Impf-Mythen: Viele Menschen sind verunsichert

Die Skepsis gegenüber Impfungen ist bei vielen Menschen auf Verunsicherung zurückzuführen. Wichtige Faktoren dabei seien zu wenig Wissen – oder im Gegenteil ein Übermaß an widersprüchlichen Informationen über Impfrisiken, sagt die Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt, Cornelia Betsch, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Ich habe so wahnsinnig viele Informationen zusammengesucht, dass sich viele widersprechen und ich am Ende nicht mehr weiß, wem ich glauben oder was ich tun soll.“

Impf-Mythen: Viele Menschen sind verunsichert weiterlesen

Für eine verpflichtende Impfberatung

„Impfungen gehören zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen der Medizin. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und unerwünschte Arzneimittelwirkungen werden nur in extrem seltenen Fällen beobachtet und stehen in keinem Verhältnis zu den möglichen Komplikationen, die bei den Erkrankungen auftreten können, gegen die wir in Deutschland impfen“, sagt Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) in der gegenwärtigen Debatte um ein härteres Vorgehen der Bundesregierung gegen Impfgegner. Denn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will Kitas verpflichten, Eltern beim Gesundheitsamt zu melden, wenn sie keinen Nachweis über eine Impfberatung beim Haus- oder Kinderarzt vorlegen.

Für eine verpflichtende Impfberatung weiterlesen

Keuchhusten-Impfung auffrischen – Kein lebenslanger Schutz vor der Erkrankung möglich

schnupfen

Erwachsene sollten ihre Impfung gegen Keuchhusten auffrischen lassen – das käme auch vielen Babys zugute. Darauf weist das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ hin. „Wir wissen heute, dass weder eine natürliche Infektion noch die empfohlene Grundimmunisierung im Kindesalter ein Leben lang vor der Erkrankung schützen“, sagt Dr. Wiebke Hellenbrand, Expertin für Impfprävention am Robert-Koch-Institut in Berlin. Besonders gefährlich ist die Infektion für Säuglinge: Es drohen Komplikationen bis hin zum Atemstillstand.

Keuchhusten-Impfung auffrischen – Kein lebenslanger Schutz vor der Erkrankung möglich weiterlesen

Impfpflicht macht Skeptiker noch misstrauischer

Druck erzeugt Gegendruck, offenbar auch beim Impfen: Eine Pflichtimpfung macht Impfskeptiker nur noch misstrauischer. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Forscher aus Erfurt und Aachen, die das in einem Test nachweisen konnten. Die Bereitschaft von Impfskeptikern zu einer Masern-Mumps-Röteln-Vorsorge sank bei Impfpflicht um 39 Prozent. Dabei sollten gerade die Skeptiker mit der Maßnahme erreicht werden. Die Wissenschaftler folgern, Aufklärung sei wohl effektiver.

grippeimpfung

Wer zu spät zur Beratung geht, riskiert einen unvollständigen Impfschutz

Sechs Wochen vor Antritt einer Auslandsreise sollte man sich reisemedizinisch beraten lassen. „Viele Urlauber kommen erst wenige Tage vorher zu uns. Das reicht nicht, um einen guten Impfschutz aufzubauen“, sagt Professor Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reise- und Tropenmedizin in Düsseldorf, in der „Apotheken-Umschau“. Die für die meisten Urlauber wichtigste Immunisierung schützt vor Hepatitis-A-Viren.

Wer zu spät zur Beratung geht, riskiert einen unvollständigen Impfschutz weiterlesen

Meningokokken-Erkrankungen: Vorbeugen kann Leben retten

Wie lebensgefährliche Meningokokken-Erkrankungen verlaufen und wie man vorbeugen kann, darüber informieren Patientenorganisationen jährlich weltweit am 24. April, dem Welt-Meningitis-Tag. Zur Vorbeugung gibt es mittlerweile Impfstoffe gegen alle in Deutschland auftretenden Meningokokken-Typen. Bisher werden hierzulande viele Kinder nur gegen Meningokokken C geimpft. Großbritannien – schon bei MenC weltweit in der Vorreiterrolle – führt in Kürze sogar eine flächendeckende Impfung von Babys gegen Meningokokken B ein. Auch deutsche Fachgremien wie die Sächsische Impfkommission (SIKO) und die Impfkommission der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendheilkunde (DAKJ) raten bereits zu einer Impfung gegen Meningokokken B. „Kinderärzte und Eltern wünschen sich auch für Deutschland eine STIKO-Empfehlung,“ weiß Andrea Vogt-Bolm von der Patientenorganisation Ampu-Kids, Hamburg. Sie begegnet täglich Kindern, die nach einer Meningokokken-Erkrankung mit Amputationen leben müssen. „Wir möchten, dass sich viele Menschen der Gefahren einer Meningokokken-Infektion bewusst werden. Sie können innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen oder dauerhafte Gesundheitsschäden nach sich ziehen,“ betont Andrea Vogt-Bolm.

Meningokokken-Erkrankungen: Vorbeugen kann Leben retten weiterlesen

Impfen schützt! Warum Kinder geimpft werden müssen

Gerade in den ersten Lebensjahren sind viele Impfungen vorgesehen wie Diphterie, Kinderlähmung oder Wundstarrkrampf. Aber auch gegen Kinderkrankheiten sollte der Nachwuchs immunisiert werden. Aktuell in der Diskussion ist zum Beispiel die Masernimpfung. Wichtig ist, dass Eltern fürs Impfen sensibilisiert werden, sagt Chefredakteurin Stefanie Becker vom Apothekenmagazin Baby und Familie, und erklärt, warum schon sehr kleine Kinder geimpft werden müssen:

Impfen schützt! Warum Kinder geimpft werden müssen weiterlesen

Masernepidemie und Impflücken: „Kitas und Schulen müssen Ort der Primärprävention sein.“

Eine immer noch nicht überstandene Masernepidemie in Berlin zeigt auf, wie groß die Impflücken hierzulande sind. Vor diesem Hintergrund gibt es sogar Forderungen nach einer Impfpflicht. Klar ist: Die Quote der Impflinge muss steigen. CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel will das mithilfe von Hausärzten, mehr Mitteln für den Gesundheitsdienst und der Unterstützung von Krankenkassen erreichen.

Masernepidemie und Impflücken: „Kitas und Schulen müssen Ort der Primärprävention sein.“ weiterlesen

Mehrheit der Deutschen für Impfpflicht in Schulen und KITAS – Kaum Verständnis für Impfverweigerer

Die Masern grassieren in ganz Deutschland, vor allem Berlin wird von einer Infektionswelle heimgesucht. Die Politik zögert mit der Einführung einer Impfpflicht – die große Mehrheit der Deutschen wäre dafür, zumindest in Schulen und KITAS.

Mehrheit der Deutschen für Impfpflicht in Schulen und KITAS – Kaum Verständnis für Impfverweigerer weiterlesen

Grippeschutzimpfung muss jährlich wiederholt werden

Mit dem Herbst beginnt die Grippesaison. Der beste Schutz gegen diese teilweise schwer verlaufende Infektionskrankheit ist die Grippeschutzimpfung. Dr. Wiete Schramm, Fachärztin für Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland: „Die Impfung schützt für neun bis zwölf Monate. Die Erreger verändern sich jedes Jahr. Daher muss die Impfung jährlich, am besten im Herbst, wiederholt werden.“ Nach der Impfung dauert es etwa zwei bis drei Wochen, bis der Schutz aufgebaut ist.

Grippeschutzimpfung muss jährlich wiederholt werden weiterlesen