Organspende: Darum ist der Spenderausweis so wichtig

Das Thema Organspende ist lebenswichtig. Vor allem für diejenigen, die auf ein neues Herz oder ein anderes Organ warten. Nicht jeder möchte spenden, doch jeder sollte einen Spenderausweis haben. Ob man zum Organspender werden möchte oder nicht, das ist eine persönliche Entscheidung. Wie auch immer sie ausfällt, man sollte sie schriftlich festhalten, sagt Chefredakteur Peter Kanzler vom „HausArzt-PatientenMagazin“:

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Organspender sind versichert

Erleidet ein Lebendspender bei der Organentnahme einen Schaden, kann er von der gesetzlichen Unfallversicherung eine Entschädigung verlangen. Das berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf ein Grundsatzurteil des Bundessozialgerichtes. Ein solcher Schaden wird demnach behandelt wie ein Arbeitsunfall. Ein Kläger hatte seinem kranken Bruder eine Niere abgegeben und eine Lähmung davongetragen. Lebendspenden sind zudem noch für Knochenmark und Leber möglich.

Organspende-Umfrage: Große Zustimmung zur Entscheidungslösung

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind für eine Änderung des Transplantationsgesetzes. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Darin sprachen sich 41 Prozent der Befragten dafür aus, die von Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagene Entscheidungslösung einzuführen. Sie sieht vor, jeden Bürger zu seiner Bereitschaft für oder gegen die Organspende zu befragen und diese Meinung auf dem Personalausweis, Führerschein oder der Krankenversicherungskarte zu dokumentieren. Für die derzeit geltende Zustimmungslösung, nach der nur derjenige Organspender ist, der dies in einem Organspendeausweis festgehalten hat, sprach sich jeder dritte Bundesbürger aus. 23 Prozent der Befragten sind dafür, die Widerspruchslösung einzuführen. Das bedeutet, dass jeder Organspender ist, der sich zu Lebzeiten nicht dagegen ausgesprochen hat.

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Organspendezahlen in 2009 weiterhin alarmierend

Das Jahr 2009 brachte keine nennenswerte Steigerung der Organspende in Deutschland. Insgesamt haben bundesweit 1.217 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe gespendet, um schwer kranken Patienten zu helfen. Das sind 19 Spender mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Organspender pro eine Million Einwohner hat sich mit 14,9 gegenüber dem Vorjahr (14,6) kaum bewegt. Gleichzeitig ist die Anzahl der gespendeten Organe um 48 zurückgegangen, so dass für die Patienten auf der Warteliste aus Deutschland 3.897 Organe zur Verfügung gestellt werden konnten. Die Zahl der Transplantationen blieb bundesweit mit 4.050 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

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Tag der Organspende 2009

Der Zeitrahmen in der Organspende zeigt, dass Angehörigengespräche unter einem enormen Zeitdruck erfolgen. Sie werden nicht im Sinne der „Organspender“ oder der Angehörigen sondern ausschließlich im Hinblick auf potentielle Organempfänger geführt.

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