Deutscher Ethikrat: Maßnahmenbündel zur Erhöhung der Masernimpfquote statt allgemeiner Impfpflicht

In seiner heute in Berlin veröffentlichten Stellungnahme „Impfen als Pflicht?“ begründet der Deutsche Ethikrat eine allgemeine moralische Pflicht, sich selbst und die eigenen Kinder gegen Masern impfen zu lassen. Die Einführung einer gesetzlichen Masernimpfpflicht empfiehlt er nur für Berufsgruppen in besonderer Verantwortung, nicht hingegen für alle Erwachsenen oder Kinder.

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Mehr als acht von zehn Bundesbürgern fordern Impfpflicht für Kinder

87 Prozent der Bundesbürger befürworten eine Impfpflicht für Krippen- und Kindergartenkinder, 81 Prozent auch für Schulkinder. Der großen Mehrheit der Deutschen ist bewusst, dass sie sich mit Impfungen nicht nur selbst, sondern auch andere vor schweren Krankheiten schützen. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage der Schwenninger Krankenkasse unter mehr als 2.000 Bundesbürgern.

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Impfpflicht macht Skeptiker noch misstrauischer

Druck erzeugt Gegendruck, offenbar auch beim Impfen: Eine Pflichtimpfung macht Impfskeptiker nur noch misstrauischer. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Forscher aus Erfurt und Aachen, die das in einem Test nachweisen konnten. Die Bereitschaft von Impfskeptikern zu einer Masern-Mumps-Röteln-Vorsorge sank bei Impfpflicht um 39 Prozent. Dabei sollten gerade die Skeptiker mit der Maßnahme erreicht werden. Die Wissenschaftler folgern, Aufklärung sei wohl effektiver.

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