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Aluminium im Körper? BfR-Studie bestätigt bekannte Warnung

Menschen, die möglichst wenig Aluminium in den Körper aufnehmen wollen, müssen vor allem aufpassen, was sie zu sich nehmen. Zusätzlich hilft, sehr saure oder salzige Lebensmittel eher nicht in blanken Aluminiumbehältern zu lagern oder zu verarbeiten; diese langbekannten Hinweise hat eine BfR-Studie nun bestätigt.

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erde, findet sich entsprechend in vielen Lebensmitteln. Gesunde Menschen scheiden 99% davon einfach wieder aus. Wer dennoch effektiv aluminiumarm leben will, sollte wissen:

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Glyphosat in vielen Lebensmitteln

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Angesichts neuer Untersuchungen, wonach mehrere deutsche Biersorten mit dem Pestizid Glyphosat belastet sind, und mit Blick auf die im März anstehende Entscheidung zur Neuzulassung in der Europäischen Union, hat der NABU erneut eine umfassende Neubewertung des Pflanzengifts gefordert. Darüber hinaus fordert der NABU ein Glyphosat-Verbot im Haus- und Kleingartenbereich. „Glyphosat ist in immer mehr Produkten des täglichen Gebrauchs enthalten, und das in bedenklicher Konzentration. Die Bundesregierung und zuständigen Bundesbehörden müssen die Bedenken endlich ernst nehmen und gegen die Zulassung von Glyphosat stimmen, solange Risiken für Mensch und Natur nicht einwandfrei widerlegt sind“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation WHO hatten das Mittel im vergangenen Sommer als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Nach einer am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Untersuchung wurde Glyphosat jetzt in beliebten Biersorten nachgewiesen.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass der für Verbraucherschutz zuständige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und das Bundesamt für Risikoforschung (BfR) die Risiken des Gifts immer noch herunterspielen. Schmidt und das Bundesinstitut hatten angesichts der Rückstände im Bier behauptet, eine gesundheitlich bedenkliche Menge des Pflanzenschutzmittels nehme man erst dann zu sich, wenn ein Mensch 1.000 Maß Bier täglich trinke. „Wir trinken schließlich nicht den ganzen Tag Bier.Glyphosat steckt in vielen Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs. Zum Beispiel in Obst, Gemüse, Brötchen oder Nudeln“, so Miller.

Berücksichtige man all diese Produkte, ihre jeweiligen Belastungen mit Glyphosat und die Regelmäßigkeit des Verzehrs, ergebe sich daraus ein viel realistischeres Bild der Gesundheitsgefährdung. Wer zudem in der Nähe einer landwirtschaftlich konventionell genutzten Fläche wohne oder glyphosathaltige Produkte im eigenen Garten anwende, bekomme auch auf diesem Wege zusätzlichen Spritznebel ab.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. In Deutschland werden pro Jahr etwa 6.000 Tonnen versprüht, rund 39 Prozent aller Ackerflächen sind mit dem Herbizid behandelt. „Diese schleichende Dauerbelastung für uns Menschen und die biologische Vielfalt muss ein Ende haben. Die Neuzulassung eines gefährlichen Pflanzengifts wie Glyphosat muss ausgesetzt werden“, so Miller.

Der NABU fordert ein Glyphosat-Verbot im Haus- und Kleingartenbereich. Im Heimbereich wird das Gift gerne gespritzt, um sich das Hacken des Unkrauts zu ersparen. Doch hierbei ist das Risiko von Fehlanwendungen mit am größten. Zum anderen fordert der NABU die EU-Mitgliedsstaaten auf, sich im März gegen eine Neuzulassung des Herbizids auszusprechen. Den EU-Ministern liegt ein Antrag auf Zulassung vor, der dann bis zum Jahr 2031 gelten soll. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission bekannt gegeben, dass sie den Mitgliedstaaten empfehlen will, Glyphosat weiter zuzulassen – aus Sicht das NABU ein vollkommen falsches Signal.

Der NABU setzt sich seit vielen Jahren für ein Verbot von Glyphosat ein. Erst kürzlich hatte der Umweltverband mit einer Protestaktion erreicht, dass mehrere Baumärkte den Verkauf glyphosathaltiger Produkte stoppten, darunter zum Beispiel Bauhaus, Hornbach, Obi, Pflanzen Kölle oder Globus. Eine Stichprobe der Umweltschützer am gestrigen Donnerstag zeigte, dass sich jene Bau- und Pflanzenmärkte, die ein Verzicht angekündigt haben, auch an ihr Versprechen halten und die Produkte nicht mehr anbieten. In anderen Baumärkten (u.a. Hellweg) und im Online-Handel ist es jedoch weiterhin möglich, Glyphosat-Produkte für den Privatgebrauch fast ohne Beratung zu erhalten.

Der NABU appelliert daher auch an die Online-Händler, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Glyphosat ebenfalls konsequent auszulisten. Bislang verkaufen Unternehmen wie Amazon, Westfalia, Pflanzotheke oder Floristik24 weiter glyphosathaltige Produkte im Internet.

Vorräte in der Küche lagern – Praktisch, aber nicht immer optimal

In der Küche sind Lebensmittel sofort greifbar, wenn man sie braucht. Doch zur Lagerung ist dieser Raum nur bedingt geeignet. Denn hier herrscht üblicherweise Zimmertemperatur. Durch häufiges Kochen und Geschirrwaschen ist die Luftfeuchte vergleichsweise hoch. Meist gibt es ein oder zwei Fenster im Raum, die den Weg nicht nur für die notwendige Belüftung, sondern auch für die weniger erwünschte Sonnenbestrahlung frei geben. Diese Bedingungen tragen dazu bei, dass die meisten Lebensmittel rasch an Qualität verlieren und innerhalb kurzer Zeit verderben. Doch oft gibt es keinen anderen Platz für die Lagerung von Lebensmitteln.

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MHD: Zu oft landen einwandfreie Lebensmittel im Müll

Im Umgang mit Lebensmitteln sind die Deutschen verschwenderisch. Doch nur wenige Lebensmittel, die im Abfall enden, gehören auch dorthin. „Der Müllberg wäre kleiner, wenn die Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum – kurz MHD – nicht als Wegwerfdatum missverstehen würden“, sagt Melanie Bauermann, Lebensmittel-Expertin bei TÜV Rheinland.

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Viele verwechseln den Hinweis „Mindestens haltbar bis…“ mit dem Verbrauchsdatum. Letzteres bezeichnet auf verpacktem Frischfleisch den Termin, bis wann ein Produkt mikrobiologisch unbedenklich und ohne gesundheitliches Risiko genießbar ist.

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Produktrückruf: Vegeta – verdacht auf Salmonellen

Wichtige Produktsicherheitsinformation zu den Artikeln Vegeta 250g und Vegeta 500g mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten auf dem deutschen Markt. Im Zuge einer routinemäßigen Probenentnahme beim Artikel Vegeta 250g wurden in einem isolierten Einzelfall Hinweise auf mögliche Salmonellenspuren gefunden. Als Vorsichtsmaßnahme Podravka International Deutschland – „KONAR“ GmbH sich entschieden, eine freiwillige Produktsicherheitsaktion einzuleiten.

Die Aktion bezieht sich auf die folgenden beiden Artikel:
Vegeta 250g mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 5. März 2017, 8. März 2017 und 9. März 2017 auf dem deutschen Markt;
Vegeta 500g mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8. März 2017, 9. März 2017,10. März 2017, 11. März 2017 und 12. März 2017 auf dem deutschen Markt.

Kunden werden gebeten, den Artikel nicht mehr zu verzehren und bei ihrem jeweiligen Händler – gegen Kaufpreisrückzahlung – zurückzugeben. Die Vorlage der Rechnung ist hierbei nicht erforderlich. Die betroffenen Händler sind bereits informiert worden und haben die betroffene Ware aus dem Verkauf genommen. Andere Artikel oder Mindesthaltbarkeitsdaten sind nicht betroffen.

Kunden wünschen sich mehr fleischlose Produkte vom Handel

Nahezu jeder dritte Verbraucher (31 Prozent) wünscht sich, dass der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland unter eigener Flagge künftig mehr vegetarische Produkte anbietet. Knapp jeder vierte (24 Prozent) Kunde möchte vermehrt vegane Produkte in den Handelsregalen vorfinden. Zu diesem Ergebnis kommt die gemeinsame Studie „Handelsmarkenmonitor 2015“ von Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) und Ipsos. Der Untersuchung zufolge glauben 29 Prozent, dass in den Verkaufsregalen die Präsenz fleischloser Food-Eigenmarken bereits zugenommen hat. Etwa jeder Zweite legt besonderen Wert auf eine vertrauenswürdige Kennzeichnung durch ein unabhängiges Siegel, das die Eignung der Produkte für den persönlichen Ernährungsstil ausweist.

Erstmals wurde in der Studie auch die Einstellung der Verbraucher gegenüber explizit als vegetarisch oder vegan ausgelobten Nahrungsmitteln ermittelt. In der breiten Masse ist der Trend zur fleischlosen Ernährung noch nicht angekommen. Gerade einmal 18 Prozent der befragten Konsumenten gaben an, bewusst vegetarische Produkte einzukaufen. Im Hinblick auf vegane Produkte sinkt der Wert auf nur noch 11 Prozent. Die Studienergebnisse belegen jedoch, dass die Händler mit einem Ausbau des vegetarischen Eigenmarkenangebots interessante Zielgruppen erreichen können. Gerade in jüngeren Altersgruppen wird dem Thema mehr Beachtung geschenkt, und Haushalte mit einem höheren Nettoeinkommen sind vegetarischen Produkten gegenüber besonders aufgeschlossen.

Auch jenseits vegetarischer und veganer Produkte stoßen die Marken des Einzelhandels hierzulande auf eine breite Akzeptanz: Was die qualitativen Anforderungen angeht, liegen vom Handel geführte Labels im direkten Vergleich nahe an ihren von der Markenindustrie konzipierten Vorbildern. 83 Prozent der befragten Shopper geben an, diesbezüglich überhaupt nicht zu differenzieren. 85 Prozent sehen sogenannte Private Labels auf dem Niveau von Markenprodukten. Lediglich 8 Prozent stufen sie qualitativ als „weniger hochwertig“ ein.

Für den „Handelsmarkenmonitor 2015“ wurden im März dieses Jahres von dem Hamburger Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Ipsos 1.000 haushaltsführende Personen ab 18 Jahren in Deutschland repräsentativ online befragt (national repräsentativ gewichtet entsprechend der Merkmale Alter, Geschlecht, Haushaltsführung, monatliches Nettoeinkommen, berufliche Situation, Haushaltsgröße, Bundesland).

Lebensmittelpackungen vereinheitlichen

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Klaus Müller, will Verbrauchern die Kaufentscheidung im Supermarkt deutlich erleichtern. „Wir schlagen vor, dass künftig einheitlich auf der Packungsvorderseite die wichtigsten Informationen zu den Zutaten des Lebensmittels zusammengefasst werden“, sagte Müller der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Dann könnten Verbraucher in den wenigen Sekunden, die sie für die Kaufentscheidungen im Supermarkt benötigen, die Unterschiede der Produkte am besten erkennen, so der oberste Verbraucherschützer. Müller appellierte dazu vor allem an die Wirtschaft: „Eigentlich sollten der Handel und die Landwirte ja ein Interesse daran haben, dass die Verbrauchertäuschung aufhört. Das merken wir aber bisher viel zu wenig“, sagte Müller der Zeitung.

Verbraucher schätzen Qualität von Lebensmitteln

Beim Lebensmitteleinkauf achten deutsche Verbraucher immer mehr auf die Qualität. Die wichtigsten Aspekte sind dabei Geschmack, Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit. So lautet ein Fazit der aktuellen Nestlé-Studie 2012 „Das is(s)t Qualität“, für die mehr als 1.600 Verbraucher zu ihrem Ernährungsverhalten befragt wurden. Zusätzlich wurden Interviews mit Meinungsführern und Experten aus deutschen Handelsunternehmen durchgeführt.

Für die meisten Deutschen spielt nach der Studie die Qualität der Lebensmittel (58 Prozent) beim Einkauf eine größere Rolle als der günstige Preis (51 Prozent). Jeder vierte Verbraucher zählt sogar zur Gruppe der „Quality Eater“, die besonders hohe Ansprüche an die Qualität haben. Die Lebensmittel müssen gut schmecken (89 %), sicher und gesund sein (je 92 %) und Nachhaltigkeitsaspekte wie eine artgerechte Tierhaltung erfüllen (81 %). „Quality Eater“ sind vor allem Frauen (62 %), älter als 30 Jahre, in der Regel überdurchschnittlich gebildet, verfügen über ein höheres Haushaltseinkommen und geben vergleichsweise viel Geld für Nahrungsmittel aus. Sie kaufen gerne auf dem Wochenmarkt und im Hofladen ein. Frische, Natürlichkeit, Regionalität, Saisonalität und Bio sind ihnen beim Einkauf wichtig.

Obwohl die Qualität eine immer wichtigere Rolle spielt, hat die Mehrheit der Verbraucher Schwierigkeiten bei der Auswahl von hochwertigen Produkten. Vor allem die Qualität von verpackter Ware wie Fertigprodukten, Tiefkühlkost sowie Wurst und Käse aus dem Kühlregal lässt sich offenbar schwer einschätzen. Für zwei Drittel der Konsumenten liegen die Ursachen für Qualitätsmängel vor allem in Anbau, Aufzucht und Verarbeitung. Die Bedeutung von Transport und einer möglichen Unterbrechung der Kühlkette werde hingegen unterschätzt, erläutert Nestlé Deutschland.

Trotz dieser Unsicherheiten wird die Qualität der Nahrungsmittel von 76 Prozent der Verbraucher generell als gut bis sehr gut beurteilt. Nach Ansicht der Befragten liegt die Hauptverantwortung für die Produktqualität bei den Herstellern, denen jedoch nur 17 Prozent vertrauen können. Die staatlichen Lebensmittelkontrollen werden von jedem zweiten Konsumenten eher skeptisch gesehen. Summa summarum ist der Anspruch an Lebensmittel extrem hoch, die Verantwortung der Qualität liegt laut der Befragten aber in der Produktionskette.

Heike Kreutz, www.aid.de

NDR Untersuchung: Viele Lebensmittel enthalten gefährliche Weichmacher

Eingeschweißter Käse, abgepackte Butter und Schlagsahne könnten gesundheitsschädlich sein. Das hat eine Stichprobe für die NDR Sendung „Der große Küchen-Check“ ergeben. Von 19 untersuchten Lebensmitteln enthielten sieben den Weichmacher DEHP. Das entspricht rund 40 Prozent. Weichmacher stehen im Verdacht, Diabetes, Asthma und Atemwegserkrankungen zu fördern. Die problematischste Folge ist für Experten allerdings eine mögliche Unfruchtbarkeit bei Männern. Eine neuere Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes kommt zu der Erkenntnis: Die Hälfte aller jungen Männer zwischen 18 und 23 Jahren in Deutschland ist nur noch eingeschränkt fruchtbar. Ein wichtiger Faktor dabei ist die verbreitete Aufnahme von Weichmachern insgesamt.

Lebensmittelverpackungen können Weichmacher wie Diethylhexyl-Phthalat, kurz DEHP, enthalten. Die Gifte können aus der Verpackung in die Lebensmittel und später beim Essen in unsere Körper gelangen. Deshalb ist DEHP in Kunststoffen, die in Kontakt mit Lebensmittel kommen, seit 2006 weitgehend verboten. Trotzdem gibt es immer wieder Funde. Die Stichprobe des NDR bestätigt das: Belastet sind unter anderem Géramont Weichkäse mit 80 Mikrogramm pro Kilogramm, Bertolli Pesto mit 240 µg pro kg und Kerrygold Butter mit 520 µg pro kg. Am meisten DEHP enthält Saint Albray Käse mit 910 µg pro kg.

Jedes der Ergebnisse liegt zwar unter den vorgeschriebenen Grenzwerten. Für Dr. Marike Kolossa vom Umweltbundesamt ist das trotzdem kein Grund zur Beruhigung, denn Grenzwerte gingen immer davon aus, dass man nur eine bestimmte Menge von diesen Lebensmitteln isst. In der Praxis könne dies ganz anders aussehen. Außerdem warnt die Toxikologin: „Wir finden diese Stoffe in allen Menschen in Deutschland, und einige sind so hoch belastet, dass wir Entwicklungsschäden und gesundheitliche Schäden befürchten müssen.“

Die betroffenen Unternehmen reagieren abwiegelnd bis besorgt. Beispielsweise will der Hersteller von Bertolli Pesto alle Optionen prüfen, um die Ursache auszumachen. Der Produzent von Kerrygold Butter schreibt, er werde die NDR Untersuchungen zum Anlass nehmen, um seinen kompletten Prozess noch einmal zu durchleuchten. Der Hersteller von Géramont und Saint Albray teilt mit, er erfülle die Normen des Lebensmittelrechts.

„Der große Küchen-Check“: Montag, 24. September, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen.

Mehrheit akzeptiert für höhere Lebensmittelqualität auch einen höheren Preis

Qualität spielt für die Deutschen beim Lebensmitteleinkauf eine immer größere Rolle. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ nach ihrer Einstellung zum täglichen Essen, Kochen und Einkaufen befragt, betonten drei von fünf der Männer und Frauen (59,7 %), sie akzeptierten für eine höhere Qualität ihrer Lebensmittel auch einen höheren Preis. Damit stieg die Zahl der qualitätsbewussten Kunden im Vergleich zu einer Befragung im Jahr 2009/2010 (54,7 %) leicht an.

Vor allem Bürger mit einem höheren monatlichen Haushaltsnettoeinkommen ab 3.000 Euro greifen für hochwertige Lebensmittel gerne tiefer in die Tasche (74,2 %). Allerdings gibt es in Deutschland auch viele, die beim Kauf von Lebensmitteln hauptsächlich auf einen günstigen Preis achten. Zwar hat die Schnäppchenjagd im Supermarkt im Vergleich zu früheren Jahren abgenommen, allerdings geben noch immer knapp 60 Prozent der Bundesbürger (58,9 %) zu, der Preis bestimme ihr Einkaufsverhalten (2007: 67,2 %; 2009/2010: 66,8 %). Vielen Bürgern bleibt dabei aber vielleicht auch gar nichts anderes übrig, bekunden doch mehrheitlich die Menschen mit einem eher niedrigen monatlichem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro, sie kauften vor allem billig ein (75,7 %).

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.956 Personen ab 14 Jahren.