Einsamkeit in Deutschland steigt stark an

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Einsamkeit. Das geht nach einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag) aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP hervor. Danach ist die Einsamkeitsquote bei den 45- bis 84-Jährigen von 2011 bis 2017 um rund 15 Prozent gewachsen, in einzelnen Altersgruppen sogar um 59 Prozent.

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Wer oft allein ist, stirbt früher

Einsamkeit und soziale Isolation sollten als Risikofaktoren im Gesundheitswesen mehr Beachtung finden. Das fordern laut „Apotheken Umschau“ US-Forscher aufgrund einer Studie, in der sie belegen konnten, dass Alleinsein ein ähnlich hohes Risiko für einen vorzeitigen Tod bedeutet wie Adipositas oder 15 Zigaretten pro Tag. Die Wissenschaftler der Brigham-Young-Universität in den USA analysierten verschiedene Studien zum Thema Einsamkeit und Gesundheit, die insgesamt über drei Millionen Teilnehmer umfassten.

Steigende Angst vor Einsamkeit

Die Angst vor Einsamkeit nimmt in unserer Gesellschaft mehr und mehr zu. Das belegen Ergebnisse von repräsentativen Umfragen im Auftrag der „Apotheken Umschau“. Gab bei einer Befragung im April 2008 jeder fünfte Deutsche (20,3 %) an, sich mit am meisten davor zu fürchten, ohne Freunde und Familie einsam zu sein, waren es im September/Oktober dieses Jahres bereits ein Viertel der befragten Männer und Frauen (24,7 %).

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