Ärzte der Welt ficht Patent auf Krebstherapie an

Der Kampf gegen Wucherpreise für lebenswichtige Medikamente geht in die nächste Runde: Ärzte der Welt hat beim Europäischen Patentamt in München eine Beschwerde gegen ein Patent auf eine neue Methode zur Behandlung von Blutkrebs eingereicht.

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Krebsangst kontrollieren lernen

Jeder Krebspatient lebt auch nach einer erfolgreichen Therapie mit der Angst vor einem Rückfall. „Mehr als jeder vierte krebskranke Patient erlebt sie aber in ausgeprägter Form“, erklärt Professor Peter Herschbach, Direktor des Roman-Herzog-Krebszentrums in München, in der „Apotheken Umschau“. Bei Brustkrebspatientinnen ist diese Angst nur zu berechtigt, denn deren Rückfallrisiko hält ein Leben lang an. Angst wie auch Schmerz sind Zeichen, die auch ihr Gutes haben. Sie warnen, machen vorsichtig und motivieren zur Nachsorge. Nimmt die Angst aber zu großen Raum ein, sollte man sich ihr aktiv stellen.

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Kleine Frauen, seltener Krebs

Große Frauen erkranken häufiger an Tumoren als kleine, berichtet die „Apotheken Umschau“. Das fanden Forscher in Großbritannien heraus, die neun Jahre lang 1,3 Millionen Frauen auf Krebserkrankungen untersuchten. Das Risiko, einen Tumor zu bekommen, stieg pro 10 Zentimeter Körpergröße um 16 Prozent an, und zwar bei zehn von siebzehn untersuchten Tumorarten, darunter Brust-, Darm- und Hautkrebs sowie Leukämien. Hormone, die in der Kindheit den Körper wachsen lassen, begünstigen vielleicht auch das Wachstum von Krebszellen, spekulieren die Forscher.

Teure Krebstherapien überzeugen nur selten

Eine neue Generation von Krebsmedikamenten weckte große Hoffnungen. Besonders zielgenau sollen sie die Tumore angreifen – theoretisch faszinierend, nur in der Praxis macht sich mittlerweile Ernüchterung breit. „Gemessen an ihrem Nutzen für die Patienten sind die neuen Mittel viel zu teuer“, kritisiert etwa Professor Wolf-Dieter Ludwig, Krebsarzt am Helios-Klinikum Berlin-Buch und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, die Medikamente in der „Apotheken Umschau“.

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Keine Kostenexplosion durch teure Krebsmedikamente

Die Behandlung von schweren Krebserkrankungen wird das Gesundheitssystem nicht zum finanziellen Kollaps führen. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Krebsarzneimittel werden von 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2009 um jährlich ca. 200 Millionen Euro auf 3,8 Milliarden Euro 2013 wachsen. Das ist eine Steigerung von ca. 4,8 Prozent pro Jahr. Der Anteil der Krebsmittel an den gesamten Arzneimittelausgaben wird sich damit von 9,4 auf 9,7 Prozent erhöhen. Zum Vergleich: Auch die Ausgaben für alle anderen Medikamente zur Grundversorgung werden jährlich um 3,9 Prozent zunehmen.

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Krebsvorsorge und Krebsbekämpfung als zentrale Ziele der zukünftigen Gesundheitsversorgung in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler sprach sich auf dem Deutschen Krebskongress, der alle zwei Jahre von der Deutschen Krebsgesellschaft ausgerichtet wird, für eine bessere Versorgung krebskranker Menschen aus. Dabei hob der Minister die Ziele des Nationalen Krebsplans hervor.

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Experten beklagen: Ernährungstherapie wird oft zu spät eingeleitet

Rund 200.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Viele davon könnten möglicherweise länger leben, wenn eine der häufigsten Komplikationen dieser Erkrankung frühzeitig behandelt würde: die Mangelernährung. Darauf machten heute in Berlin führende Onkologen und Ernährungsmediziner aufmerksam. Sie plädierten auf dem 29. Deutschen Krebskongress für eine regelmäßige Erfassung des Ernährungszustands der Krebspatienten, um durch Ernährungsberatung und -therapie rechtzeitig gegensteuern zu können.

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Bedeutender Fortschritt in der Krebstherapie

Die Amerikanische Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO) hat den monoklonalen Antikörper Cetuximab auch im Jahr 2009 als einen der bedeutenden Fortschritte in der Krebstherapie eingestuft. Die Auszeichnung ist eine unabhängige Bewertung der wichtigsten klinischen Studien in der Krebsforschung des vergangenen Jahres. Dieses Mal wurde Cetuximab von der ASCO ausgewählt, weil der Antikörper die erste Therapieoption seit 30 Jahren ist, die in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit metastasierten Kopf-Hals-Tumoren zu einem signifikanten Überlebensvorteil führen kann. Eine Langzeitstudie hat gezeigt, dass fast die Hälfte der Patienten, die Cetuximab in Kombination mit Strahlentherapie erhielten, nach fünf Jahren noch lebten – im Vergleich zu einem Drittel der Patienten, die mit alleiniger Strahlentherapie behandelt wurden.

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Einseitige „Krebsdiäten“ können Patienten schaden

Patienten mit Krebserkrankungen sollten sich so normal wie möglich ernähren. „Einseitige oder radikale Diäten schaden eher dem Patienten als dem Tumor. Wer verspricht, durch eine Diät Krebs heilen zu können, ist nicht seriös“, so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. „Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung kann den Erfolg der Arzneimitteltherapie unterstützen und die Lebensqualität steigern. Apotheker informieren ihre Patienten gerne über die  richtige Ernährung.“ Bundesweit haben sich mehr als 2.000 Apotheker auf Ernährungsberatung spezialisiert.

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Mindeststandards für Solarien gefordert

Wer vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um bis zu 75 Prozent. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, ist seit dem 4. August 2009 ein Gesetz zum Schutz vor UV-Strahlung rechtskräftig. Es verbietet Minderjährigen die Nutzung von Solarien in Sonnenstudios oder anderen öffentlich zugänglichen Räumen und regelt das Vorgehen bei Zuwiderhandlung. Derzeit erarbeitet das Bundesumweltministerium eine ergänzende Verordnung, die notwendige Qualitätsstandards und Sicherheitskriterien für die Solariennutzung durch Erwachsene benennt. „Um diejenigen zu schützen, die sich nicht von einem Solarienbesuch abhalten lassen, müssen Mindeststandards in die Verordnung aufgenommen werden, die von internationalen Experten erarbeitet wurden“, sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, heute, am 25. August 2009, auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und die Strahlenschutzkommission (SSK) unterstützen diese Forderung nachdrücklich.

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