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Fünf Hebammentipps für den Weg zur achtsamen Geburt

Achtung steckt in dem Begriff Achtsamkeit, die uns heute fast überall begegnet. In Form von Seminaren, Büchern und Magazinen wird sie uns angeboten, damit wir (wieder) lernen, achtsam mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen. Wenn neues Leben entsteht und aus einem Paar Eltern werden, ist besondere Achtsamkeit erforderlich. Susanne Lewerenz, als Hebamme über 30 Jahre in der Schwangerenbegleitung und Geburtshilfe tätig sowie fachliche Beraterin bei Seracell, gibt Tipps für Schwangere, wie Achtsamkeit trainiert werden kann, um das Vertrauen in die eigene Kraft des Körpers zu stärken und so die Geburt angstfrei zu erleben.

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Einfache Hilfsmittel können die erste Zeit nach der Entbindung erleichtern

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An Sex denken die wenigsten Frauen nach der Entbindung, Kondome können trotzdem überaus praktisch sein im Wochenbett: „Einfach mit Wasser befüllen, zuknoten und ins Eisfach legen“, rät die Münchner Hebamme Maja Dorscheimer im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Die Eiskondome dann mit einem Tuch umwickeln und auf die Dammnarbe legen. Das betäubt den Schmerz und kühlt angenehm.

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Nur vier Prozent der Babys werden tatsächlich am errechneten Termin geboren

Wenn Frauenärzte der Schwangeren den erwarteten Entbindungstermin nennen, sollten sie immer dazu sagen: Das ist der berechnete Termin, aber Babys halten sich selten daran. Nur vier Prozent werden tatsächlich an diesem Tag geboren, mehr als 40 Prozent danach.

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„Eine Geburt zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche ist normal“, sagt Christiane Schwarz, Hebamme und Gesundheitswissenschaftlerin an der Medizinischen Hochschule Hannover, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

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Mehr Krankenhausentbindungen 2014 bei gleicher Kaiserschnittrate

Die Zahl der Krankenhausentbindungen in Deutschland ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % auf 692 096 gestiegen. Der Anteil der Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, blieb nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber 2013 unverändert bei 31,8 %. Im Ländervergleich war die Kaiserschnittrate im Saarland mit 40,2 % am höchsten. Die wenigsten Kaiserschnittentbindungen wurden mit 24,2 % in Sachsen vorgenommen.

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Jedes dritte Kind kommt per Kaiserschnitt auf die Welt

Alle zweieinhalb Minuten kommt in Deutschland ein Kind per Kaiserschnitt auf die Welt. Allein bei den Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) waren es im vergangenen Jahr knapp 30.000 Kinder und somit jedes dritte Baby, dessen Geburt per Skalpell durchgeführt wurde. Damit setzt sich ein Trend zur Operation als Geburtsform fort – obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur von rund 15 Prozent medizinisch notwendigen Eingriffen dieser Art ausgeht.

„Eine Geburt ist der für Mutter und Kind wichtige Höhepunkt einer Schwangerschaft“, sagt Monica Burkhardt, die das Thema Schwangerschaft und Geburt bei der TK betreut. „Gerade bei der ersten Geburt können sich Frauen häufig nicht vorstellen, was auf sie zukommt – das kann Angst machen. Und die wollen wir abbauen“, so Burkhardt. Um werdende Mütter dabei zu unterstützen, sich körperlich und seelisch auf dieses wichtige Ereignis einzustellen und vorzubereiten, hat die TK alle Informationen zum Thema nach den neuesten wissenschaftlichen Studien in einer handlichen Broschüre zusammengefasst. Sie bietet eine neutrale Gegenüberstellung unterschiedlicher Geburtsmethoden und ihrer Risiken. Der Ratgeber informiert rund um die Geburt und auch wann ein Kaiserschnitt das Mittel der Wahl ist.

Wie ein Experte den „mütterlich assistierten Kaiserschnitt“ beurteilt

Immer mehr Kinder werden per Schnittentbindung geboren. Kürzlich gab es den ersten „mütterlich assistierten“ Kaiserschnitt. Eine Frau half mit, das Kind aus ihrem aufgeschnittenen Bauch zu ziehen. Prof. Dr. med. Holger Stepan, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig findet das „absolut unseriös“, wie er dem Apothekenmagazin „Baby und Familie“ sagte. Die Mutter könne aus praktischen Gründen gar nicht mithelfen, dazu fehle ihr die Kraft und der nötige Überblick über die Geburtssituation.

„Medizinisch ist das Risiko viel zu groß, weil Keime in den Bauch gelangen können“, so sein Urteil. Auch in seiner Klinik bemühe man sich um einen frühen Kontakt von Mutter und Kind. Die Mutter könne beim Kaiserschnitt, „meist gleich nach der OP“, das Neugeborene auf die Brust nehmen. „Sie hört den ersten Schrei und hat ihr Kind von Anfang an bei sich.“

Unsere Kinder werden immer größer

3.300 Gramm, 50 Zentimeter: Ein strammes Baby, hätte man noch vor zehn Jahren gesagt. Heute wiegt das statistische Normal-Neugeborene stattliche 3.500 Gramm und ist 55 Zentimeter groß. Über diesen und andere neue Trends in Deutschlands Kreißsälen berichtet die Zeitschrift ELTERN in ihrer aktuellen Ausgabe (Heft 6/2012, ab morgen im Handel).

So sind Mütter in Deutschland heute im Durchschnitt 30 Jahre alt, wenn das erste Kind kommt. 1970 lag das Durchschnittsalter noch bei 24 Jahren. Fast jede vierte Schwangere (23,9 Prozent) ist heute bereits über 35 Jahre alt. Das hat auch Auswirkungen auf die Arbeit im Kreißsaal. „Wir haben es heute mit selbstbewussten, gut informierten Frauen zu tun, die bei ihrer Behandlung mitreden wollen“, erklärt Dr. Thomas Winkler, leitender Arzt in der Frauenklinik München West, in ELTERN.

Ein weiterer neuer Trend: Die Naturheilkunde ist aus deutschen Entbindungsstationen nicht mehr wegzudenken. Über 80 Prozent der Geburtskliniken arbeiten mit alternativer Medizin wie Akupunktur oder Homöopathie. Um Wehenschmerzen zu lindern, die Gebärmutter zu stimulieren oder den Muttermund weich zu machen, wird heute erst einmal die sanfte Methode gewählt, bevor man den Tropf anhängt.

„Geburt 2012“ heißt auch, dass immer mehr Frauen probieren, in Stellungen wie Hocke, Sitzen oder Stehen zu entbinden. Die Hebamme Stephanie Heintzeler in der neuen ELTERN: „Eine aufrechte Position erleichtert die Geburt, weil sich durch die Schwerkraft und den stärkeren Druck des Kindes von oben der Muttermund leichter öffnet. Das Gewebe wird besser gedehnt, die Verletzungsgefahr ist geringer. Das spart Schmerzmittel und operative Geburtseingriffe durch den Arzt.“

Nach der Geburt ist alles anders. So werden Mütter wieder fit

Während viele Schwangere noch ganz bewusst auf die Ernährung achten und sich bewegen, treiben Mütter mit kleinen Kindern weniger Sport als andere Frauen und essen mehr als nötig. Denn der wenige Schlaf, die neue Lebenssituation, stillen – all das kostet enorm viel Kraft. Höchste Zeit, mehr an sich zu denken. Dabei fühlen sich Frauen nach einer Geburt in ihrem Körper oft deutlich wohler, als je zuvor, berichtet das Apothekenmagazin „BABY und Familie“.

Aber es benötigt offenbar den bewussten Vorsatz, jetzt auch wieder etwas für sich zu tun. Professorin Christine Graf von der Deutschen Sporthochschule Köln empfiehlt, sechs bis acht Wochen nach der Geburt im Schongang wieder mit Sport zu beginnen. Auch für Schönheit und Wohlbefinden sollte wieder Zeit investiert werden.

Eine Hebamme leistet jährlich bei etwa 63 Frauen Geburtshilfe

Etwa 63 Frauen betreute eine Hebamme oder ein Entbindungspfleger im Durchschnitt während der Entbindung in einem deutschen Krankenhaus im Jahr 2009. Insgesamt 8 250 festangestellte Hebammen und Entbindungspfleger leisteten 2009 in den Krankenhäusern Deutschlands bei 644 274 Entbindungen Geburtshilfe. Dabei wurden sie von 1 980 Beleghebammen und entbindungspflegern unterstützt.

Im Krankenhaus gibt es keine Geburt ohne Unterstützung: es muss immer eine Hebamme oder ein Entbindungspfleger hinzugezogen werden – dafür haben Ärzte und Ärztinnen nach dem Hebammengesetz Sorge zu tragen. Aber auch nach der Entbindung stehen sie den Frauen zur Seite, denn die Geburtshilfe umfasst neben der Überwachung des Geburtsvorgangs und der Hilfe bei der Geburt die Überwachung des Wochenbettverlaufs.

Gut vorbereitet auf die Geburt

„Wo soll ich mein Kind auf die Welt bringen?“ Früher oder später fragen sich werdende Eltern, welcher Geburtsort für sie der beste ist. Wichtig ist in jedem Fall, dass die werdende Mutter sich wohl fühlt. Die Auswahl hängt aber auch davon ab, ob es sich um einen normalen Schwangerschaftsverlauf oder etwa um eine Risikoschwangerschaft handelt. Deshalb spielen nicht nur emotionale, sondern auch medizinische Faktoren wie die Qualität der Versorgung und der technischen Ausstattung eine bedeutende Rolle.

Bei der Wahl des richtigen Krankenhauses hilft die Techniker Krankenkasse (TK) werdenden Eltern mit ihrem Klinikführer. Denn: „Hier ist unter anderem anhand von Befragungen nachvollziehbar, wie zufrieden die Patienten mit der Behandlung auf Geburtshilfestationen waren“, erläutert Mirko Ruchel vom Projekt TK-Klinikführer. Danach ist es wichtig, dass sich die werdenden Eltern selbst vor Ort ein Bild von den Kliniken machen. „Die meisten Einrichtungen bieten Informationsabende an, wo man das Entbindungszimmer, den Kreißsaal, sowie die Wöchnerinnen- und Neugeborenenstation besichtigen kann“, sagt Ruchel. Die Unterschiede zwischen den Kliniken sind oft groß. Manche Abteilungen betreuen nur wenige hundert Geburten pro Jahr, andere weit mehr als 2000. Entsprechend unterschiedlich ist die personelle und apparative Ausstattung. Nicht immer steht ein eigenes OP-Team für den Notfall rund um die Uhr zur Verfügung.

Um gut auf die Geburt vorbereitet zu sein, gibt die TK folgende Tipps: Man sollte sich erkundigen,

   - ob ein Anästhesist im Hause ist und wie schnell im Notfall ein
     Kinderarzt vor Ort sein kann bzw. ob die Klinik über eine
     Kinderintensivstation verfügt,
   - wie viele Hebammen pro Schicht im Dienst sind,
   - ob die eigene Hebamme die Geburt begleiten darf,
   - wie hoch die Dammschnittrate ist,
   - wie häufig ein Kaiserschnitt gemacht oder Vakuum/Saugglocke
     eingesetzt wird,
   - wie viele Kreißsäle es gibt und was passiert, wenn mehrere
     Geburten parallel stattfinden,
   - ob die Mutter entscheiden darf, ob sie das Kind liegend,
     hockend, stehend, im Vierfüßlerstand oder sogar hängend bekommt,
   - ob es Alternativen zum Gebärbett wie Hocker oder Wanne gibt,
   - ob der Partner oder eine Vertrauensperson während der Geburt und
     auch danach bei der Mutter bleiben darf,
   - ob das Kind gemeinsam mit der Mutter in einem Zimmer bleiben
     darf (so genanntes Rooming-In) und wenn ja, in welchem Ausmaß
     und
   - ob die Klinik Wert auf Stillförderung legt.

Ein Vergleich dieser Zahlen sagt häufig schon etwas über die Ausrichtung einer Geburtsklinik aus. Grundsätzlich sollte man sich vom Arzt beraten lassen, welche medizinische Ausstattung für die Geburt erforderlich ist. Droht beispielsweise eine Frühgeburt, bekommt man Mehrlinge oder gab es Probleme in der Schwangerschaft, ist es eventuell notwendig, dass ein Kinderarzt bei der Geburt dabei ist.