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Trockene Haut kann Nebenwirkung von Arzneien sein

Eine gerötete oder extrem trockene Haut kann auch eine Nebenwirkung von Arzneien sein. „Infrage kommen unter anderem Blutdruck-, Entwässerungs- sowie Rheumamittel, aber auch Antibiotika und Psychopharmaka“, erläutert die Leiterin der Fachgruppe Dermokosmetik der Gesellschaft für Dermopharmazie, Petra Liekfeld, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Die Apotheke biete bei Hautproblemen intensive Beratung und ein breites Sortiment an Reinigungs- und Pflegeprodukten, auch speziell für erkrankte Haut. Auf jeden Fall zum Arzt gehen sollte man der Expertin zufolge, wenn die Haut extrem trocken ist, juckt, schmerzt oder blutet. „Auch bei ungeklärten Hautveränderungen wie sandpapierartigen Verhärtungen“, sagt Liekfeld.

Bei Problemen mit der Gesichtshaut suchen viele Deutsche Rat in der Apotheke

Bei Hautproblemen setzen viele Frauen und Männer in Deutschland auf die Kompetenz von Apothekern. Fast jeder dritte Bundesbürger (31 Prozent) mit empfindlicher und nahezu jeder Fünfte (19 Prozent) mit trockener Gesichtshaut hat in den letzten 3 Monaten Gesichts-Hautpflegeprodukte in der Apotheke gekauft.

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Sonniges Vergnügen: Wie Sie die schöne Jahreszeit gesund genießen

Bei schönem Wetter draußen sein und den Sonnenschein auf der Haut spüren, was gibt es Schöneres? Doch was tun, wenn man die Sonne nicht verträgt? Viele, die im Sommer Hautprobleme haben, führen das auf eine so genannte Sonnenallergie zurück. Doch Hautirritationen müssen nicht allergisch sein, sondern können ganz unterschiedliche Ursachen haben, sagt Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“: „Manchmal juckt nach dem Sonnenbad die Haut, es bilden sich Bläschen und Quaddeln. Verantwortlich sind vermutlich die UV-A- und UV-B-Strahlen der Sonne. Die exakten Ursachen sind bislang noch unklar. Fakt ist aber: Unterschiedliche Hautreaktionen haben unterschiedliche Behandlungsweisen zur Folge, und diese kann nur der Hautarzt abklären.“

Wer die Sonne nicht verträgt, hat mehrere Möglichkeiten, sich zu schützen:

„Die vielleicht einfachste, aber auch vielleicht enttäuschendste Maßnahme: Meiden Sie die Sonne! Und wenn Sie trotzdem in die Sonne gehen, dann nur gut geschützt. Produkte mit einem physikalischen Filter haben sich gut bewährt und sind auch gut für Kinder geeignet. Chemische Sonnencreme schützt ebenso, aber es kommt viel häufiger zu Hautunverträglichkeiten.“

Was viele nicht wissen: Manche Medikamente machen die Haut empfindlicher für das Sonnenlicht:

„Es gibt eine Reihe von Arzneien, die die Haut sonnenempfindlicher machen, beispielsweise Antibiotika, Mittel gegen Rheuma, Diabetes und auch gegen Bluthochdruck. Fragen Sie bei Problemen Ihren Arzt nach Alternativen.“

Wer Hautprobleme mit der Sonne hat, sollte der Ursache auf den Grund gehen, empfiehlt die „Apotheken Umschau“: Schließlich wäre es schade, den ganzen Sommer im Schatten zu verbringen, wenn draußen die Sonne lacht. Und wer sich ausreichend schützt und immer nur kurze Zeit in der Sonne bleibt, kann die schöne Jahreszeit gesund genießen.

Hautprobleme im Beruf: Rechtzeitig gegensteuern

Wenn die Haut an den Händen spannt, sich rötet oder rissig wird, ist das keine Bagatelle. Ganz besonders dann nicht, wenn der betreffende Mensch häufig mit Wasser oder feuchten Materialien hantiert, in Handschuhen schwitzt oder mit hautreizenden Stoffen in Kontakt kommt. Wer die Warnsignale des Körpers ignoriert und die Haut weiter strapaziert, riskiert ernste Erkrankungen. Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin. Wichtig ist bei berufsbedingten Hautbeschwerden das rechtzeitige Gegensteuern.

Feuchte Finger vermeiden

Berufsbedingte Hauterkrankungen sind weit verbreitet. Von den Verdachtsmeldungen auf eine Berufskrankheit, die die BGW im vergangenen Jahr erhalten hat, betrafen fast 60 Prozent die Haut. „Dabei ließe die sich häufig besser schützen“, erklärt Dr. Verena Kagel, Dermatologin bei der BGW. Eine Kernursache für Hautprobleme gerade in Pflegeberufen, bei Reinigungs- und Küchenarbeiten oder auch im Friseurhandwerk ist zu häufiger Kontakt mit Feuchtigkeit. Diese greift die Schutzschicht der Haut an. Passiert das zu oft oder zu ausdauernd, kann sich das Gewebe nicht mehr richtig erholen.

Rechtzeitig Rat suchen

„Gerötete oder trockene, schuppende Stellen können erste Anzeichen für ein Abnutzungsekzem sein“, erläutert die Expertin. „Diese sollte man unbedingt ernst nehmen und zu einer Hautärztin oder einem Hautarzt gehen.“ Wenn die geschädigte Haut nicht behandelt und im Alltag besser geschont wird, drohen chronische Entzündungen, die sogar einen Berufswechsel erzwingen können. Außerdem steigt die Gefahr einer Allergie, da durch die defekte Schutzschicht leichter sensibilisierende Stoffe in die Haut eindringen können. Im Frühstadium dagegen sind Abnutzungsekzeme gut heilbar.

Arbeitsbelastungen ansprechen

Wer bei Hautbeschwerden berufliche Ursachen vermutet, sollte das dem Arzt oder der Ärztin sagen, damit gegebenenfalls die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse informiert wird. Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger unterstützen ihre hauterkrankten Versicherten mit verschiedenen Angeboten. Ziel ist, dass die Betroffenen die Probleme in den Griff bekommen und in ihrem Beruf weiterarbeiten können. Die BGW beispielsweise organisiert dazu neben einer Heilbehandlung auch branchenspezifische Seminare. Dort lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie ihre Haut in ihrem Beruf zukünftig besser schützen können.

Unreine Haut? Tipps gegen Akne

Als Jugendlicher erlebt man die aufregendste Zeit seines Lebens. Man ist zum ersten Mal verliebt, man feiert Partys und man schwärmt für Popstars. Allerdings hat die Jugend auch ihre Nachteile. Einer davon ist unreine Haut. Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau, erklärt, warum gerade Jugendliche davon betroffen sind:

„Bei Jugendlichen verändert sich der Hormonhaushalt ganz dramatisch und als Folge dessen produziert die Haut mehr Talg. Da können sich Bakterien ansiedeln und die Haut reagiert darauf mit Pickeln und Pusteln. Das Schlimme dabei ist ja, dass die Akne dann oft im Gesicht auftritt und deswegen für jeden sichtbar ist. Und da leiden vor allem junge Menschen drunter.“

Gegen unreine Haut kann man etwas unternehmen. Wenn man nur leicht betroffen ist, helfen rezeptfreie Mittel:

„Leichte Akne kann man in der Regel selbst ganz gut behandeln. Da kann einem die Apotheke auch weiterhelfen. Sobald die Haut allerdings häufig entzündet ist, sollte man unbedingt zum Hautarzt gehen. Denn je früher eine gezielte Behandlung beginnt, desto höher ist auch die Chance dass keine Narben entstehen.“

Für unreine Haut gibt es spezielle Kosmetika. Entscheidend ist auch die richtige Pflege:

„Mit seifenfreien Reinigungsmitteln die Haut reinigen. Dadurch verringert sich die Zahl der akneauslösenden Bakterien. Außerdem ein Gesichtswasser nehmen, das dann die Schüppchen ablöst. Und zum Schluss entsprechende Pflegeprodukte, die in der Regel wenig Fett oder auch gar kein Fett enthalten.“ Online finden Sie weitere wertvolle Tipps.

Wer seine unreine Haut loswerden will, braucht Geduld, schreibt die Apotheken Umschau. Denn bei starker Akne dauere die Therapie unter Umständen mehrere Jahre.