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Bei Kater Paracetamol meiden – Das Schmerzmittel belastet die Leber zusätzlich

Wen am Morgen nach einer Feier ein Kater plagt, der sollte bestimmte Medikamente unbedingt meiden. „Finger weg von Schmerzmitteln wie Paracetamol“, betont Hausärztin Dr. Bettina Brandt aus Lübeck im Patientenmagazin „HausArzt“. „Sie werden wie Alkohol in der Leber abgebaut und belasten diese zusätzlich.“

Leberschäden durch Paracetamol

Viele Menschen unterschätzen die Risiken rezeptfreier Schmerzmittel. Ein Zuviel davon kann unter anderem Gift für die Leber sein. Wie die „Apotheken Umschau“ berichtet, haben französische Forscher 114 Fälle von Lebertransplantationen untersucht, bei denen das Organ durch Arzneimittel zerstört worden waren.

In 111 Fällen war eine Überdosis des frei verkäuflichen Schmerzmittels Paracetamol die Ursache. Die Wissenschaftler raten, die Packungsgröße rezeptfreier Paracetamol-Präparate auf maximal acht Gramm Wirkstoff zu reduzieren. In Deutschland dürfen rezeptfreie Präparate seit 2009 höchstens zehn Gramm enthalten.

Kein Paracetamol bei Rückenschmerzen

Selbst in Leitlinien zur Behandlung von Rückenschmerzen wird Paracetamol als ein geeignetes Mittel empfohlen. Die Ärzte sollten umdenken, berichten laut „Apotheken Umschau“ Forscher der Universität von Sydney (Australien): In einer Studie mit Daten von 5366 Probanden brachte Paracetamol gegen Rückenschmerzen keine besseren Ergebnisse als ein Placebo. Auch bei Hüftgelenkarthrosen wirkte es nicht effektiv.

Ibuprofen und Paracetamol sind die am häufigsten verkauften rezeptfreien Mittel

109 Millionen Packungen Schmerzmittel wurden im Jahr 2013 in deutschen Apotheken verkauft. Mit 41 Prozent war dabei der Schmerz- und Entzündungshemmer Ibuprofen der am meisten abgegebene Wirkstoff. Mit 28 Prozent folgt Paracetamol und erst an dritter Stelle ASS, das nur mit sieben Prozent als Einzelstoff und mit 17 Prozent in Kombination, etwa mit Coffein oder Vitamin C, gekauft wurde. Dass leichte Schmerzen eigenverantwortlich mit rezeptfreien Mitteln behandelt werden, ist sicher sinnvoll.

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BPI: Wirksamkeit und Sicherheit von Paracetamol in zahlreichen Studien belegt

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat in der neuesten Ausgabe des Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (09/12) eine Zusammenfassung zur Wirksamkeit und Risiken von Paracetamol publiziert. Das BfArM kommt zu dem Fazit, dass die Wirksamkeit und Sicherheit von Paracetamol bei bestimmungsmäßigem Gebrauch in zahlreichen Studien belegt ist. Im Hinblick auf die geführten Diskussionen um den Wirkstoff Paracetamol in den letzten Monaten, wird die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Bewertung des BfArM vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßt.

In seiner Bewertung zum Wirkstoff Paracetamol kommt das BfArM zu dem Ergebnis, dass die Wirksamkeit von Paracetamol bei der Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen hinreichend belegt ist. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wird keine klinisch relevante Leberschädigung beobachtet. Auch ein erhöhtes Risiko für Asthma oder Lageanomalien des Hodens nach Exposition in der Schwangerschaft kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht angenommen werden. Das BfArM betont auch, dass Paracetamol wie andere Analgetika auch nur in der niedrigsten wirksamen Dosierung und über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum sowie in der Schwangerschaft nur bei dringender Notwendigkeit angewendet werden sollte.

Mit der Publikation der Bewertung zum Paracetamol hat das BfArM, die in letzter Zeit geführten Diskussionen um den Wirkstoff Paracetamol, auf eine wissenschaftliche Basis gebracht. „Die Bewertung des BfArM zum Wirkstoff Paracetamol deckt sich mit den von unseren Mitgliedsfirmen erfassten Nebenwirkungsmeldungen, wenn das Arzneimittel bestimmungsgemäß angewendet wird. Die Firmen nehmen die Aufgaben zur Arzneimittelsicherheit im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht weiterhin sehr ernst. Für die Patienten ist es wichtig, dass sie Paracetamol-haltige Arzneimittel gemäß den Anweisungen in der Packungsbeilage einnehmen. So ist die sichere Anwendung dieser Arzneimittel gewährleistet“, sagt Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BPI.

Schmerzmittel steigert Blutkrebsrisiko

Wer über mehrere Jahre hinweg mindestens viermal pro Woche das Schmerzmittel Paracetamol einnimmt, steigert sein Risiko, an Blutkrebs zu erkranken, berichtet die „Apotheken Umschau“. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher des Cancer Research Center in Seattle (USA), als sie die Daten von 60 000 Teilnehmern einer Lebensstil-Studie auswerteten. Nach sechs Jahren waren knapp 600 Menschen an Blutkrebs erkrankt.

Die Teilnehmer mit hohem Paracetamol-Verbrauch hatten dabei ein doppelt so hohes Risiko. Wenn Schmerzen ständig auftreten und mit einfachen Schmerzmitteln nicht zu lindern sind, ist die Grenze der Selbstmedikation erreicht. Dann muss sorgfältig nach den Gründen der Schmerzen gesucht werden.

Aspirin & Co. sollen rezeptpflichtig werden

Große Packungen des Schmerzmittels Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) könnte es schon bald nur noch auf Rezept in der Apotheke geben. Wie der Branchendienst APOTHEKE ADHOC berichtet, will der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Packungsgrößen für bislang rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel begrenzen: im Fall von ASS auf zehn Gramm – das entspricht 20 Tabletten à 500 Milligramm Wirkstoff.

Sollten das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und danach der Bundesrat der Empfehlung des Expertengremiums folgen, könnte ASS damit zum ersten Mal in seiner Geschichte verschreibungspflichtig werden. Ausgenommen von der Rezeptpflicht wären dann nur noch kleine Packungen; für 50er und 100er Packungen wäre eine ärztliche Verordnung nötig.

Auch bei den Schmerzmitteln Ibuprofen, Diclofenac, Propyphenazon und Phenazon soll es neue Höchstgrenzen für die Selbstmedikation geben. Erst im vergangenen Jahr war die OTC-Packungsgröße für Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Paracetamol auf zehn Gramm beschränkt worden.

Paracetamol dämpft Impfwirkung

Das Schmerz- und Fiebermittel Paracetamol kann bei Babys zwar eine Fieberreaktion auf Impfungen mildern. Es kann jedoch auch den Impferfolg schmälern, berichtet das Apothekenmagazin „BABY und Familie“ unter Berufung auf eine tschechische Studie.

Die Wissenschaftler fanden bei Kindern, die Paracetamol eingenommen hatten, weniger Antikörper – der Impfschutz ist dadurch schwächer. Daher sollten die Kleinen Paracetamol nicht vorbeugend erhalten, sondern nur, wenn Fieber auftritt.

Paracetamol bei Kindern nach Alter und Körpergewicht dosieren

Paracetamol ist bei Kindern häufig das Schmerzmittel der ersten Wahl. Ab dem 1. April 2009 werden Schmerz- und Fiebermittel mit Paracetamol verschreibungspflichtig, wenn in einer Packung mehr als 10 Gramm Paracetamol enthalten sind. „Eltern sollten sich beim Apotheker informieren und die Dosierung an das Alter und das Körpergewicht ihres Kindes anpassen“, so Dr. Ulrich Krötsch, Präsident der Bundesapothekerkammer. In der Regel werden 10 bis 15 Milligramm Paracetamol pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes als Einzelgabe, pro Tag höchstens 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gegeben. Der Apotheker unterstützt Eltern in der Selbstmedikation gerne bei der Berechnung der individuellen Dosierung, die auch vom Alter und der Darreichungsform abhängt. Ist die mehrfache Gabe eines Schmerzmittels nötig, sollten zwischen den Einnahmen mindestens sechs Stunden liegen. Bei Jugendlichen ab 12 Jahren bzw. 43 Kilogramm Körpergewicht und Erwachsenen sind pro Tag höchstens 4 Gramm Paracetamol empfehlenswert.

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Einige so genannte „Grippemittel“ enthalten ebenfalls Paracetamol. Durch die Kombination verschiedener Arzneimittel und verschiedener Darreichungsformen, wie Tabletten, Zäpfchen oder Säften, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu unbeabsichtigten Überdosierungen. Eltern sollten Paracetamol, wie andere Arzneimittel auch, kindersicher lagern.

Schmerzmittel mit Paracetamol ab April teilweise rezeptpflichtig

Ab dem 1. April 2009 werden Schmerz- und Fiebermittel mit dem Wirkstoff Paracetamol verschreibungspflichtig, wenn in einer Packung mehr als 10 Gramm Paracetamol enthalten sind. Zäpfchen sind davon nicht betroffen. „Richtig angewendet ist Paracetamol ein empfehlenswertes Schmerz- und Fiebermittel und auch für Kinder geeignet. Die Höchstdosis sollte aber nicht überschritten werden“, so Dr. Ulrich Krötsch, Präsident der Bundesapothekerkammer. Erwachsene sollten pro Tag nicht mehr als 4 Gramm Paracetamol einnehmen. Die zulässige Dosis hängt unter anderem vom Alter und vom Körpergewicht ab. Patienten sollten sich individuell in der Apotheke informieren.

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Leberschäden sind möglich, wenn ein gesunder Erwachsener einmalig mehr als 6 Gramm einnimmt. Bei Kindern sind die Grenzwerte geringer. Zudem ist Paracetamol in einigen Kombinationsmedikamenten enthalten, es kann dadurch zu unbeabsichtigten Überdosierungen kommen. Grundsätzlich sollten Schmerzmittel ohne ärztliche Verordnung nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden. Alle Schmerzmittel unterliegen aus Gründen des Verbraucherschutzes der Apotheken- oder Verschreibungspflicht.