Dez 17
Der öffentliche Vorwurf, Fakten zu manipulieren, ist gegenüber Journalisten besonders schwerwiegend. Eben diese Behauptung stellt die ZDF-Sendereihe Frontal21 am 9. Dezember 2008 in ihrer Dokumentation “Das Pharma-Kartell” gegenüber der Redaktion der Apotheken Umschau auf - ohne einen redaktionellen Beweis dafür vorzulegen. Im Gegenteil: Die Analyse der Sendung legt nahe, dass offenkundige, unbestreitbare Tatsachen von den Frontal21-Autoren Christian Esser und Astrid Randerath nicht berücksichtigt worden sind.
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Nov 29
Die EU-Kommission legte heute die vorläufigen Zwischenergebnisse ihrer Sektorenuntersuchung in der Pharmabranche vor. Nach der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zeige die Untersuchung, dass einzelne Unternehmen versuchten, mit Patentstrategien den Wettbewerb zu behindern. Dazu erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI): “Der Ruf der EU-Kommission nach mehr Wettbewerb in der Pharmabranche wird vom BPI geteilt. Dabei müssen jedoch die Besonderheiten des hochregulierten Pharmamarktes berücksichtigt werden. Patente sind das Fundament für Innovationen im Sinne der Patienten. Die vorläufigen Feststellungen der Europäischen Kommission dürfen nicht dazu führen, das Patentsystem in Frage zu stellen.”
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Nov 06
Innovationen sind der Motor Die forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland investierten 2007 nach Angaben ihres Verbandes (VFA) 4,52 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe. Das Pharmaunternehmen Pfizer gab für seine Arzneimittelforschung weltweit im selben Jahr 8,1 Milliarden US-Dollar aus - nach eigenen Angaben mehr als jedes andere Unternehmen. Den Vorwurf, die Arzneimittelhersteller seien für Kostensteigerungen im Gesundheitswesen verantwortlich, weist Pfizer zurück: Im Jahr 2004 seien in Deutschland nur rund sechs Prozent aller Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen auf patentgeschützte Arzneimittel entfallen. Der Anteil der Hersteller dieser Präparate habe lediglich bei 4,6 Prozent der Gesamtausgaben gelegen. (Quelle: www.pfizer.com) Die Bedeutung von Innovationen diskutieren auf der Handelsblatt Jahrestagung Petra Danielsohn-Weil (Pfizer), Hartmut Schauerte (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie), Dr. Dirk Reischig (Dr. Willmar Schwabe Pharmaceuticals) und Cornelia Yzer (VFA). Wie Hersteller ihre Produkte zeitnah auf den Markt bringen können und das Investitionsrisiko realistisch zu bewerten ist, wird ebenso thematisiert wie der Zukauf von externem Know-how als Alternative zur eigenen Entwicklung.
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Aug 28
Pharma- und Medizintechnikunternehmen müssen ihre Vertriebs- und Servicestrategie neu überdenken. Bislang punkten die Pharmahersteller vor allem mit Produktqualität. 66 Prozent der Kunden bestätigen, dass ihre Pharmalieferanten qualitativ sehr hochwertige Präparate und ausgezeichnete Technik anbieten. Das sind so viele wie in keiner anderen Branche, so die Ergebnisse zum Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“. Die bewährten Marketing- und Vertriebsmodelle richteten sich allerdings bisher fast ausschließlich an Ärzte. Der durch die Gesundheitsreform stark erweiterte Kundenkreis sorgt nun dafür, dass die Pharmafirmen ihren Vertrieb und Kundenservice an neue Zielgruppen anpassen müssen. Das ergaben die Untersuchungen zum Wettbewerb von Steria Mummert Consulting, dem Handelsblatt, der Universität St. Gallen und ServiceRating.
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Jul 07
Die Herausforderungen für Pharmaunternehmen nehmen weiter zu. Neue Genehmigungsverfahren und die Umstrukturierung der Gesundheitssysteme verändern die Branche und verschärfen den Preiswettbewerb. Viele Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell grundsätzlich überarbeiten. Die Roland Berger Studie “Pharma at the crossroads - Choosing directions in a transforming healthcare world” analysiert Trends und Schlüsselthemen für internationale Pharmafirmen, die vor allem patentierte, verschreibungspflichtige Medikamente herstellen. Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren mehr als 50 Prozent des globalen Pharmaumsatzes sowie 20 der 30 weltgrößten Pharmakonzerne.
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Mai 30
Wegen Schleichwerbung in der ARD-Serie “In aller Freundschaft” hat der Deutsche Rat für Public Relations sieben in Deutschland tätige Pharmafirmen gerügt. Eine weitere wurde ermahnt, eventuell angebahnte Geschäftskontakte nicht weiter zu verfolgen. Der PR-Rat hob bei seiner Urteilsbegründung die Ernsthaftigkeit hervor, mit der die Mehrzahl der angeschuldigten Pharmafirmen die vom Rat erhobenen Vorwürfe bearbeitet haben. Eine Antwort schuldig blieben die Merz-Pharma AG, Sanofi Aventis Deutschland GmbH und H. Lundbeck A/S (Dänemark).
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