittelindustrie mehr gesellschaftliche Verantwortung. Vor der Sitzung des Begleitgremiums zur weiteren Festlegung einer bundesweiten Reduktionsstrategie von Zucker, Fetten und Salz am heutigen Dienstag (12. Februar 2019), bei der wichtige Wirtschaftsverbände der Bundesernährungsministerin Julia Klöckner konkrete Vorschläge präsentieren sollen, stellt AOK-Vorstandsvorsitzender Martin Litsch klar: „Die Erwartungen an dieses Treffen sind hoch. Wir sind gespannt, wie ernst die Branche ihren Auftrag nimmt. Mit der freiwilligen Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie geht Deutschland weiterhin einen Sonderweg. Falls dies aber auch weiter bedeutet, dass wir bei der Absenkung von Zucker, Fetten und Salz unseren Nachbarländern hinterherhinken, wäre das mit einem Glaubwürdigkeitsverlust der Bundesregierung verbunden.“

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Formula-Diät: Vorsicht bei Diabetes

Menschen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht profitieren in der Regel von einer Gewichtsabnahme. Wenn sie es mit einer Formula-Diät versuchen möchten, gibt es für sie aber ein paar Dinge zu beachten, wie die Nürnberger Apothekerin Margit Schlenk im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ erklärt. „Beim Abnehmen kann zum Beispiel der Blutzucker rasch sinken. Daher sollte man zuvor unbedingt mit seinem Arzt besprechen, ob und wie die Dosis der blutzuckersenkenden Tabletten oder des Insulins verringert werden muss, um Unterzuckerungen zu vermeiden.“

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Mit Blutgefäßen aus Stammzellen gegen Volkskrankheit Diabetes

Jedes einzelne Organ des menschlichen Körpers ist von einem dichten Netz aus Blutgefäßen durchzogen. Die feinsten dieser Blutgefäße, Kapillaren genannt, haben einen Durchmesser von nur wenigen Mikrometern und versorgen jede einzelne Zelle de Körpers mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen. Krankhafte Veränderungen der Blutgefäße, wie etwa bei Diabetes, nehmen weltweit stark zu. Mittlerweile hat sich die Anzahl an DiabetikerInnen auf weltweit 420 Millionen Betroffene verdoppelt. Die schwerwiegenden Folgeerkrankungen von Diabetes wie Nierenversagen, Erblindung, Herzinfarkt, Schlaganfall, nicht-heilende Wunden, oder Amputationen entstehen durch Schädigungen der Blutgefäße, was laut WHO mittlerweile 825 Milliarden Dollar Gesundheitskosten pro Jahr verursacht.

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Jeder zehnte Bundesbürger hat Diabetes

Es gibt neue Zahlen aus dem Versorgungsatlas des Zentralinstitutes der Ärzte in Deutschland – und die sind nicht beruhigend. Die Anzahl der Menschen mit Diabetes steigt an. Lag die Anzahl von Menschen mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes im Jahr 2009 noch bei 8,9 Prozent, so ist sie im Jahr 2015 auf 9,8 Prozent angestiegen. Auffällig sind in diesem Zusammenhang zwei Ergebnisse:

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Typ-2-Diabetes – Höheres Risiko für Kinder mit starkem Übergewicht

Während Typ-2-Diabetes früher noch der „Alterszucker“ war, betrifft die Stoffwechselerkrankung heute immer mehr junge Menschen. Kinder mit starkem Übergewicht haben im Vergleich zu normalgewichtigen Altersgenossen ein viermal höheres Risiko. Das lassen die Ergebnisse einer britischen Studie vermuten, für die elektronische Krankenakten von knapp 370.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 15 Jahren ausgewertet wurden.

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Krebsvorsorge für Typ-2-Diabetiker besonders wichtig

Für Menschen mit Typ-2-Diabetes besteht ein erhöhtes Risiko, an bestimmten Krebsformen zu erkranken. „Das gilt besonders für Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Darm- und Gebärmutterschleimhautkrebs“, erklärt Professor Stephan Herzig, Direktor des Instituts für Diabetes und Krebs am Helmholtz Zentrum München, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

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