Nov 05
Medikamente mit gefälschter Herkunft und Identität erreichen auch in Deutschland immer mehr Verbraucher. Durch veränderte Wirkstoffdosierung oder giftige Bestandteile zieht die Einnahme gefälschter Medikamente im Extremfall sogar lebensbedrohliche Folgen nach sich. Als größte Gefahrenquelle gilt das Internet, wo der Handel mit Medikamenten blüht. Deshalb erarbeitet das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ein Online-Register, das alle seriösen Internetapotheken ausweist. Aufgenommene Online-Apotheken verfügen voraussichtlich ab Anfang 2009 über ein Siegel auf der Startseite, über das die Nutzer zur Gesamtliste gelangen. Bis dahin gilt immer noch Vorsicht beim Medikamentenkauf. „Beim Online-Kauf von Arzneimitteln sollten Internetnutzer die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters genau prüfen“, rät Dr. Achim Kaul, niedergelassener Apotheker in Frankenthal und Gründer einer der ersten Internetapotheken in Deutschland, VersandApo.de. Anhand einfacher Kriterien lassen sich seriöse Apotheken-Portale sicher erkennen:
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Aug 28
Das Bundeskriminalamt (BKA) stellt einen wachsende illegalen Internethandel mit Arzneimitteln fest. Die Arzneimittelkriminalität nehme eindeutig zu, so BKA-Präsident Jörg Ziercke auf der heutigen Pressekonferenz zu schwerer und organisierter Kriminalität des BKAs. Beim Handel mit gefälschten Arzneimitteln spiele das Internet eine zentrale Rolle und bereite dem Bundeskriminalamt besondere Sorgen. “Es ist wichtig, dass die deutschen Behörden auf dieses dramatisch wachsende Problem hinweisen. Jetzt ist es höchste Zeit, dass die Politik handelt”, so Heinz-Günther Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Bereits im März 2008 hat das Bundeskriminalamt Fallzahlen veröffentlicht. Danach wurden im Jahr 2007 rund 2.400 Fälle von Arzneimittelkriminalität aufgedeckt.
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Jul 22
Sie tragen Betreffzeilen wie “Buy Viagra” oder “Sell Cialis” und sollen größtenteils illegale Billig-Kopien von Potenzmitteln und Medikamenten an den Internet-Nutzer bringen. Die Rede ist vom so genannten “Pharma-Spam”, der mittlerweile täglich weltweit unzählige Internet-Nutzer erreicht und ärgert. Dennoch ist sich Arthur Wetzel, Präsident der Wirtschaftsinitiative “no abuse in internet” (naiin), sicher: “Die Spammer hätten ihre Medikamenten-Werbung per Mail schon längst eingestellt, würde nicht ein Teil der Empfänger auf die Angebote eingehen. Diese Menschen setzen sich jedoch großen gesundheitlichen Risiken aus. Denn beim überwiegenden Teil der offerierten Arzneien handelt es sich um Fälschungen.”
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