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Kopfverletzung – im Zweifel zum Arzt

Kleinere Sportunfälle in Schule und Freizeit werden oft zu wenig beachtet, berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Orthopäden und Unfallchirurgen. Eine Gehirnerschütterung sei eine ernst zu nehmende Verletzung. Wird sie nicht erkannt, können Spätfolgen wie Migräne oder Bewegungsstörungen auftreten und jahrelang anhalten.

kopfschmerzen

Unfallchirurgen raten deshalb, nach einem Sportunfall im Zweifelsfall zum Arzt zu gehen – vor allem bei Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Schwächegefühl oder Erinnerungslücken.

Erschüttert oder nicht? – Welche Anzeichen bei einer Kopfverletzung zu erhöhter Vorsicht mahnen

Hervorragend geschützt liegt unser Gehirn in seiner knöchernen Schale. Geschützt wohl, aber auch abgeschottet, weshalb sich eine Diagnose bei Unfällen bisweilen als schwierig erweist. Denn: Selbst moderne Untersuchungstechniken wie die Computertomografie können oft kleine Gehirnschäden nicht sichtbar machen. Umso wichtiger ist es, auf Anzeichen zu achten, die für eine Gehirnerschütterung – von Ärzten „leichtes Schädelhirntrauma“ genannt – sprechen.

„Wenn ein gewöhnlich ruhiges Kind nach einem Trauma mit einem Mal aggressiv reagiert oder ein aufgeweckter Junge plötzlich ruhig und schläfrig ist, sollten Eltern stutzig werden“, erklärt Kinderchirurg Dr. Kay Großer, Oberarzt an der Klinik für Kinderchirurgie der Technischen Universität Dresden, in der „Apotheken Umschau“. Abgesehen von solchen Verhaltensänderungen, die natürlich auch bei verunglückten Erwachsenen vorkommen können, sind Bewusstlosigkeit und Erinnerungslücken weitere Symptome, die auf eine ernste Verletzung hinweisen können. Auch Erbrechen, selbst wenn es Stunden nach dem Unfall auftritt, muss ernst genommen werden. Großer empfiehlt dann sofort eine unfallchirurgische Spezialambulanz aufzusuchen, denn in diesen Fällen wird eine Beobachtung im Krankenhaus für 24 bis 48 Stunden empfohlen. „Fast alle akuten Folgen, die eine chirurgische Behandlung nötig machen, treten innerhalb dieses Zeitraums auf“, sagt Großer. Bei Kindern und Erwachsenen gilt Ruhe als oberstes Gebot in der Therapie. Dann sind fast immer nach vier bis sechs Wochen keine Folgen mehr nachweisbar.