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Typ-2-Diabetes – Höheres Risiko für Kinder mit starkem Übergewicht

Während Typ-2-Diabetes früher noch der „Alterszucker“ war, betrifft die Stoffwechselerkrankung heute immer mehr junge Menschen. Kinder mit starkem Übergewicht haben im Vergleich zu normalgewichtigen Altersgenossen ein viermal höheres Risiko. Das lassen die Ergebnisse einer britischen Studie vermuten, für die elektronische Krankenakten von knapp 370.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 15 Jahren ausgewertet wurden.

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Übergewicht bei Kindern in Europa – Italien ist Spitzenreiter

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In Italien sind Kinder ab einem Alter von drei Jahren deutlich häufiger übergewichtig als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Das ist ein Resultat der europäischen IDEFICS-Studie zur Identifizierung und Prävention gesundheitlicher Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil bei Kindern. In Deutschland waren das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) und die Universität Bremen beteiligt.

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„Unser Kind ist doch nicht zu dick!“

Eltern beurteilen das Gewicht ihrer Kinder häufig als schlank oder normalgewichtig, wenn der Nachwuchs längst zu mollig ist. Das gehe aus Studien hervor, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Eltern fallen dabei auch auf eine gesellschaftliche Entwicklung herein: Je mehr Übergewichtige es gibt, umso weniger werden Menschen grundsätzlich als übergewichtig wahrgenommen.

Die Eltern sollten häufiger der Einschätzung erfahrener Kinderärzte trauen. Das Problem: „Wenn Kinder erst mal dick sind, kann man nicht mehr viel bewirken“, mahnt die Professorin Dr. med. Regina Ensenauer von der Universitäts-Kinderklinik Düsseldorf. Wichtig sei es, dem beginnenden Übergewicht mit gesunder Ernährung und mehr Bewegung zu begegnen.

Netpro-Tipp: Ist Ihr Kind zu dick? Überprüfen Sie es mit unserem BMI-Rechner.

Netpro-Tipp II: Mit diesen Tipps bleiben Kinder schlank

Mit diesen Tipps bleiben Kinder schlank

Wir erinnern uns alle an unsere Schulzeit und dass dicke Kinder oft gehänselt wurden. Aber nicht nur die Seele leidet, auch für den Körper ist Übergewicht ungesund. Damit es gar nicht so weit kommt und der Nachwuchs schlank bleibt, sind hier wichtige Tipps für den Alltag: Oft wissen Eltern gar nicht, wo sich Dickmacher in Lebensmitteln verstecken, berichtet das Familienmagazin Baby und Familie und wollen ihren Kleinen Gutes tun, in dem sie spezielle Kinderprodukte kaufen.

Experten halten sie schlicht für überflüssig, denn beispielsweise in Tee aus Zuckergranulat oder in Joghurts steckt oft so viel Zucker, und obendrein werden diese Nahrungsmittel noch als gesund angepriesen. Viel besser sind dagegen Joghurt pur oder Beuteltee und auch Obst, das mundgerecht zubereitet ist.

Fast Food geht schnell und unkompliziert. Gibt es gesunde Alternativen, die auch nicht so viel Zeit brauchen?

Ja, auf alle Fälle. Zum Beispiel lässt sich mit gefrorenen Erbsen und Brokkoli schnell eine Suppe pürieren. Blitzschnell sind auch Kartoffeln mit Quark oder eine Tomatensoße gemacht, genauso wie Spinat und Spiegeleier, alles viel kalorienärmer und gesünder. Und Kinder sind meistens auch ziemlich begeistert, wenn sie beim Kochen mithelfen können. Das geht zwar dann nicht so schnell, ist aber ein schönes Gemeinschaftserlebnis.

Studien haben eindeutig den Zusammenhang zwischen dem täglichen Fernsehkonsum und dem Grad des Übergewichts nachgewiesen. Wie bringt man Kinder dazu, weniger zu sitzen und sich mehr zu bewegen?

Ja, man muss Bewegung in den Alltag bringen: Zum Beispiel mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule und durch einen Hüpfball und Bewegungsspiele zuhause. Durch Kicken oder Tanzen im Sportverein kann man auch den Bewegungsdrang der Kinder fördern, und sie finden dort auch neue Freunde. Und natürlich sollten auch die Eltern mit gutem Vorbild vorangehen und zum Beispiel mindestens einmal die Woche mit den Kindern einen Ausflug ins Grüne machen

Deutsche Kinder essen im Schnitt fünfmal mehr Zucker pro Tag als die WHO empfiehlt

Die Kinder in Deutschland sind Spitzenreiter beim Konsum von Süßigkeiten, Limonaden, gezuckerten Frühstücksflocken, gesüßten Joghurts und so weiter. Erstaunliche 114 Gramm Zucker nehmen sie im Schnitt pro Tag zu sich, berichtet die „Apotheken Umschau“. Das habe eine europäische Studie ergeben, die den Zuckerkonsum von rund 9500 Zwei- bis Neunjährigen untersuchte.

Zu viel Zucker in der Kindheit erhöht das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten. Neunjährigen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation nicht mehr als circa 23 Gramm Zucker pro Tag.

Ernährungsberatung für Mütter kann Übergewicht vorbeugen

Werden Mütter früh über eine gesunde Ernährung aufgeklärt, haben ihre Kinder im Alter von zwei Jahren ein geringes Risiko für Übergewicht. Das hat eine australische Studie bestätigt, an der knapp 670 sozial schwächere Familien teilnahmen. In insgesamt acht Hausbesuchen wurde die Hälfte der Mütter von geschulten Krankenschwestern über eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise aufgeklärt und begleitet, bis das Kind zwei Jahre alt war. Die erste Beratung fand bereits vor der Geburt statt. Ziel war zum Beispiel, das Stillen und später den Obst- und Gemüseverzehr sowie die körperliche Bewegung der Kinder zu fördern.

Das Resultat: Hatten die Mütter an dem Präventionsprogramm teilgenommen, litten nur 11,2 Prozent der Kinder im Alter von zwei Jahren an Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas). Bei der Kontrollgruppe waren es 14,1 Prozent. Der durchschnittliche Körpermassenindex (BMI), der als Maß zur Beurteilung des Körpergewichts dient, war bei den 2-Jährigen ebenfalls geringer (16,53 zu 16,82). War die Familie beraten worden, diente das Essen weniger häufig als Belohnung (62 Prozent zu 72 Prozent). Die Kinder aßen nicht so oft vor dem Fernseher (56 Prozent zu 68 Prozent) und verbrachten auch insgesamt seltener mehr als 60 Minuten am Tag vor dem Bildschirm (14 Prozent zu 22 Prozent).

Auch die Mütter lebten gesünder, wenn sie das Gesundheitsprogramm in Anspruch genommen hatten. Sie waren zum Beispiel sportlich aktiver und aßen häufiger Gemüse. Die Wissenschaftler raten, möglichst früh – am besten bereits vor der Geburt – mit solchen Präventionsmaßnahmen gegen Übergewicht zu starten. Nun sollen weitere Studien zeigen, ob die Beratungen bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes auch auf lange Sicht einen positiven Effekt auf die familiäre Ernährungs- und Lebensweise haben.

Grundsätzlich werden in der frühen Kindheit unter anderem die Ernährungsgewohnheiten geprägt. Wer bereits in jungen Jahren zu viele Pfunde auf die Waage bringt, hat auch im späteren Leben ein höheres Risiko für Übergewicht. Dabei entsteht Übergewicht nicht in wenigen Tagen, sondern ist durch eine große Kalorienaufnahme über einen längeren Zeitraum bedingt. Wenn Eltern mit ihrem Kind abwechslungsreich einkaufen, gemeinsam kochen und genussvoll essen, sind sie ein gutes Vorbild. Dann sind auch Gewichtsprobleme und eihergehende Krankheiten selten.

Heike Kreutz, www.aid.de

Trendwende bei dicken Kindern?

Während in den letzten 20 Jahren immer mehr Kinder dicker wurden, ist diese Entwicklung bei Kleinkindern zum Stillstand gekommen. Diese erfreuliche Entwicklung kam bei ersten Voruntersuchungen des „LIFE Child-Projekt“, heraus, das über einen Zeitraum von 10 Jahren die gesundheitliche Entwicklung von 15000 Kindern verfolgen wird. „Wir wollen herausfinden, warum das so ist“, sagt Professor Wieland Kiess, Leiter der Studie, im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Das LIFE-Child-Projekt wird die Entwicklung der Kinder in ihrer ganzen Bandbreite erforschen: Wie sich Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Depressionen schon im Kindesalter bemerkbar machen, was das soziale Umfeld dabei für ein Rolle spielt und was Kinder schützt und gesund hält. „Wenn wir mehr über das Entstehen von Zivilisationskrankheiten wissen, können wir bessere Präventionsmöglichkeiten anbieten“, sagt Kiess.

Dünne Luft für Dicke

Wenn Kinder schon früh zu viele Pfunde auf die Waage bringen, steigt ihr Risiko, an Asthma zu erkranken, fast um das Dreifache, berichtet die „Apotheken Umschau“. Nach einer Studie von Allergologen des Henry Ford Hospital in Detroit (USA) litt von 800 untersuchten jungen Erwachsenen etwa jeder zehnte als Kind übergewichtige Mann an Asthma.

Unter den früher Normalgewichtigen waren es nur drei Prozent. Als Ursache vermuten die Forscher Entzündungsstoffe, die vermehrt im Fettgewebe vorkommen.

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Je größer die sozialen Unterschiede, desto mehr übergewichtige Kinder gibt es

Für Deutschland gilt: Fehlt es in den Familien an Bildung und Geld, steigt bei den Kindern das Gewicht. Je ungleicher das Einkommen in einer Gesellschaft ist und je größer das Bildungsgefälle, desto übergewichtiger sind die Kinder im Durchschnitt, berichtet die „Apotheken-Umschau“. So gibt es in den skandinavischen Ländern nur halb so viele übergewichtige Kinder als in Deutschland.

In den USA besteht weltweit die größte soziale Ungleichheit – dort leben auch die dicksten Kinder. Der Nachwuchs aus sozial benachteiligten Familien in Deutschland ist dreimal häufiger übergewichtig als jener aus begütertem Haus. Und wenn Kinder an Abnehmprogrammen teilnehmen, dann sind es meistens die aus sozial besser gestellten Familien.

Übergewicht bei Kindern

Viele Kinder nehmen in der Grundschulzeit deutlich an Körpergewicht zu. So lautet das Fazit einer Studie der Kinder- und Jugendklinik Datteln, an der über 1.300 Schüler im Alter von 7 bis 11 Jahren teilnahmen. Die Wissenschaftler hatten die jungen Probanden der 3. und 4. Klassen in 16 Grundschulen besucht und Körpergröße und -gewicht ermittelt. Anhand dieser Daten wurde der Körpermassenindex (BMI) bestimmt und mit den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen verglichen. Das Grundschulalter scheint ein kritischer Zeitraum für die Gewichtsentwicklung zu sein. Ein Großteil der Schüler hatte ab dem Zeitpunkt der Einschulung deutlich an Körpergewicht zugenommen. So lag der Anteil der Übergewichtigen und Adipösen zu Schulbeginn bei durchschnittlich 12 Prozent, während der Anteil in der 3. Klasse auf 16 Prozent und in der 4. Klasse sogar auf rund 20 Prozent anstieg.

Die Gründe sind nicht abschließend geklärt. Manche Kinder sind vermutlich in der Schule überfordert und kompensieren diese Belastung mit einer erhöhten Nahrungsaufnahme. Das höhere Körpergewicht kann aber auch auf Bewegungsmangel und die veränderten Ernährungsgewohnheiten durch einen neuen Tagesablauf zurückgeführt werden. Wenn Kinder an Übergewicht leiden, sind extreme Diäten keine Lösung. Eltern sollten auf eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung achten – dann sorgt je nach Körpergewicht der nächste Wachstumsschub automatisch für den Ausgleich.

Heike Kreutz, www.aid.de