Kritik an Drogenpolitik: Forscher fordern vom Bund wissenschaftsbasierte Gesamtstrategie

Mehr als 20 Wissenschaftler, Mediziner und Experten verschiedener Fachgebiete fordern von der Bundesregierung eine Drogenpolitik, die sich stärker an den Erkenntnissen der Forschung orientiert. Im sechsten Alternativen Drogen- und Suchtbericht kritisieren sie, dass es nach wie vor an einer schlüssigen Gesamtstrategie fehle, die relevante Studien aus der Drogen- und Suchtforschung berücksichtige. „Die letzte ‚Nationale Drogen- und Suchtstrategie‘ datiert aus dem Jahr 2012“, sagte Suchtexperte Prof. Heino Stöver, Vorsitzender des Vereins akzept e.V. und Mitherausgeber des Berichts, am Freitag. Seitdem habe sich in der Forschung viel getan. „Es ist dringend nötig, den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit legalen und illegalen Suchtstoffen wissenschaftlich begründet zu kommentieren und entsprechende Lösungsvorschläge für eine bessere Drogenpolitik zu erarbeiten – nicht zuletzt vom Nachfolger der scheidenden Drogenbeauftragten des Bundes.“

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