Expertentipp zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Demenz

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Auch wenn niemand gerne daran denkt, kann es jeden treffen: Plötzlich ist man durch Krankheit, Unfall oder im Alter durch Demenz unfähig, seinen eigenen Willen eigenverantwortlich zu artikulieren. Aber gerade in solchen Notsituationen gilt es, existenzielle Fragen zu beantworten. Will man um jeden Preis behandelt werden? Will man hilflos an Schläuchen hängen, ohne Aussicht auf Heilung oder Bewusstsein?

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Keine Patientenverfügung ohne Vorsorgevollmacht

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Der Bundesgerichtshof hat mit seinem Urteil vom 25. Juni 2010 entschieden, dass der Abbruch einer lebenserhaltenden Behandlung auf Grundlage eines eindeutigen Patientenwillens nicht strafbar ist. Er zieht damit eine Konsequenz aus dem sog. Patientenverfügungsgesetz, das zum 1. September 2009 in Kraft getreten ist. Die Unterzeichnung einer Patientenverfügung allein genügt allerdings in den meisten Fällen nicht, dem Willen des Patienten Geltung zu verschaffen.

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Frauen entscheiden sich etwas häufiger für Patientenverfügung als Männer

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In Deutschland haben mehr Frauen als Männer für den Krankheitsfall eine so genannte Patientenverfügung verfasst. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau” herausgefunden. Demnach hat jede fünfte Frau (19,2 %) festgelegt, welche medizinischen Maßnahmen gewünscht werden, oder ob sie unterlassen werden sollen – für den Fall, dass sie ihren eigenen Willen einmal nicht mehr kund tun kann.

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Migräne: Warum die quälenden Beschwerden dem Gehirn langfristig nicht schaden on July 1st, 2010
Den Beginn einer Migräne markiert bei vielen Patienten die "Aura", höchst unangenehme Empfindungen, die mit Lähmungen oder Sprachstörungen einhergehen können.

Wer Schulterschmerzen zu lange ignoriert, riskiert einen Sehnenriss on July 6th, 2009
Zähne zusammen beißen oder bestimmte Bewegungen vermeiden - so reagieren viele Menschen auf hartnäckige Schulterschmerzen.

Immer mehr jugendliche Bewegungsmuffel on October 14th, 2009
Deutschlands Nachwuchs wird immer unkoordinierter.

Einmal jährlich Blutzuckerwerte überprüfen lassen on March 10th, 2010
Diabetes kann die Nieren schädigen.

Neujahrsvorsatz Nichtrauchen - Jeder zweite Raucher will aufhören on January 2nd, 2009
"Nicht mehr rauchen" ist ein häufiger Neujahrsvorsatz.

Warum eine Vorsorgevollmacht die Patientenverfügung erst schlagkräftig macht

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Wer eine Patientenverfügung verfasst, sollte auch an eine Vorsorgevollmacht denken. Denn die legt fest, wer für den Fall, dass man selbst keine Entscheidung mehr fällen kann, die Anweisungen der Patientenverfügung durchsetzen soll. Auch die Entscheidung über finanzielle, rechtliche und andere persönliche Belange können in der Vorsorgevollmacht einer Person des Vertrauens übertragen werden. Eltern, Partner oder Kinder sind keineswegs automatisch dazu berechtigt.

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Umfrage: Menschen mit Patientenverfügung legen oft auch die Art der Betreuung fest

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Jeder achte Bundesbürger (12,5 %) will bei seiner Betreuung im Krankheits- oder Pflegefall nichts dem Zufall überlassen. Jeder Zehnte (10,2 %) gibt bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des “Senioren Ratgeber” auch an, er hätte in einer so genannten Betreuungsverfügung festgelegt, welche konkrete Person von einem Vormundschaftsgericht als Betreuer eingesetzt werden sollte, falls man einmal wichtige Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann. Einige Befragte haben sogar festgelegt, welche Menschen sie auf keinen Fall an ihrem Pflegebett sehen möchten: Jeder 13. der Bürger (7,7 %), die eine Betreuungsverfügung erstellt haben, haben für sich ausdrücklich vermerken lassen, welche Personen einmal “keinesfalls” die Verantwortung für sie übernehmen sollen.

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Ab heute gelten die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Umgang mit einer Patientenverfügung

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Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: “Ich bin sehr froh, dass nun endlich Rechtssicherheit besteht. Menschen müssen in allen Phasen ihres Lebens selbstbestimmt entscheiden können. Mit dem Gesetz ist sicher gestellt, dass der Wille der Patientin oder des Patienten auch dann entscheidend ist, wenn sie oder er sich nicht mehr selbst äußern kann.”

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Mehr Gewissheit in schweren Stunden

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Am 1. September 2009 tritt das neue Gesetz zur Patientenverfügung in Kraft. Mit dieser schriftlichen Anordnung kann jeder vorab festlegen, was geschehen soll, wenn er nach einem Unfall oder bei einer schweren Krankheit nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen selbst zu äußern. Oft geht es dabei um die Frage, ob lebenserhaltende Maßnahmen wie künstliche Ernährung oder künstliche Beatmung in bestimmten Fällen beendet werden sollen. Die D.A.S. Rechtsschutzversicherung erläutert die Regelungen des neuen Gesetzes.

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Neue Influenza: Bürger-Hotline des Ministeriums on July 26th, 2009
Das Bundesministerium für Gesundheit bietet eine kostenlose Nummer an, unter der sich Bürgerinnen und Bürger zur „Influenza A/H1N1" informieren können.

Schlafmangel fördert Depressionen on April 27th, 2010
Jugendliche, die nachts mindestens acht Stunden schlafen, leiden seltener unter Depressionen und Selbsttötungsgedanken als Kurzschläfer.

Apotheker unterstützen Aktionswoche gegen Alkoholmissbrauch on June 15th, 2009
Apotheken engagieren sich in der Prävention von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen.

Besonders aggressive Tumor-Stammzellen offenbar Ursache von Metastasen on November 2nd, 2009
Nur wenige, besonders bösartige Tumor-Stammzellen sind möglicherweise für das Wachsen eines Tumors verantwortlich.

Schweinegrippe in Mexiko - Worauf Reisende jetzt achten sollten on April 27th, 2009
Nach Angaben des ADAC können Urlauber, die eine Reise nach Mexiko oder in die USA bereits gebucht haben, aufgrund der dort ausgebrochenen Schweinegrippe ihre Reise zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kostenlos stornieren.

Deutsche Stiftung Organtransplantation appelliert: In jeder Patientenverfügung auch Organspende berücksichtigen

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In einer gesetzlich abgesicherten Patientenverfügung sollte nach Ansicht der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) auch die Entscheidung über eine mögliche Organspende geregelt werden. „Wer in einer Patientenverfügung seinen Willen dazu formuliert, in welchen Situationen das eigene Leben im Falle einer schweren Krankheit nicht mehr künstlich verlängert werden darf, sollte auch an das Leben anderer Menschen denken, indem er einer Organspende ausdrücklich zustimmt und dies schriftlich festhält,“ erklärt Dr. Thomas Beck, Kaufmännischer Vorstand der DSO.

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Patientenverfügung: Sieben von zehn Deutschen wollen lieber Angehörige entscheiden lassen

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Jeden kann es treffen: Unfähig sich zu artikulieren, vielleicht ohne Bewusstsein, eine unvorhersehbare, langwierige Krankheit. Per Patientenverfügung kann jeder festlegen, was im schlimmsten Fall geschehen soll. Doch die meisten Deutschen verzichten darauf – sie vertrauen ihrem Umfeld, wollen bis zuletzt kämpfen, oder haben sich einfach noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”. Mehr als acht von zehn Deutschen (82,2%) haben bisher keine solche Verfügung verfasst. Nach den Gründen dafür befragt, sagen von diesen die meisten (86,2%), dass sie im Ernstfall auf ihre Angehörigen vertrauen.

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Regelung zur Patientenverfügung lässt Fragen offen

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Der Deutsche Bundestag hat gestern eine gesetzliche Regelung zu Patientenverfügungen verabschiedet. “Lobenswert ist sicherlich die intensive Auseinandersetzung der Parlamentarier und das Ringen um eine gesetzliche Verankerung der Patientenverfügung”, betonte Kolping-Bundespräses Ottmar Dillenburg in Köln. “Der Umgang mit der Würde des Menschen von der Geburt bis zum Lebensende bleibt allerdings eine gesellschaftliche Fragestellung, an der alle für unser Gemeinwesen Verantwortlichen weiter intensiv arbeiten müssen.” Dies lasse sich durch eine gesetzliche Regelung allein nicht lösen.

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