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Wie sich Sonnenanbeter am besten schützen

Viel hilft viel: Bei Sonnencreme stimmt diese Aussage tatsächlich. Denn nur dick aufgetragen bietet sie ausreichenden Schutz – und das auch nur für eine bestimmte Zeit. Wer sich mehrfach eincremt, sollte trotzdem auf keinen Fall länger in der Sonne bleiben, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

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Gut geschützt an die Winterluft

Im Winter ist beim längeren Aufenthalt im Freien ein Hautschutz mit einer Kälteschutzcreme („Cold Cream“) empfehlenswert. Sie soll aber nicht zu reichlich aufgetragen werden, denn dann dichtet sie die Haut zu stark ab: „Schweiß kann unter der Schicht nicht richtig verdunsten.

Es bildet sich eine feuchte Kammer, in der sich Bakterien und Pilze vermehren und zu Entzündungen führen können“, sagt Dr. Anne Hundgeburth, Dermatologin in Köln, in der „Apotheken Umschau“. Sie rät: Fettcremes nicht täglich benutzen, dünn auftragen und nach dem Spaziergang abwaschen.

Sonnenschutz: Sparsames Eincremen verringert den Lichtschutzfaktor

Richtig angewendet kann Sonnencreme einen Sonnenbrand verhindern. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser. Aber: Auch die Menge macht´s. Eine Studie* weist darauf hin, dass der aufgetragene Lichtschutzfaktor auf der Haut oft nur ein Viertel seiner Stärke erreicht, weil sich Viele zu sparsam mit Sonnenschutz eincremen.

„Trägt ein Erwachsener nur eine dünne Schicht Sonnencreme auf, verringert sich ein Lichtschutzfaktor von 20 schnell auf einen Faktor fünf“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. „Es ist also in vielen Fällen ein Trugschluss zu denken, dass man sich mit LSF 20 auch 20-mal länger in der Sonne aufhalten kann.“

Schuld daran sind der Studie zufolge die Standardtests, die den Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme ermitteln. Dabei werde eine unrealistisch große Menge an Creme verwendet. So müsse sich beispielsweise ein Erwachsener mit 35 Milliliter Sonnenmilch eincremen, um den vollen Lichtschutzfaktor zu erlangen. Das ist umgerechnet eine Flasche mit 200 Millilitern pro Woche. „Es wäre aufgrund der Hautalterung und des Hautkrebsrisikos ratsam, wenn sich jeder so intensiv einreiben würde. Doch das ist leider utopisch“, sagt Dr. Müller-Steinmann. Laut der Studie verwenden die Verbraucher die Hälfte, teilweise nur ein Viertel der erforderlichen Menge und riskieren damit unwissentlich einen Sonnenbrand und Schlimmeres.

„Einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden, dick eincremen, regelmäßig den Sonnenschutz auffrischen, die Mittagssonne meiden und öfters schattige Plätzchen aufsuchen – das sollte jeder beachten, der sich den ganzen Tag im Freien aufhält“, rät Dr. Müller-Steinmann. Und beim Eincremen nicht die Ohren und den Haaransatz sowie die Ränder an Bikini und Badehose vergessen.

*Bimczok, R. et. al.: skin Pharmacol. Physiol. 2007; 20: 57-64

Sonnenbrand trotz Sonnenschutz

Seit Jahren gibt es immer wieder Studien, die belegen, dass der Anteil der Melanom-Erkrankungen bei Menschen mit regelmäßigem Sonnenschutz-Gebrauch gleich hoch oder gar höher liegt als bei Sonnenschutz-Muffeln. Falsches Eincremen und ein daraus resultierendes falsches Sicherheitsgefühl werden dafür in der Regel verantwortlich gemacht. Das Eincremen mit Sonnenschutzmitteln kann unter Umständen nicht zu weniger, gelegentlich sogar zu mehr Sonnenbränden führen.

Diesen Nachweis tritt jetzt eine Studie der dänischen Krebsgesellschaft an, die 3.499 Teilnehmer im Alter von 15–59 Jahren nach ihrem Verhalten an der Sonne, nach dem Gebrauch von Sonnenschutzmitteln und nach der Zahl der  Sonnenbrände befragte. Im Durchschnitt der Befragten hatten 35 Prozent  in den vergangenen 12 Monaten mindestens einen Sonnenbrand erlitten. Bei den Jüngeren lag die Quote mehr als vier Mal so hoch wie bei  den Älteren.

Überraschender aber:  Die Quote der Sonnenbrände lag in der Gruppe der Sonnencreme-Nutzer höher als in der Gruppe der Nicht-Nutzer.  Bei denen, die bewusst ein Sonnenbad nahmen, kam es mit oder ohne Sonnenschutzmittel gleich häufig zu einem Sonnenbrand.  Bei denen, die sich eher zufällig an der Sonne aufhielten, kam es öfter zu einem Sonnenbrand in der Gruppe der Sonnencreme-Nutzer als in der Gruppe der Nicht-Nutzer. Zwei Drittel der Befragten, die einen Sonnenbrand meldeten, hatten sich mit Sonnenscreme eingerieben, um die Eigenschutzzeit für den Aufenthalt an der Sonne entsprechend zu verlängern – eine Fehleinschätzung, wie sich herausstellte.
Die Studie unterstreicht damit drastisch, wie häufig und vor allem unberechenbar das Sonnen im Freien zu Sonnenbrand und damit verbunden zu Hautschädigungen führen kann – im Gegensatz zum kontrollierten Sonnen und Vorbräunen im (Qualitäts-) Sonnenstudio.

Auch die engagiertesten Solarienkritiker sollten bei kommenden Kampagnen mit ihren Hinweisen auf die rettenden Sonnencremes vorsichtiger sein.
Denn das propagierte Eincremen jederzeit und überall führt nicht nur zu falschen Erwartungen, falschem Verhalten und dadurch zu fatalen Konsequenzen wie Verbrennungen und Hautschäden sondern verhindert gleichzeitig auch die Bildung des lebenswichtigen Vitamin D in der Haut.

Dabei ist die Botschaft doch so einfach und absolut konsensfähig:  Sonne genießen, solange es dem Körper und der Psyche nützt, die Sonne meiden, bevor zuviel des Guten ins Böse umschlägt.

Dass  Sonnenschutzmittel selbst gefährliche Stoffe enthalten, die ihrerseits (Haut-)Krebs fördern wurde ebenfalls in juengsten Testberichten dokumentiert (Ökotest Mai 2010). Aktuell hat die US-Verbraucherorganisation Environmental Working Group (EWG) 500 Sonnenschutz-Produkte auf verbotene Substanzen untersucht und lediglich 39 Produkte (8 Prozent der Sonnenschutzprodukte) als unbedenklich klassifiziert. (Quelle: www.ewg.org/2010sunscreen/)

40 Prozent der deutschen Männer verzichten auf Sonnenschutz

Eincremen vor dem Sonnen ist etwas für „Mädchen“ – dieses Klischee scheint eine aktuelle Umfrage* der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von L’Oréal zu untermauern. Denn obwohl die Risiken von zuviel Sonne weitgehend bekannt sind, verwenden in Deutschland nur 60 Prozent der Männer über 14 Jahre zumindest gelegentlich Sonnenschutzmittel. Bei den Frauen sind es dagegen 80 Prozent.

Jüngere sind bewusster

Immerhin zeichnet sich insgesamt ein Trend zu bewussterem Sonnenbaden ab: Im Alltag wie im Urlaub greifen von den jüngeren Verbrauchern deutlich mehr zu UV-Schutz als in der Altersgruppe ab 50 Jahre: Immerhin 80 Prozent der Frauen und Männer zwischen 14 und 49 Jahren schützen ihre Haut mit Sonnenpflegeprodukten. Auch das Bildungsniveau hat einen Einfluss auf den Gebrauch von Sonnenschutz. Wer einen höheren Abschluss besitzt, achtet laut der Umfrage eher auf den Schutz seiner Haut. Spitzenreiter sind dabei Angestellte und Beamte. Bei den Bundesländern gehen insbesondere die Hessen auf Nummer sicher. Schlusslicht beim Thema Sonnenschutz ist Mecklenburg-Vorpommern.

*Quelle: GfK Marktforschung Februar 2010; 1.722 Befragte ab 14 Jahre

Winterzeit: Was Ihre Haut jetzt braucht

Auch wenn wir zur Zeit noch keinen Frost haben: Für unsere Haut beginnt die Winterzeit, wenn es kälter als acht Grad Celsius ist. Dann spannt sie, juckt und fühlt sich spröde an. Jetzt braucht unsere äußere Hülle eine besonders gute Pflege, damit sie schön und geschmeidig bleibt. Wir haben uns auf der Straße umgehört, wie die Leute im Winter ihre Haut pflegen:

„Ich creme die im Winter auch nicht anders ein als im Sommer. Ich nehme meistens eine relativ fettige Nachtcreme und tagsüber nur eine normale Tagescreme…normal eincremen wie sonst auch, also Augen zu und durch, ich habe da keinen Geheimtipp für…ich rasiere mich nicht mehr, ich lasse einen Bart stehen“

Empfehlenswert sind im Winter vor allem Cremes, die relativ fettig sind und beruhigende Inhaltsstoffe wie Panthenol enthalten, sagt Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“. Vermieden werden sollte alles, was die Haut angreift:

„Im Winter sind Peelings und auch Rubbelbürsten absolut tabu. Der Grund: Sie würden die Haut noch mehr reizen. Und was auch wichtig ist: Duschen Sie nicht zu heiß und auch nicht zu lange und verzichten Sie möglichst auf Seife, denn Seife ist für die Haut ganz besonders schädlich.“

Wer gerne Ski fährt, setzt seine Haut nicht nur der Kälte aus, sondern auch der UV-Strahlung durch die Sonne. Auch hier helfen die passenden Cremes:

„Da gibt es zwei Möglichkeiten: Zunächst einmal ist es wichtig, dass man sich vor der UV-Strahlung schützt. Darüber hinaus gibt es aber spezielle Kältecremes, die sehr fett sind, mit denen man sich vor der Kälte schützen kann. Wenn Sie jetzt beide Cremes auftragen, sollten Sie darauf achten, dass Sie zuerst die Creme gegen die UV-Strahlung benützen und danach erst die Kältecremes auftragen, in dieser Reihenfolge bitte. So sind Sie bestens geschützt, wenn Sie beim Skifahren große Kälte ertragen müssen.“

Ein weiterer Tipp aus der „Apotheken Umschau“: Viel trinken! So bekommt die Haut auch von innen viel Feuchtigkeit und sieht glatt und rosig aus.

Studien der Charité bringen endlich Klarheit: Babys zwei- bis dreimal pro Woche baden

„Täglich baden, dann aber gut eincremen“, sagen die einen. „Nur waschen, nicht baden!“, fordern die anderen… Auf kaum eine Frage von Müttern und Vätern waren die Antworten bisher so widersprüchlich wie auf die nach der Pflege der zarten Haut ihres Babys. In der aktuellen Ausgabe (12/2009 ab heute im Handel) berichtet die Zeitschrift ELTERN über Studien der Berliner Uniklinik Charité, die endlich Klarheit bringen.

Diese konkreten Pflegetipps lassen sich aus den Forschungen der Berliner Kinderhautspezialisten ableiten:

Babys sollten zwei- bis dreimal pro Woche gebadet werden – frühestens, wenn der Nabelschnurrest abgefallen ist. Das genügt, denn Babys werden ja nicht schmutzig. An den restlichen Tagen reicht es, wenn Gesicht und Po mit einem weichen, wasserfeuchten Baumwolllappen gereinigt werden.

Die richtige Wassertemperatur liegt bei 37 oder 38 Grad, die beste Raumtemperatur zwischen 23 und 24 Grad. Fünf bis zehn Minuten Badedauer sind genug! Danach das Baby rasch und sanft mit einem weichen Handtuch abtupfen. Falls Eltern einen Badezusatz verwenden, muss es ein milder sein. Am besten eignen sich für die gesunde Babyhaut entwickelte Waschgele. Bei Babys mit Tendenz zu trockener Haut kann man stattdessen auch etwas Öl ins Wasser geben, das vorher im verschlossenen Glas kräftig geschüttelt wird. Das Öl wirkt leicht rückfettend.

Nach dem Baden sollte das Kind mit einer Babypflegecreme eingecremt werden. Im Winter am besten mit einer für Babyhaut entwickelten Creme, im Sommer mit einer Babylotion. Hautöl sollte nicht benutzt werden – es reichert sich nicht in der Hornhaut an und hat daher keine langfristige Wirkung. Und: An den badefreien Tagen muss gesunde Babyhaut gar nicht eingecremt werden.

Babys Fältchen müssen trocken sein

Die Hautfalten neugeborener Pummelchen bedürfen einer besonderen Pflege. „Falten müssen immer sorgfältig gereinigt und vor allem gut abgetrocknet werden, sonst können sie sich leicht entzünden“, erklärt der Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Auf keinen Fall solle dort reichlich fette Creme verbleiben. Wärme und Sekret stauen sich sonst, was eine Entzündung ebenfalls begünstigt. „Wenn die Haut bereits gereizt ist, hat sich Zinksalbe oder eine Gerbstoff-Lotion bewährt“, rät der Kinderarzt.

Wie Eltern Neurodermitis-Kindern das Eincremen angenehmer machen können

Ein Muss bei Neurodermitis ist regelmäßige Hautpflege. Für Kinder ist das oft unangenehm. Damit der Nachwuchs die tägliche Creme-Prozedur nicht schon als quälend erlebt, sollten Eltern es möglichst in Rituale einbinden, die die Kleinen als angenehm empfinden, rät der Diplompsychologe Wolfgang Schütz, Leiter von Neurodermitisschulungen am CJD Asthmazentrum Berchtesgaden, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

So kann der Vater Geschichten vorlesen, während die Mutter eincremt oder bei größeren Kindern die Zeit zum Plaudern über die Ereignisse des Tages genutzt werden. Es lohnt auch ein Versuch, die Creme oder Lotion eine Weile in den Kühlschrank zu stellen, da die Kälte manchmal allein schon als angenehm empfunden wird. „Auch wie man eincremt, spielt eine Rolle“, sagt Schütz. „Manche Kinder mögen klopfende Bewegungen, andere finden streichelnde schöner.“ Häufig lösen bestimmte Inhaltsstoffe ein Brennen auf der Haut aus. Das sollte man mit dem Arzt besprechen, der eventuell ein Alternativmittel verschreiben kann. Schütz: „Wichtig ist, immer genau zu beobachten, wann sich der kleine Patient wohl oder unwohl fühlt.“