VCI kritisiert geplante Erhöhung des Zwangsrabattes auf Arzneimittel

Die Pharmasparte der chemischen Industrie gehört zu den forschungsintensivsten Sektoren in Deutschland. Die von der Bundesregierung geplanten Einsparungen bei Arzneimitteln schaden ihrer Innovationsfähigkeit nach Ansicht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) erheblich. „Die Pharmaunternehmen aus dem Stand und ohne Augenmaß finanziell in dieser Weise zu belasten, ist ein ganz falsches Signal an eine Branche, die beispielhaft für industrielle Forschung und für medizinischen Fortschritt steht.“ Dies erklärte der Hauptgeschäftsführer des VCI, Dr. Utz Tillmann, anlässlich der für heute vorgesehenen ersten Lesung des GKV-Änderungsgesetzes im Bundestag.

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Pharmamarkt: Scheininnovationen aus der Politik

Die Politik hat 2007 eine ruinöse Preisspirale im Bereich der Generika ausgelöst: diese bedroht die Existenz deutscher Unternehmen, den Wettbewerb und damit absehbar die niedrigen Preise in diesem Arzneimittelsegment. Anstatt die Fehlentwicklungen in diesem Bereich zu korrigieren, wird jetzt wieder die Pharmaindustrie als Kostentreiber an den Pranger gestellt. Es soll ein noch höherer Zwangsrabatt auf Arzneimittel unter dem Namen Pharmasoli eingeführt werden – dabei liegt das Preisniveau 2009 unter dem von 1983, bewegen sich die Ausgaben für Arzneimittel 2009 im vereinbarten Rahmen, tragen die Arzneimittelhersteller nach Abzug von Mehrwertsteuer und den Vergütungen für Großhandel und Apotheken nur 11 Prozent zu den GKV-Ausgaben bei und melden die Kassen Überschüsse. Zudem haben die Hersteller seit 2002 mehr als 7 Milliarden Euro Zwangsrabatte geleistet. „Hektische Zwangsrabatte und Preismoratorien sind fehl am Platz: Wir fordern endlich Reformen, die einen nachhaltig funktionsfähigen Generikamarkt und eine selbstregulierende Balance zwischen Ausgaben und Innovationen im patentgeschützten Markt sicherstellen“, äußert sich Dr. Bernd Wegener, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zu den aktuellen Diskussionen.

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Arzneimittelmarkt steht weltweit vor erheblichen Umwälzungen

Die forschende Pharmaindustrie steht zurzeit vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen steigt der Kostendruck, da insbesondere in Deutschland die Höhe der Preise innovativer Medikamente in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind. Zum anderen gibt es neben diesen nationalen Regulierungsbestrebungen eine globale Herausforderung. So laufen noch in diesem Jahr wichtige internationale Patente von 42 Substanzen aus. Ihr Umsatzvolumen beträgt allein auf dem deutschen Markt nach Angaben des Branchendienstleisters INSIGHT Health mehr als 1 Mrd. EUR zu Abgabepreisen der pharmazeutischen Unternehmer (ApU).

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Wort & Bild Verlag geht juristisch gegen das ZDF vor

Der öffentliche Vorwurf, Fakten zu manipulieren, ist gegenüber Journalisten besonders schwerwiegend. Eben diese Behauptung stellt die ZDF-Sendereihe Frontal21 am 9. Dezember 2008 in ihrer Dokumentation „Das Pharma-Kartell“ gegenüber der Redaktion der Apotheken Umschau auf – ohne einen redaktionellen Beweis dafür vorzulegen. Im Gegenteil: Die Analyse der Sendung legt nahe, dass offenkundige, unbestreitbare Tatsachen von den Frontal21-Autoren Christian Esser und Astrid Randerath nicht berücksichtigt worden sind.

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Bericht der EU-Kommission zur Pharmaindustrie

Die EU-Kommission legte heute die vorläufigen Zwischenergebnisse ihrer Sektorenuntersuchung in der Pharmabranche vor. Nach der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zeige die Untersuchung, dass einzelne Unternehmen versuchten, mit Patentstrategien den Wettbewerb zu behindern. Dazu erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI): „Der Ruf der EU-Kommission nach mehr Wettbewerb in der Pharmabranche wird vom BPI geteilt. Dabei müssen jedoch die Besonderheiten des hochregulierten Pharmamarktes berücksichtigt werden. Patente sind das Fundament für Innovationen im Sinne der Patienten. Die vorläufigen Feststellungen der Europäischen Kommission dürfen nicht dazu führen, das Patentsystem in Frage zu stellen.“

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Pharmamarkt bleibt in Bewegung

Innovationen sind der Motor Die forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland investierten 2007 nach Angaben ihres Verbandes (VFA) 4,52 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe. Das Pharmaunternehmen Pfizer gab für seine Arzneimittelforschung weltweit im selben Jahr 8,1 Milliarden US-Dollar aus – nach eigenen Angaben mehr als jedes andere Unternehmen. Den Vorwurf, die Arzneimittelhersteller seien für Kostensteigerungen im Gesundheitswesen verantwortlich, weist Pfizer zurück: Im Jahr 2004 seien in Deutschland nur rund sechs Prozent aller Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen auf patentgeschützte Arzneimittel entfallen. Der Anteil der Hersteller dieser Präparate habe lediglich bei 4,6 Prozent der Gesamtausgaben gelegen. (Quelle: www.pfizer.com) Die Bedeutung von Innovationen diskutieren auf der Handelsblatt Jahrestagung Petra Danielsohn-Weil (Pfizer), Hartmut Schauerte (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie), Dr. Dirk Reischig (Dr. Willmar Schwabe Pharmaceuticals) und Cornelia Yzer (VFA). Wie Hersteller ihre Produkte zeitnah auf den Markt bringen können und das Investitionsrisiko realistisch zu bewerten ist, wird ebenso thematisiert wie der Zukauf von externem Know-how als Alternative zur eigenen Entwicklung.

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Gesundheitsreform: Pharmabranche stellt Vertriebsstrategie auf den Prüfstand

Pharma- und Medizintechnikunternehmen müssen ihre Vertriebs- und Servicestrategie neu überdenken. Bislang punkten die Pharmahersteller vor allem mit Produktqualität. 66 Prozent der Kunden bestätigen, dass ihre Pharmalieferanten qualitativ sehr hochwertige Präparate und ausgezeichnete Technik anbieten. Das sind so viele wie in keiner anderen Branche, so die Ergebnisse zum Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“. Die bewährten Marketing- und Vertriebsmodelle richteten sich allerdings bisher fast ausschließlich an Ärzte. Der durch die Gesundheitsreform stark erweiterte Kundenkreis sorgt nun dafür, dass die Pharmafirmen ihren Vertrieb und Kundenservice an neue Zielgruppen anpassen müssen. Das ergaben die Untersuchungen zum Wettbewerb von Steria Mummert Consulting, dem Handelsblatt, der Universität St. Gallen und ServiceRating.

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Roland Berger Studie: Globale Pharmabranche am Scheideweg

Die Herausforderungen für Pharmaunternehmen nehmen weiter zu. Neue Genehmigungsverfahren und die Umstrukturierung der Gesundheitssysteme verändern die Branche und verschärfen den Preiswettbewerb. Viele Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell grundsätzlich überarbeiten. Die Roland Berger Studie „Pharma at the crossroads – Choosing directions in a transforming healthcare world“ analysiert Trends und Schlüsselthemen für internationale Pharmafirmen, die vor allem patentierte, verschreibungspflichtige Medikamente herstellen. Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren mehr als 50 Prozent des globalen Pharmaumsatzes sowie 20 der 30 weltgrößten Pharmakonzerne.

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Pharmafirmen gerügt

Wegen Schleichwerbung in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ hat der Deutsche Rat für Public Relations sieben in Deutschland tätige Pharmafirmen gerügt. Eine weitere wurde ermahnt, eventuell angebahnte Geschäftskontakte nicht weiter zu verfolgen. Der PR-Rat hob bei seiner Urteilsbegründung die Ernsthaftigkeit hervor, mit der die Mehrzahl der angeschuldigten Pharmafirmen die vom Rat erhobenen Vorwürfe bearbeitet haben. Eine Antwort schuldig blieben die Merz-Pharma AG, Sanofi Aventis Deutschland GmbH und H. Lundbeck A/S (Dänemark).

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