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Narben nach Operationen – Versorgung für Heilungserfolg maßgeblich

Bei der Anzahl von Operationen nimmt Deutschland weltweit einen vorderen Platz ein. Operationen haben grundsätzlich eine gesundheitliche Verbesserung zum Ziel. Sie hinterlassen aber immer Narben. „Die meisten wünschen sich, dass sich die Narbe schnell verwächst, wenig sichtbar bleibt. In vielen Fällen, selbst bei noch so kleinen Schnitten, verursachen Narben ganz andere als kosmetische Probleme.“, ist die Erfahrung von Bianca Peters, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.).

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So viele Narben haben die Deutschen

Was verstecken die Deutschen unter ihrer Kleidung? Ganz schön viele Narben! Mehr als 58,6 Millionen Deutsche haben mindestens eine Narbe – das sind 85,8 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahren. Dieses Geheimnis hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Bi-Oil jetzt zum ersten Mal im Rahmen einer repräsentativen Deutschlandumfrage* aufgedeckt. Die Frauen führen die Narbenstatistik dabei leicht an: 29,9 Millionen Deutsche mit Narben sind weiblich, 28,7 Millionen männlich.

Jede vierte Frau wünscht sich ihre Narbe weg und stört sich „außerordentlich“ an ihr. Damit fühlen sich 7,6 Millionen Frauen in Deutschland nicht wohl in ihrer Haut. Die Männer scheinen bei ihren Narben weniger eitel zu sein, denn nur jeder zehnte Narbenträger empfindet seine Narbe als unschönen Makel. Ob schön oder nicht schön – für 90,5 Prozent aller Männer und Frauen war das Erlebnis der Entstehung ihrer Narbe so einschneidend, dass sie sich immer noch genau daran erinnern können. Gerne tun das allerdings die Wenigsten: Fast 40 Millionen Deutsche verbinden mit ihrer Narbe eine schlechte oder schmerzhafte Erinnerung.

*1.043 Frauen und Männer ab 18 Jahren wurden zu ihrer Einstellung zum Thema Narben befragt.

Verbrennungen: Jeder ist in Gefahr

»Verbrennungen hinterlassen nicht nur Narben auf der Haut, sondern auch auf der Seele«, erklärt Dr. med. Antje-Katrin Kühnemann exklusiv in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juli 2009. Dabei stellten Verbrennung keineswegs seltene Ereignisse dar, betont die Ärztin. Und: Etwa 40 Prozent aller Verbrennungen betreffen Kinder. Bei vier bis fünf Prozent muss an Misshandlungen gedacht werden.

»Bei der Versorgung von Brandwunden ist keine Zeit zu verlieren«, mahnt die Medizinerin. Denn bei Zeitverlust sei mit einer um ein Vielfaches stärkeren Narbenbildung zu rechnen. Dabei belasten Verbrennungsnarben häufig besonders stark. Sie treten deutlich hervor, können wulstig dick und rot verfärbt sein. An den Gelenken können sie zudem zu einer Einschränkung der Beweglichkeit führen. Doch die Medizin habe sowohl in der intensivmedizinischen Betreuung als auch in der plastischen Chirurgie große Fortschritte gemacht, erläutert die Ärztin. So habe sich die Überlebensrate bei mehr als 50-prozentigen Verbrennungen von 1952 bis 1993 verdoppelt.

Um auch die Narben auf der Seele so gering wie möglich zu halten, sei immer wieder psychologische Unterstützung notwendig, sowohl von Fachleuten als auch von der Familie und von Freunden, betont Kühnmann. Für Fortschritte in der Betreuung und Versorgung schwerer Verbrennungsopfer engagiert sich der Verein zur Förderung der Behandlung Brandverletzter e.V.