Ärzte der Welt ficht Patent auf Krebstherapie an

Der Kampf gegen Wucherpreise für lebenswichtige Medikamente geht in die nächste Runde: Ärzte der Welt hat beim Europäischen Patentamt in München eine Beschwerde gegen ein Patent auf eine neue Methode zur Behandlung von Blutkrebs eingereicht.

Ärzte der Welt ficht Patent auf Krebstherapie an weiterlesen

Innungskrankenkassen: Arzneimittel-Reform muss Medikamenten-Preise senken

Die Innungskrankenkassen begrüßen den heute vorgestellten Arzneiverordnungs-Report 2010 als Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um das hohe Preisniveau der Arzneimittel in Deutschland sowie über bestehende Einsparpotentiale. „Der internationale Preisvergleich des AVR belegt eindrucksvoll, dass wir mit dem AMNOG auf dem richtigen Weg sind. Das AMNOG muss jetzt ohne Abstriche auch verabschiedet werden“, so Rolf Stuppardt, Geschäftsführer des IKK e.V., Interessenvertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene.

Innungskrankenkassen: Arzneimittel-Reform muss Medikamenten-Preise senken weiterlesen

Staat kassiert oft mehr als Hersteller bekommen

Man mag es kaum glauben: Es gibt einen Festbetrag für ein Arzneimittel, der auf der Ebene des einheitlichen Abgabepreises des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) lediglich 42 Cent beträgt. Und das ist der ApU einer Packung mit 10 Tabletten mit dem Wirkstoff Doxycyclin. Dieses hoch wirksame Antibiotikum wird gegen eine Vielzahl bakterieller Infektionen eingesetzt. Der Apothekenverkaufspreis (AVP) dieses Präparats beläuft sich auf 10,22 Euro. Wegen des intensiven Preiswettbewerbs im Generikamarkt bringen mehrere Hersteller es jedoch sogar für 38 Cent auf den Markt, wodurch sich der AVP auf 10,17 Euro reduziert.

Staat kassiert oft mehr als Hersteller bekommen weiterlesen

Pro Generika-Marktdatenservice: Arzneimittel ohne Festbetrag weiterhin Ausgabentreiber

Im Zeitraum Januar/Februar 2010 hat die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach Abzug der Hersteller- und Apothekenabschläge, aber ohne Berücksichtigung der Patientenzuzahlungen 4,55 Mrd. Euro für Arzneimittel ausgegeben. Der Anteil der Medikamente, die mit einem Festbetrag belegt sind, schrumpfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozentpunkte. Er betrug 37,5% (1,70 Mrd. Euro). Dagegen stieg der Umsatzanteil der Arzneimittel, die nicht unter Festbetrag stehen, im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,4% auf 2,85 Mrd. Euro. Da nur 8,7% davon auf Generika entfallen, sind einmal mehr die patentgeschützten Arzneimittel die ausgewiesenen Ausgabentreiber.

Pro Generika-Marktdatenservice: Arzneimittel ohne Festbetrag weiterhin Ausgabentreiber weiterlesen

Rationierung darf nicht in den Köpfen der Ärzte anfangen

Die Kosten für neue Arzneimittel in der Onkologie steigen rascher als die wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit. Rationierung, Rationalisierung und Priorisierung sind bereits im ärztlichen Alltag angekommen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Frühjahrstagung der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. in Berlin stand deshalb die Frage nach Ethik und Ökonomie in der Onkologie.

Rationierung darf nicht in den Köpfen der Ärzte anfangen weiterlesen

Arznei-Institut prüft in Zukunft, welchen Preis Medikamente wert sind

Das Institut für Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln eröffnet eine neue Front, um die Arzneimittelkosten in den Griff zu bekommen. Nach der Qualität der Medikamente muss es jetzt nach dem Willen des Gesetzgebers auch prüfen, ob der Preis gerechtfertigt ist. Die Analysen des IQWiG können die Krankenkassen zur Grundlage für den von ihnen zu erstattenden Höchstpreis nehmen. Mehr Geld würden die Pharmahersteller dann für ihr Produkt nicht bekommen. Damit ist neuer Streit zwischen dem IQWiG und den  Pharmaherstellern programmiert.

Arznei-Institut prüft in Zukunft, welchen Preis Medikamente wert sind weiterlesen

Arzneimittelausgaben: starke regionale Unterschiede

Medikamente im Wert von rund 170 Euro bekam jeder gesetzlich Versicherte in den ersten fünf Monaten dieses Jahres verordnet. Dies teilt die Techniker Krankenkasse (TK) unter Bezug auf die Arzneimittelstatistiken der Krankenkassenverbände mit. Die regionalen Unterschiede sind erheblich: Während Sachsen-Anhalt mit 205 Euro pro Kopf um 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt und damit an der Spitze aller Bundesländer liegt, waren es im benachbarten Thüringen lediglich 145 Euro (15 Prozent unter dem bundesweiten Mittel).

Arzneimittelausgaben: starke regionale Unterschiede weiterlesen