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Was die Haut bei kühlen Temperaturen braucht

Bei Temperaturen von weniger als acht Grad stellen die Talgdrüsen größtenteils ihre Arbeit ein – der Schutzfilm der Haut wird porös. Durch trockene Winterluft und Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen verliert die Haut zudem an Feuchtigkeit. Marie-Luise Wipperfürth, pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke in Aachen, rät im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“daher zu Seren und Ampullen.

Diese Beauty-Konzentrate – etwa mit Hyaluronsäure, Meeresmineralien, Avocado- oder Sojaöl – füllen die hauteigenen Wasserspeicher auf. „Verteilen Sie morgens und abends ein paar Tropfen auf Gesicht, Hals und Dekolleté. Darüber eine Gesichtscreme für trockene Haut geben, eine reichhaltige Wintercreme oder eine Cold-Cream.“

Rückfettend und nährend wirken Zutaten wie Mandelöl, Sheabutter, Linolsäure, Ceramide und Omega-Fettsäuren. Da die Haut im Winter Feuchtigkeit verliert, empfiehlt es sich, viel zu trinken. „Am besten warmes Wasser“, rät Wipperfürth. Vermeiden sollte man zu häufiges Duschen und zu intensive Gesichtspflege – denn dabei werden schützende Fette aus der äußeren Hautschicht gelöst, und die Haut verliert ihre Barrierefunktion.

Warum Neurodermitis-Patienten den Hautschutz nie vernachlässigen sollten

Wenn die juckende Haut eines Neurodermitis-Patienten sich erholt hat, legen viele ihre Pflegecreme zur Seite. Endlich mal nicht mehr ständig daran denken, dass die Haut eigentlich krank ist! Ein Fehler, der den nächsten Schub provoziert, bedauert Professor Regina Fölster-Holst, Dermatologin an der Universität Kiel, in der „Apotheken Umschau“. Es ist mittlerweile allgemein anerkannt, dass die Haut in der symptomfreien Zeit Schutz braucht, um nicht anfällig für den nächsten Schub zu werden.

Je nach Typ oder auch Jahreszeit braucht die Haut feuchtigkeitsspendende oder fetthaltige Cremes. Baden und duschen sollen Patienten grundsätzlich nur in Maßen, weil es die Haut austrocknet. Einen gewissen Schutz bieten dabei Pflegeprodukte mit einem pH-Wert von 5,5.

Endlich Sonne! Hautschutz-Tipps für Klein und Groß

Frühling, Sonne, Freizeit! Für viele Menschen hat jetzt die schönste Zeit des Jahres begonnen. Der Deutschen Krebshilfe ist es ein Anliegen, die Menschen über den richtigen Umgang mit der Sonne zu informieren – denn mit einigen einfachen Regeln kann man die sonnige Zeit entspannt genießen, ohne sein Hautkrebs-Risiko zu erhöhen: „In der Sonne nicht aus-, sondern anziehen, die pralle Sonne meiden, sich bevorzugt im Schatten aufhalten und vor allem keinen Sonnenbrand bekommen“, das empfiehlt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Wer diese Tipps beachtet, beugt Hautkrebs aktiv vor.“ Wichtig ist dies insbesondere, weil die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs stetig ansteigt.

Immer mehr Deutsche leiden an Hautkrebs. Derzeit erkranken jährlich bundesweit 195.000 Menschen neu an dieser Krebsart, 24.000 davon an dem besonders gefährlichen malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). Der größte Risikofaktor dafür ist die UV-Strahlung – ein vermeidbares Risiko: Denn wer sich umsichtig in der Sonne verhält und künstliche UV-Strahlung aus Solarien meidet, senkt sein individuelles Hautkrebs-Risiko.

Zum richtigen Sonnenschutz gehört eine sonnengerechte Kleidung: Kopfschutz, T-Shirt oder Hemd sowie Bermudas aus leichtem, aber sonnendichtem Gewebe, Schuhe, die den Fußrücken ausreichend bedecken, und eine gute Sonnenbrille. Beim Baden das T-Shirt anlassen! Alle unbedeckten Körperstellen sollten mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt werden. „Sonnencremes schützen richtig angewandt vor Sonnenbrand, nicht vor Hautkrebs. Sie sollten nicht dazu genutzt werden, den Aufenthalt in der Sonne auszudehnen“, erläutert Professor Dr. Eckhard Breitbart, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Krankenversicherte ab 35 Jahren erhalten auch im Rahmen der Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung beim Arzt Tipps zum UV-Schutz. Zudem werden bei der Untersuchung auf Hautkrebs individuelle Risikofaktoren ermittelt. Das Screening geht schnell und ist schmerzlos. Es wird vom Arzt ohne weitere Hilfsmittel mit bloßem Auge durchgeführt. Elf Millionen Versicherte haben dieses Angebot seit seiner Einführung im Juli 2008 bereits genutzt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass das wichtigste Ziel des Hautkrebs-Screenings – die Senkung der Zahl der Todesfälle beim malignen Melanom – schon in naher Zukunft erreicht werden kann“, betont Nettekoven.

Sonnenbrand: dem Hauttyp entsprechend vorbeugen

Verzichten wir auf Schreckensnachrichten über den bekannten schwarzen und weißen Hautkrebs und dessen Zunahme. Klar ist, wir wollen alle in die Sonne – aber wir sollten es nicht! Sicher ist eigentlich nur derjenige, der die Sommermonate im Keller verbringt und sich mit Bräunungscreme aus der Tube begnügt.

Welche Hauttypen gibt es?
Doch was ist bei realistischer Betrachtung zu tun? Die Haut verzeiht keinen Sonnenbrand, auch keinen kleinen, also sollten wir uns davor schützen. Dazu sollte man zuerst einmal seinen Hauttyp kennen: Davon gibt es sechs verschiedene, die von keltisch (sehr hell) bis schwarz reichen. Je nach Typus darf man zwischen fünf Minuten bis zu einer halben Stunde in der Mittagssonne braten. In Deutschland sind vorrangig vier Hauttypen vertreten, die ganz hellen Typen sind eher selten. Typ 3 (mittlere Hautfarbe), bei dem die Haut eine Eigenschutzzeit von 20 bis 30 Minuten aufweist, überwiegt mit fast 80 Prozent.

Gefährliches UV-Licht
Es kommt auch auf die Sonneneinstrahlung an, die nicht nur von der Jahreszeit, sondern auch von Wolken, Feuchtigkeit und Smog abhängt. An einem klaren Tag ohne ein Wölkchen am Himmel kommt natürlich viel mehr gefährliche UV-Strahlung auf die Haut, als wenn dicke Regenwolken den Himmel verdüstern. Ein Maß für die Gefahr ist der UV-Index: Er reicht bei uns von 1 bis 11 und kann in einer Wüste oder Schneefeldern noch höher liegen. Unter www.uv-index.de findet sich eine tägliche Vorhersage.

Haut braucht umfangreichen Schutz
Will man trotz Sonne nach draußen, sollte man sich schützen, am besten durch Kleidung, Hut, Schuhe und Sonnenbrille. Dabei ist zu beachten, dass ein dünnes Baumwollhemd nur einen geringen Schutzfaktor von etwa 3 hat – das heißt, es verlängert die Zeit, die man in der Sonne bleiben darf, um das Dreifache. In Ergänzung kommen Sonnencremes zum Einsatz, für die die gleiche Formel gilt: Angenommen man hat Hauttyp 3 und darf sich ungestraft circa 30 Minuten in der Mittagssonne aufhalten, dann würde eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 10 diese Zeit auf 300 Minuten erhöhen. „Würde“ muss man einschränken, denn erstens stimmt dieser Wert meist nur unter optimalen Bedingungen und zweitens wird viel zu wenig Sonnencreme verwendet. Eine Tube mit 100 Gramm muss theoretisch bereits nach dreimaligem Ganzkörper-Gebrauch leer sein, sonst wirkt sie nicht ausreichend. Und schließlich ein letzter Tipp: Alle diese Angaben gelten nicht für Säuglinge und Kleinkinder. Bei ihnen sollte man die pralle Sommersonne möglichst vollständig meiden. Zum Trost: Ungebräunte Haut bleibt länger jung und frisch.

Wenn der Sonnenbrand doch passiert ist, finden Sie in der Gesundheitscommunity von imedo.de Hilfe